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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Geist in der Flasche ..., 18. Mai 2005
"DIE SCHATTENMACHER" rekonstruiert eines der wichtigsten Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts, dessen Resultat, in Form einer pilzförmigen Explosionswolke, die Welt für immer veränderte.Zur Story: Man schreibt das Jahr 1943. Der Zweite Weltkrieg ist auf seinem Höhepunkt, alle Seiten arbeiten fieberhaft an neuen Waffen. Geboren aus der Befüchtung, dass das Dritte Reich womöglich als erstes Land in den Besitz einer Atombombe gelangen könnte, ruft die US-Regierung das Projekt "MANHATTEN" ins Leben. Das Ziel: innerhalb von 18 Monaten soll eine einsatzbereite Atomwaffe entwickelt werden, Zeitaufschub kann nicht gewährt werden, niemand hat eine Ahnung, wie dieses gigantische Vorhaben ingenieurtechnisch zu realisieren ist. Unter der militärischen Verantwortung des Generals Leslie Groves (Paul Newmann; ungewohnt grantelig aber gut) versammelt der brilliante Atomphysiker Robert J. Oppenheimer (Dwight Schulz) die besten Köpfe der Nation in einem abgelegenen und völlig isolierten Militärcamp bei Los Alamos in der Wüste New Mexicos. Gegen alle technischen, wissenschaftlichen und menschlichen Schwierigkeiten entwickeln und bauen die Wissenschaftler zwei Atombomben, "Fat Man" und "Little Boy". Statement allgemein: "Die Schattenmacher" zeichnet den Erschaffungsprozess der ersten beiden amerikanischen Atombomben von den ersten Entwicklungsschritten bis zur Testzündung in der Wüste New Mexicos vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Probleme aber auch der enorm belastenden menschlichen und psychologischen Rahmenbedingungen detailgenau nach. Die Stimmung des Wettlaufs um die erste einsatzfähige Atombombe der Welt wird "sepia-zeitgeist-mäßig" schön fotografiert bildlich eingefangen und erinnert in Ansätzen an ebenso vergleichsweise gut gelungene Zeitstudien wie z.B. "Der Stoff, aus dem die Helden sind". Neben Paul Newman, der in gewohnter Präsenz seine Rolle verkörpert, kann vor allem Dwight Schulz als Robert J. Oppenheimer überzeugen. So finden sich in dem Film dankbarerweise auch bereits die ersten aufkeimenden Ansätze der "Nachkriegsproblematik" um die Person Oppenheimers. Ironischerweise wurde nämlich ausgerechnet Oppenheimer, DAS Gehirn hinter der amerikanischen Nuklearentwicklung nach dem Krieg Anfang der 50er Jahre in der McCarthy-Ära als Kommunist beschuldigt. Aber auch in den Nebenrollen ist diese "Geschichtsstunde" glänzend besetzt. So finden sich neben John Cusack und Laura Dern ebenfalls Bonnie Bedelia und Natasha Richardson. Statement DVD: Bild (Widescreen 2,35:1 / anamorph codiert) und Ton sind sehr gut, wenn auch nicht durchweg überragend. So ist lediglich in Englisch die Tonspur in DD 5.1 verfügbar. Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch sind "nur" in Dolby Surround vorhanden. Dafür gibts Untertitel "in Hülle und Fülle", da ist für jeden was dabei. Etwas enttäuschend ist der Punkt Bonusmaterial zu bewerten. Gerade bei diesem Thema hätten sich Wochenschauberichte, Dokumentationen, Biographien usw. geradezu aufgedrängt, ... aber ... Fehlanzeige ! Bewertung/Fazit: Dass es in der Wertung Abzüge gibt (nur 4 von 5 Sternen), liegt nicht am Film; der ist wirklich sehr gut und es ist einigermaßen erstaunlich, dass diesem Werk nicht mehr Aufmerksamkeit zuteil geworden ist. Die Abzüge liegen mehr "in der B-Note" begründet, nämlich in der nicht ganz zeitgemäßen Tonausstattung und dem spärlichen - um nicht zu sagen eigentlich nicht vorhandenen - Bonusmaterial. Wer allerdings darauf verzichten kann und überdies dem Englischen so weit mächtig ist, dass er oder sie den Film im Original-Ton sehen kann (was in diesem Fall bei Qualität der Dialoge im Original ohnhin zu empfehlen ist), der kann bei "DIE SCHATTENMACHER" nichts falsch machen. Absolut empfehlenswert.
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