Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
-Gänsehaut-, 19. November 2006
Vor 35 Jahren hörte ich Tarkus im Popshop des damaligen SWF3. Nach Ende der Ausstrahlung ging ich in den Plattenladen und kaufte die Scheibe. In den folgenden Tagen drehten meine Eltern fast durch, weil den ganzen Tag (natürlich nach der Schule) die Scheibe lief (ich hatte damals noch keinen eigenen Plattenspieler in meinem Zimmer). Ich kann mich den meisten Rezensionen hier anschließen, muß aber sagen, dass die Seite zwei lange nicht so schlecht ist, wie sie von Einigen dargestellt wird. Freilich ist die Seite zwei nicht so stark wie die Seite eins. Man muß aber nur genau hinhören, um festzustellen, dass da ebenfalls richtig gute Musik gemacht wurde. Vor einigen Wochen kaufte ich mir die neue CD und war wieder absolut happy, diese tolle Musik in sehr guter Qualität hören zu können. Vor ein paar Tagen erwarb ich eine half-speed-gemasterte "Anadisc", eine 200-Gramm-Pressung von MFSL, von diesem Album. Das ist das absolute Klangerlebnis, zumindest meiner Vorstellung nach. Seither habe ich wieder Gänsehaut, wenn ich Tarkus höre, und das noch eine ganze Weile, nachdem die Seite eins beendet ist.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Opus Magnus, 8. August 2006
"Tarkus" ist das Opus Magnus von Emerson, Lake & Palmer. Das intensive und dichte über 20 minütige Titelstück mit seinen ständig wechselnden Rhythmen und Harmonien ist einer der absoluten Höhepunkte der progressiven Rockmusik.
Ich nehme "Tarkus" wahr wie einen Zug, der unablässig vorwärts rollt - vorbei an wechselnden Landschaften und über verschiedene Gleise und Weichen, aber nie seine Richtung und Kraft verlierend.
Den Kern der Instrumentierung bilden Keith Emersons virtuose Hammond Orgel und eine dynamische Rhythmussektion mit Greg Lakes Bassgitarre und Carl Palmers Schlagzeug. Synthesizer, elektrische und akustische Gitarre sowie Gesang setzen in dezenter Weise Akzente. So wirkt "Tarkus" nie überarrangiert und bringt ELPs musikalische Identität als Trio immer klar zum Ausdruck.
Auf späteren Alben löste sich das musikalische Miteinander bisweilen auf in prätentiöse Pianowerke oder exzessive Synthesizerorgien. Aber "Tarkus" ist einfach mitreißend und nach 20 Minuten ist man traurig, daß es vorbei ist.
Die B-Seite der ehemaligen LP besteht teilweise aus musikalischem Füllmaterial. "The Only Way" und "Infinite Space (Conclusion)" sind aber sehr schön und hätten gut auf "Emerson, Lake & Palmer I" gepaßt.
Das remasterte Ausgabe von 2004 ist sehr gut gelungen, und ihr liegt ein hübscher und informativer Flyer bei.
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29 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein einzigartiger Stil!, 4. Mai 2005
"Tarkus" war seinerzeit das Album, bei dem sich ELP - nach einer eher an Klassikadaptionen orientierten Debütplatte - endgültig imstande sahen, ihr Konzept auf Eigenkompositionen zu gründen. Die 20-Minuten-Suite zu Beginn ist vielschichtig und majestätisch und beginnt mit einer Fanfare, gespielt auf dem legendären Moog-Sythesizer, den Keith Emerson, nach Meinung vieler Musikexperten, überhaupt erst innerhalb der Rockmusik salonfähig machte. Die zweite Albumhälfte ist insofern bemerkenswert, da hier - bei ELP eher selten - eine Reihe relativ "normaler" Popsongs zu hören sind, bei denen man zwar Perfektion, aber noch nicht den technischen Bombast erleben kann, der auf Folgealben wie "Brain Salad Surgery" zu hören ist - womit "Tarkus" z.B. für Neueinsteiger leichter konsumierbar wäre. Die negativen Kritiken meiner Vorrezensenten kann ich übrigens kaum nachvollziehen, ELP waren eine großartige Gruppe, die es verstanden, vertrackte, nieveauvolle Popmusik zu produzieren, und das übersteigerte Virtuosentum der beteiligten Musiker bildete einen interessanten Gegenpol zu den eher sensiblen Genesis, den verträumten Yes und den exzentrischen Gentle Giant. Ich bin 29, und in meiner Generation gibt es Bands auf derartigem Level nicht mehr.Als kleinen Tipp für alle, die ELP noch vertiefen möchten, empfehle ich übrigens die Nice-Platten: The Nice (1967-70) waren die Vorgängergruppe Keith Emersons, Pioniere im Bereich der Rock-Jazz-Klassik-Fusionierung, rauher und weniger perfekt als ELP, dafür gewagter und mitunter innovativer. Für ELP-Sammler mehr als nur eine Ergänzung!
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