Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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69 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Verkopfter Bildersturm mit Charme und Herz, 27. Oktober 2004
Gut, der deutsche Titel klingt erstmal nach Kitsch (der US-Titel ist mit Eternal Sunshine of the Spotless Mind dafür noch sperriger) und dass Titanic Star Kate Winslet die weibliche Hauptrolle spielt lässt es nach üblem Schmachtfetzen riechen. Noch verwirrender werden die Mutmaßungen über Qualität und Inhalt, wenn man liest, dass die Hauptrolle von Jim Carry gespielt wird. Schnulze + Ace Ventura? Mitnichten! Vergiss Mein Nicht ist einer der cleversten Filme des Jahres. Den grossen Unterschied zu Kitsch und Klamauk macht hier Drehbuchautor Charlie Kaufmann, der schon so aberwitzige Geniestreiche wie Adaption und Being John Malkovich geschrieben hat. Die Story: Mit Hilfe einer neuen Technologie kann ein Unternehmen über Nacht unangenehme Erinnerungen völlig auslöschen. Ideal für Joel, der völlig mitgenommen ist, als er erfahren musste, dass seine Freundin Clementine (eine sehr impulsives, lebhafte Frau mit ständig wechselnden Haarfarben) ihn nach viel Beziehungsstress hat löschen lassen. Während der Prozedur erlebt Joel rücklaufend zum Tag ihres Kennenlernens nochmal alle gemeinsamen Momente, die sich immer wieder auflösen. Dabei erkennt er, dass er Clementine immer noch liebt und nicht loslassen will. In Schlaf versetzt kann er den Technikern (unter anderem Elijah Wood, Kirsten Dunst und Oscarpreisträger Tom Wilkinson) kein Abbruchsignal geben. Verzweifelt versucht er nun die Erinnerungen an Clementine zu bewahren und sie an allen Orten seiner Vergangenheit zu verstecken. Einzigartig wird die bizarre Kopfstory durch die faszinierenden Bilder für die Auflösung der Erinnerung. Auf einem Bahnhof rennt das Paar durch eine Menschenmenge, die einer nach dem anderen "weggezappt" wird, in Räumen verschwinden Einrichtungsgegenstände und Details, Gesichter verschimmen und Häuser bekommen Risse und stürzen ein. Das alles wird dabei mit einem Minimum an Computereffekten inszeniert, damit es nicht so glattproduziert und künstlich aussieht wie die letzten Effektspektal aus Hollywood. Doch das Herzstück des Films sind die genialen Dialoge, die zudem völlig frei sind von üblichen Kitsch-Sätzen. Zwar fällt es anfangs etwas schwer sich mit dem etwas trägen Joel oder der flippigen Clementine zu identifizieren, aber spätestens wenn der Trennungsschmerz zum Thema wird finden sich viele allzu bekannte Situationen und Gefühle wieder, die hier sehr packend und einfühlsam beschrieben sind. Natürlich heisst bizarr auch hier schwerer verdaulich als das zuckrige Hollywood-Schmonzetten-Kino, aber ein bisschen Mitdenken ist bei so einer genialen Geschichte wirklich nicht zu viel verlangt. Vor allem weil die Gefühle vor diesem Hintergrund ehrlich und anrührend statt aufgesetzt daherkommen. Auf jeden Fall ein Film, den man mir nicht mehr so leicht aus dem Hirn brennen kann.
