Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
gelungen..., 27. Juli 2009
keith emerson hat es sich verbessert, wären doch "the nice" ohne seinen abgang vermutlich nicht zur kultband avanciert. ebenso carl palmer, der von "atomic rooster" kam, eine band die erst nachträglich in größerem stil als vorheriger arbeitsplatz des superdrummers zu ruhm gelangte.
einzig greg lake war ursprünglich in einer besseren band, die nachträglich noch artrock geschichte schreiben sollte. seinen abgang von "king crimson" muss er jedoch nicht allzusehr bedauern, finanziell brachte das supergroup-projekt EL&P sicher mehr aufs konto. auch KC brauchten dem abgang nicht lange nachzuweinen, hatten sie danach doch gleich mit john wetton einen originelleren bassisten und eine stimme, die besser zu ihrem sound passte, gefunden.
stilprägend setzten sich alle drei in szene und liefern hier mit ihrem erstlingswerk ein richtiges "roots" album ab, weniger bombast, weniger akademisch als die späteren alben, und trotzdem oder deswegen großartig.
eine solche lockerheit erreichten sie später meiner ansicht nach nur mehr bei der grandiosen live-aufnahme von mussorgsky's pictures at an exhibition.
emerson macht deutlicher als die anderen tastengiganten, dass er von der klassik kommt, palmer trommelt was das zeug hält und lake bringt mit, was er bei KC gelernt hat: gute basslines, pathetischen gesang und abgehobenheit.
"just take a pebble" erinnert dann auch sehr an die epischen KC-stücke mit lake, kommt aber durchaus eigenständig daher.
eine lanze möchte ich noch für den öfters geschmähten ohrwurm "lucky man" brechen. eine neue gruppe war damals auf airplay angewiesen und dieser song ist trotz seiner hitparadentauglichkeit (ja - damals schafften es gute songs noch dorthin) nicht nur völlig unpeinlich, er hat sogar große klasse.
bereits das damalige vinyl klang für diese zeit hervorragend, das CD-remaster klingt noch transparenter und dynamischer. vor allem lake's bassläufe sind besser verfolgbar, auch die drums haben an körperlichkeit gewonnen - auch vom sound her sehr ok.
sollte man haben...
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einzigartig, 10. Juni 2006
Als Emerson, Lake & Palmer die Rockszene betraten, wurde schnell klar, worum es ihnen ging: die Verbindung von Klassik und Rock mit sorgfältig gesetzten Jazz-Akzenten. Innovation, Virtuosität, Einzigartigkeit. Diese Ingredienzen der Musik von Emerson, Lake & Palmer lassen sich bereits auf ihrem ersten Album, das nur den Gruppennamen trägt, finden und bewundern.
Diese erste Veröffentlichung zeigt auch noch deutlich die Verbundenheit der drei Musiker zu ihren früheren Bands.
Keith Emerson wollte klassische Musik in einem modernen Rahmen für ein modernes, junges Publikum zu spielen. "The Nice" waren sein erster Anlauf dazu, und diese Wurzeln lassen sich klar heraushören. Emerson, Lake & Palmer gaben ihm eine neue Plattform sowie mit Greg Lake und Carl Palmer die starken Gegenspieler, die er brauchte, um seine Kreativität und Energie voll zu entfalten. Die wunderbare remasterte Edition des Albums von 2004 zeigt in höchstem Maße Emersons Talent und seinen hohen Anspruch. Zweifelsohne war er der beste Pianist der populären Musik Anfang der 70er Jahre.
Greg Lake kam von King Crimson und war für den lyrisch-poetischen Anteil der Gruppe zuständig. Die Nähe zu "In the Court of the Crimson King" ist noch deutlich vernehmbar. Auf der remasterten Aufnahme von "Emerson, Lake & Palmer" hört man Lakes sanfte Stimme und schöne Basslinien noch besser als zuvor.
Der damals 19jährige Carl Palmer von Atomic Rooster vervollständigte die neue Supergruppe. Sein kraftvolles, exaktes und vielseitiges Schlagzeug-Spiel war gleichermaßen Bindeglied zwischen und Basis für Emersons Keyboards und Lakes Bass. Palmers meisterhaftes Spiel kann ebenfalls auf der remasterten CD in vollen Zügen genossen werden.
So wie Van der Graaf Generator und andere innovative Bands Anfang der 70er Jahre spielten auch Emerson, Lake & Palmer (weitgehend) ohne elektrische Gitarre. Greg Lake fügt im Debütalbum lediglich in ruhigen Passagen eine hübsche akustische Gitarre ein.
Was dieses Album so unterhaltsam macht, ist der Abwechslungsreichtum der Musik. Nicht nur die ganze Bandbreite zwischen einem perlendem Piano, das einen kleinen Wasserfall und den Regenbogen, den er produziert, nachahmt und schweren, aggressiven Stücken wie "Knife-Edge" auf der anderen Seite. Zudem gibt die Band den meisten Liedern die typische mehrgliedrige Suite-Form klassischer Kompositionen.
Die Kombination verschiedener Stile kann zu Richtungslosigkeit und Eklektizismus führen - zumindestens für diese frühe Phase ihres Schaffens trifft diese Kritik auf Emerson, Lake & Palmer nach meiner Auffassung nicht zu.
Meine Lieblingstitel von §Emerson, Lake & Palmer sind:
- "Just Take a Pebble". Eine lyrische und ungewöhnliche Ballade. Keith Emerson spielt Akkorde diesmal auf den Saiten im Piano.
