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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
8 Jahre und 19 Hits in 78 Minuten, 20. Oktober 2004
Seit nunmehr 8 Jahren schlägt sich Robbie Williams, der ehemalige Take That Lausbub nun wirklich äußerst erfolgreich durch die Musikgeschichte, da wurde es auch wirklich mal Zeit für eine Greatest Hits! Obwohl er ja selber dazu sagt "I'm only 30!?"Die vorliegende Greatest Hits ist chronologisch aufgebaut und umfasst einschließlich des brandaktuellen Erfolgs "Radio" 18 Hitsingles der Nr. 1 im Popgeschäft und der Song 19 "Misunderstood" wird sicherlich auch nicht enttäuschen, wenn er als Titelsong zum neuen Bridget Jones Film diesen Winter Fourore macht... Dieses Greatest Hits Album ist auf alle Fälle ein "Muss" für alle, die nicht von Anbeginn Robbie Williams Fans waren, sondern vielleicht erst durch die letzten Studio-Alben oder die Konzerte im Jahre 2003 auf den Megastar aufmerksam wurden. Darüberhinaus präsentieren die Greatest Hits 78 Minuten lang (!!!) einfach Meilensteine der Popgeschichte und durch die enorme musikalische Bandbreite des britischen Sängers bieten sie auch (bisherigen) Nicht-Fans einen gelungenen Einstieg in die Welt des Robert Peter Williams. Aber ich denke, auch Fans, die wie ich schon alle CD's im heimischen Regal stehen haben, kommen an diesem Werk kaum vorbei. Alle Hits auf einer CD zu haben und die musikalische Weiterentwicklung von Robbie Williams Schritt für Schritt mithören zu können, ist eigentlich auch schon ein guter Grund für den Kauf dieser CD (vom Cover und dem 28-seitigen Booklet mit einer Bilder-Zeitreise mal ganz zu schweigen). Das GH Album von Robbie Williams ignoriert seinen ersten Soloerfolg - das George Michael Cover "Freedom" und steigt mit dem rockigen "Old Before I Die" ein, der ersten Singleauskopplung des 1997 erschienenen Albums "Life Thru A Lens", von dem auch das mehr in Britpop-Manier daherkommende "Lazy Days" und selbstverständlich seine berühmte Ballade "Angels" her stammen, wobei dieses Lied erst den Wahnsinnserfolg des britischen Sängers richtig eingeläutet hat. Letzter Vertreter vom Debütalbum ist der Konzert-Einstiegs-Knaller "Let Me Entertain You". Weiter geht's mit "Millennium", das musikalisch vielleicht an einen James Bond Soundtrack erinnert, aber wie so viele Lieder von Robbie Williams durch den hintergründigen z.T. zynischen Songtext überrascht. Wie dieses Lied stammen auch "No Regrets", "Strong" und "She's The One" vom 1998'er Album "I've Been Expecting You" und waren auch im Jahre 2003 bei seiner großen Europatour weiterhin exzellente Publikumsmagneten. Insbesondere "Strong" besticht durch die Kombination von eingängigem Refrain mit tiefsinnigen Text, in dem der Megastar seine Verletzbarkeit vor uns darlegt. Vom preisgekrönten Erfolgsalbum des neuen Jahrtausends "Sing When You're Winning" stammen die nächsten Bonbons in dieser prall gefüllten Wundertüte names Greatest Hits. Bei "Rock DJ" kann man ebensowenig still sitzen wie beim heißen Duet mit Kylie Minogue in "Kids" und "Supreme" treibt einen mit kräftigem Bass weiter voran, bei "Let Love Be Your Energy" wird es etwas ungewohnt mit der musikalischen Untermalung, aber der Refrain stimmt wieder optimistisch-versöhnlich. Erfreulich ist, dass es die nächsten beiden Songs "Eternity" (zum Schmachten) und "The Road To Mandalay" (hier kommen die stimmlichen Qualitäten von Robbie Williams sehr gut heraus) auch auf das GH Album geschafft haben, sie waren lediglich 2001 als Doppel-Single erhältlich und sind ansonsten auf keinem Studio-Album enthalten. Dann kommt ein dicker Knüppelschlag für alle Swing-Fans, denn sein musikalischer Ausflug "Swing When You're Winning" von 2001 mit den alle Erwartungen weit übersteigenden Verkaufszahlen wird auf der GH ignoriert, aber auf eine CD passen nun mal nicht unendlich viele Lieder... Dafür hört man als nächstes "Feel", den größten Erfolg des letzten Studio-Albums "Escapology" (2002) und dieses Lied ist ähnlich wie "Angels" einfach ein zeitloser Klassiker. Auch hier ist im Gesamtkunstwerk der traurige Text besonders erwähnenswert. "Come Undone" ist in der Single-Version enthalten, die auch gleich rockig vertraut klingt und in diesem Song breitet Robbie Williams erneut seine Gefühle und Zweifel vor seinen Millionen Fans offen aus. Es folgt "Sexed Up", die letzte Escapology-Single, womit "Something Beautiful" von diesem Album unter den Tisch gefallen ist (wenn man schon kürzen muss, ist das wahrscheinlich nicht der schlechteste Weg). Sicher ist "Radio" derzeit in aller Ohren. Die erste Veröffentlichung, die Robbie Williams mit seinem neuen Songwriting-Partner Stephen Duffy geschrieben hat, kommt zunächst in ungewöhnlichem Klang daher, aber der eingehende Beat weckt Erinnerungen an die 80'er Jahre mit einem Hauch von Depeche Mode und David Bowie und der Sound geht dann eigentlich sofort ins Blut bzw. in die Tanzbeine. Wieder völlig anders aber auch aus der neuen Partnerschaft entstanden ist "Misunderstood", eine musikalisch sanft untermalte Ballade mit einem sehr schönen Refrain, den man nach dreimaligem Hören vermutlich nie mehr vergisst. Die Stimme von Robbie Williams ist hier wieder sehr sanft und wehmütig, was ganz zum Songtext passt. Alles in allem also eine rundherum gelungene CD, mit dem kleinen Mangel, dass sie nicht ALLE Singles enthält, aber dafür wäre eben eine Doppel-CD notwendig gewesen. Das gute Stück ist mit 78 Minuten mehr als randvoll, leider hat dies das Produzententeam nur durch Kürzen einzelner Titel hinbekommen. Dieses Manko fällt wahrscheinlich nur den Fans auf, die die Hits in Originallänge (auswendig) kennen, die Aternative wäre ja nun auch nur noch ein Streichen weiterer Hits gewesen. Der dritte und letzte Grund, warum dieses Album von mir dann doch nicht 5 Sterne bekommt ist, dass im Booklet keine Liedtexte enthalten sind. Das bin ich zwar von den GH anderer Künstler auch schon gewohnt, aber es ist eigentlich sehr schade, da der "Popprinz" Robbie Williams ein ernst zu nehmender Sänger ist, dessen Songtexte zu Recht schon mehrfach preisgekrönt wurden und gerade "Einsteigern" sollten diese nicht vorenthalten werden! Aber gegen diesen Mangel kann sicherlich das Internet helfen...
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