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45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brilliant, unerwartet, immer wieder sehenswert!, 31. August 2004
Ein wirklich schräger Film, denkt man am Anfang und man braucht schon einige Minuten, um sich daran zugewöhnen, wenn man Filme dieser Art nicht gewöhnt ist. Er stammt aus der gleichen Feder wie "Being John Malkowitch" und wer diesen Film gesehen hat, kann sich in etwa denken, was ihn bei "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" erwartet. Gehirnwäsche der etwas anderen Art...sämtliche Erinnerungen an die verflossene Liebe werden aus dem Gehirn der Betroffenen entfernt, damit sie nicht weiter unter ihren Liebeskummer leiden müssen. Nun, das könnte klappen, kann man sich denken, aber eins zeigt uns dieser Film: der Vestand läßt sich vielleicht kontrollieren, aber die Gefühle nicht. So ist es kein Wunder, dass Joel (Jim Carrey) und Klementine (Kate Winslet) sich nach ihrer gescheiterten Beziehung und eine Gehirnwäsche später wieder treffen und wieder ineinander verlieben. Der Film glänzt durch viele skurrile Szenen und ungewöhnliche Bilder. Wer hier eine Komödie erwartet, liegt falsch, auch wenn Jim Carrey auf der Hauptdarsteller-Liste steht. In diesem Film zeigt uns Carrey mal wieder sein ganzes Können und dass er schon längst nicht nur der Blödel-Typ aus vergangenen Komödien ist, sondern mittlerweile auch zu seinem unglaublich guten, ernsthaften Schauspieler herangereift ist. In diesem Film verkörpert er den Charakter des unter starken Liebeskummer leidenden und zu tiefst deprimierten und schüchternen Joel einfach nur perfekt und man kann gar nicht anders, als mit ihm mitzutrauern und mitzuleiden. Aber auch Kate Winslet liefert uns in diesem Film eine unglaubliche schauspielerische Leistung ab als die ziemlich impulsive und durchgeknallte Klementine, die Joel mit ihrer Art einfach nur bezaubert und für sich gewinnt. Freude und Leid wechseln in ihrem Charakter ebenso häufig wie ihre Haarfarben und man hat es als Mann sicher nicht leicht an ihrer Seite, weshalb es auch sehr oft Streit gab bei Joel und ihr, vor allem, als von ihrer Seite der Wunsch nach Familie laut wurde. Daran ist die Beziehung das erste Mal dann auch gescheitert, aber der zweite Anlauf läßt wie gesagt nicht lange auf sich warten, denn die Liebe findet ihren Weg...Ein wirklich ausgesprochen guter Film, einer der besten, den ich seit langem gesehen habe - und einer mit Tiefgang! Dieser Film hätte glatt noch mehr als 5 Sterne verdient, aber leider geht das hier ja nicht :-). Ich würde auch unbedingt empfehlen, den Film auf Englisch zu genießen, denn Jim Carreys deutsche Synchro-Stimme klingt einfach zu komödienhaft und dieser Film ist wie gesagt wirklich ernsthaft und Jim Carrey hat auch eine wirklich schöne und ausdrucksstarke Stimme, die man ja auch mal gehört haben soll. Zudem ist der Film auf Englisch problemlos zu verstehen, da soooo viel gar nicht geredet wird und mehr die bestechenden Bilder ihren Zweck erfüllen. Ach, einfach selbst ansehen und genießen!!!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Film - und Jim Carrey in Hochform!, 20. März 2007
Welch ein ungewöhnlicher Film! Eine enttäuschte Frau (Kate Winslet) lässt sich die Erinnerungen an ihren Freund (Jim Carrey) löschen, und der tief verletzte Ex lässt daraufhin auch seine Erinnerungen löschen - bis ihm während des Löschvorgangs klar wird, dass er auf seine Liebste und seine Erinnerungen an sie nicht verzichten möchte. Doch wie kann er jetzt noch die Löschung verhindern? In seiner Phantasie treten die beiden nun die Flucht vor der Auslöschung querbeet durch seine Erinnerungen an...
Eine Liebesgeschichte der ganz anderen Art - eine derart ungewöhnliche, innovative und kreative Erzählweise kennt man aus keinem anderen Film. Die Geschichte wird weder chronologisch noch realistisch erzählt, sondern sie entsteht durch eine Reise durch die Erinnerungen, die Jim Carrey an Kate Winslet hat, und die ihm so sehr wichtig sind und die er bewahren will. Die Schönheit der Erinnerungen und sein Schmerz und seine Verzweiflung darüber, dass er sie zu verlieren droht, sind mitreißend und zutiefst bewegend.
Nicht nur das Drehbuch, auch die schauspielerischen Leistungen sind herausragend. Besonders Jim Carrey liefert eine Glanzleistung ab - welch ein grandioser Schauspieler offenbart sich hier!
Ganz toll! 5 Sterne.
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