Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gesehen, Gekauft, Überzeugt, 11. Oktober 2004
Anfang September bin ich über einen Artikel in einer einschlägigen Musikzeitschrift über die Dolls gestolpert und bekam vor lauter Interesse beim Wiederaufstehen den Mund gar nicht mehr so recht zu. Ein Punkcabaret in Anlehnung Brecht sollte es sein und dann die Instrumentierung Piano und Drums only.Mmm? Da musst man sich schon kurz mal die Lippen befeuchten bei so viel Ungewöhnlichem auf einmal. Aber in der heutigen Zeit ist man ja für sämtliche innovativen Bandprojekte sehr dankbar und für einen derartigen Stilmix, als Anti-Schubladen-Denker ja ohnehin. Also brav das so called Wunderalbum bestellt und umgehend in den CD-Player umgetopft und dort wächst und gedeiht das Werk der Dolls nun so gut, als hätte es schon immer und ewig nur dorthin gehört.Das Geheimnis: Das Projekt trägt! Der Spannungsbogen hält über das gesammte Album wie ein gutes Stück Brecht. Die Piano/Drums Kombo ist intelligent abgemixt und klingt ausgesprochen vielfälltig von Song zu Song. Gerade die Brüche und Tempowechsel innerhalb der Stücke geben der CD eine ganz eigene Dynamik, welche perfekt mit dem abwechslungsreichen Gesangsexperimenten der guten Amanda harmoniert. Mal will man sich Punkrock gradezu auf die abrasierten Augenbrauen tätowieren und es auf alle Zimmerwände streichen,... dann kauert man sich in sein kleines Bettchen und verfolgt gebannt das traurige Schicksal des Mädchens in "Slide". Und eh man sich versieht ist auch schon wieder alles vorbei und man startet unweigerlich nochmal..und nochmal...und nochmal...und... und sitzt nur fassungslos vor dieser CD.
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genies bei der Arbeit, 29. Januar 2006
Viele Nachwuchsbands beklagen sich über die unerbittliche Härte der Musikindustrie, die den idealistischen Schulfreunden, die doch einfach nur Musik machen wollen, keine Chance lässt. Eine Band wie die Dresden Dolls beweist, dass das man den Hörern einfach nur etwas neues bieten muss, um Anklang zu finden. Erst wenn man nach langem Suchen wieder einmal eine Band findet, die so außergewöhnliche Musik macht, kommt einem wieder zu Bewusstsein, wie weit die Musikindustrie bereits in ihrem Einheits-Sumpf versunken ist. Ich wüsste nichts, was man mit den Dresden Dolls vergleichen könnte, sie bieten eine vollkommen neue Musikerfahrung. Natürlich finden sich die vielzitierten Einflüsse von Chanson, Hardrock und Kabarett, aber trotz allem reichen all diese Bezeichnungen nicht aus, um dieses musikalische Endprodukt zusammenfassen. Die emotionale, vieloktavige Stimme der Sängerin sorgt schon bei der ersten Nummer, der todtraurigen Ballade „Good Day“ für Gänsehaut. Doch wer nun meint, die Dresden Dolls hätten nur schwermütige Weisen in ihrem Repertoire, irrt sich. Das nächste Lied „Girl Anachronism“ ist ein wütend-schmetternder Ohrwurm, der beweist, dass man auch mit einem Klavier aggressive Musik machen kann. So findet sich auf diesem Album für jede Stimmungslage mindestens ein Lied, die Texte reichen von melancholisch bis hin zu schnippisch und boshaft. Ich habe diese CD blind gekauft, seither läuft sie fast täglich. Alleine mit einem Piano, einem Schlagzeug, einer Gitarre und einer wunderbaren Stimme, haben hier zwei Originalgenies eine Platte abgeliefert, die beweist, dass es doch noch unerforschte Musikrichtungen gibt, für die wir nur bis jetzt einfach noch keinen Namen haben.
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55 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zum Abheben schön!, 17. Oktober 2004
Amanda Palmer und Brian Viglione, oder: Eine Sängerin mit Wahnsinnsstimme, Riesenstimmumfang und modulationsfähig wie nix Gutes, die zweitens auch noch Klavier spielt wie kaum ein anderer Popmusiker, drittens ein phantastischer Schlagzeuger, der sich unüberhörbar im Hintergrund hält und nahezu jeden Rhythmus und jedes Tempo auf Lager hat, mit Tempowechseln zum Abheben: Die beiden bringen's. Musik à la Weill mit Punk-Einfluss oder umgekehrt, auch von Jeff Buckley haben sie sich wohl anregen lassen, wie man raushört (aber Gottseidank sind sie nicht so überspannt wie der), die Anknüpfung an die Berliner Kabarett-Szene der 1920er ist deutlich und gekonnt, und keinerlei ehrerbietige Betulichkeiten, da sei der Punk vor -- und Amanda Palmer. Keine Ahnung, wie oft ich diese CD nun schon gehört habe in den paar Tagen, seit ich sie mir gekauft habe. Volltreffer! Fünf hoch fünf Sterne! Da capo ad infinitum!
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