- "Knife-Edge". Dieser kraftvolle, dynamische Song ist eines meines Lieblingslieder der Rockmusik überhaupt. Hammond-Orgel par excellence. (Keith Emerson war berühmt dafür, in den Live-Shows die Hammond-Orgel mit Messern zu malträtieren - neben dem Show-Effekt ging es darum, bestimmte Tasten zu arretieren - , auf ihr zu reiten und sie schließlich theatralisch umzuwerfen. Solche Happenings hatte man bis dahin nicht gesehen.)
- "Tank". In diesem Instrumental brilliert Carl Palmer mit einem schön arrangiertes Drum-Solo, perfekt integriert in die Struktur des Gesamttitels. Keith Emerson spielt ein Clavinet der deutschen Firma Hohner, darauffolgend einen Synthesizer, was interessante Klangfarben ergibt. Der schließlich folgende dichte dritte Teil ist nach meiner Meinung perfekte, ultimative Musik.
"Emerson, Lake & Palmer" führte auch einen noch zurückhaltend und dezent eingesetzten Moog Synthesizer in die Rockmusik ein. Keith Emerson wurde der erste Musiker, der mit dem gewaltigen, extrem teuren und unter Live-Bedingungen kaum beherrschbaren Instrument auf Tour ging. -
Das Booklet der remasterten Version enthält zwei zwar etwas redundante, aber interessante und schön illustrierte Insider-Stories aus den Anfangstagen von Emerson, Lake & Palmer.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lucky Men, 19. Oktober 2005
Vorwort ------- Beim bekannten Isle of Wight-Festival im August 1970 debütierten Emerson, Lake & Palmer (ELP) zum ersten Mal vor einem grossen Publikum (davor hatten sie nur einen einzigen Auftritt!). Das Festival gilt als grösstes Konzert in UK überhaupt, mit 600'000 Besuchern sogar mehr als Woodstock. Die Legende besagt, dass die Jungs sich mit Jimi Hendrix (der auch am Festival war) zusammentun wollten, das Projekt hätte "HELP" geheissen, aber Jimi starb bekanntlich 3 Wochen nach dem Festival im September, und damit blieb es bei der Supergroup "ELP" und ihrem gleichnamigen Debüt im November 1970.1. The Barbarian --------------- Das erste Lied ist ein echter Instrumental-Bombastrocker, vielleicht der lauteste Kracher den die Gruppe je aufnahm. Das ruhigere aber schnelle Mittelstück ist eine Adaption des "Barbaro Allegro" vom ungarischen Komponisten Bela Bartok. Und am Ende wird wieder draufgehauen was das Zeugs hält, das Schlagzeugspiel ist hier absolute spitzenklasse. 2. Take a Pebble --------------- Nach der turbulenten Eröffnung verzaubert die ellenlange Ballade die Zuhörer und verführt sie mit ruhigen Gitarren- & Pianopassagen in andere Welten um sie gegen Ende mit heftigerem Spiel wieder runterzuholen. Der melancholische Stil erinnert sehr an das epochale Debütalbum von King Crimson, wo Greg Lake 1 Jahr zuvor debütierte. 3. Knife Edge ------------- Das Erste radiotaugliche Bombaststück, wurde auch häufig auf Konzerten gespielt. Auch hier handelt es sich um eine Adaption eines klassischen Stückes, Leos Janacek's "Sinfonietta" wird neu eingespielt. Mit eingem genialen Ende 4. The Three Fates ------------------ Keith Emerson virtuoses Tastenspielstück, beim erstmaligen hinhören vielleicht nicht so beindruckend, ist ein Instrumental bestehend aus 3 Teilen. Beginnend mit einem dominanten Orgelsolo, darauf folgend ein schönes Klavierspiel à la ELP, und beendet durch ein erstaunliches Schlussstück aus einer Mischung Boogie Woogie und Samba (!?) 5. Tank ------- Der erste Teil dieses Instrumentals fängt mit einem harmonischen Konkurenzspiel zwischen Keyboard/Gitarre gegen Schlagzeug, und zeigt wie mit welcher Perfektion die Band das instrumentale Zusammenspiel beherrschte. Das Mittelstück besteht nur aus Schlagzeug, Carl Palmer demonstiert was er alles drauf hatte und gleitet sauber in das ausfädelnde Endstück hinüber. Kein Wunder wurde Carl damals von mehreren Magazinen oft als bester Drummer gekürt. 6. Lucky Man ------------ Das Schlussstück ist die erste Single von ELP und ihr bekannteste Lied überhaupt. Greg Lake's Ballade hat eine wunderschöne Melodie zum mitsingen und mitsummen, aber einen traurigen Text; Es handelt von einem vom Glück gesegneten Mann der alles Reichtum hatte, und um auch Ruhm und Ehre zu haben ging er in den Krieg. Auch Ruhm und Ehre hatte er dann, ein Kugel traf ihn, aber alles Reichtum konnt ihn nicht mehr retten. Ein Antikriegslied vielleicht? Schlusswort ----------- Als eine der ersten Progressiv Art-Rockbands hatten Emerson Lake & Palmer mit dem Debüt von Anfang an ihren eigenen Bombastsound, ein perfektes Zusammenspiel der Instrumente und kristallklaren kraftvoller Sound, welcher damals auch heute nicht verstaubt rüberkommt. Das Album klingt sogar viel frischer als die eigenen späteren ELP-Alben Ende der 70er Jahren mit Orchesterstütze. Die Fans dankten mit einem 5. Platz in den UK-Charts
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