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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Highlight, 6. Dezember 2005
Nachdem er mit The Nice bereits Musikgeschichte geschrieben hat und die Klassik als Stilelement in den Rock eingeführt hat, formierte er das Dreigestirn Emerson, Lake & Palmer. Greg Lake 'eiste' er von King Crimson los (auf deren beiden ersten Alben er mitwirkte), Carl Palmer übernahm er von der Vincent Crane Truppe Atomic Rooster. Nach dem furiosen Debutalbum und den (meiner Meinung nach etwas schwächeren) Alben Tarkus und Pictures at an Exhibition kommt mit Trilogy wieder ein echtes Schmuckstück.Über The Sheriff lässt sich sicherlich streiten - es passt stilistisch sicher nicht ins Albumkonzept, mag aber als Gag durchgehen, solange man's nicht allzu Ernst nimmt. Im Gegensatz zum späteren Album Brain Salad Surgery wird hier der Einsatz von Synthesizern noch in Massen genutzt, ohne dass das Endprodukt steril und überproduziert klingt, was bei BSS leider der Fall ist. Trilogy setzt positive Massstäbe für den Prog der Siebziger und ist auch für die neuzeitlichen Produktionen eine immer noch gültige Meßlatte. Ich finde den Klang weder altbacken noch sonstwie 'in die Jahre gekommen'. Man sollte nicht vergessen, dass das Album aus dem Jahre 1972 stammt ...und DAFÜR klingt es mehr als gut, hört euch mal andere Produktionen aus dieser Zeit an! Es hält (gekonnt) die Balance zwischen ruhigen Nummern (z.B. der mit akustischer Gitarre vorgetragenen Ballade From the beginning), hektischen, von Orgel dominierten Stücken wie Hoedown und komplexen Suitenarrangements wie The Endless Enigma und dem Titelgeber Trilogy, meinem persönlichen Favoriten. ELP mit einer mittelmässigen Punktruppe zu vergleichen macht genauso viel Sinn, wie z.B. Gentle Giant mit John Lee Hooker gegenüberzustellen, nämlich keinen! Wer auf infantiles Punkgebolze steht, O.K., wer anspruchsvolle Musik mag, sollte hier auf jeden Fall mal reinhören.
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