Aus der Amazon.de-Redaktion
Mel Gibson riskierte bei dieser extrem blutrünstigen Interpretation des Todes und der Auferstehung Jesu Christi dreißig Millionen Dollar und obendrein noch seinen Ruf als Superstar. Außerdem noch Vorwürfe, der Film sei antisemitisch und würde Grausamkeit und Brutalität als Kinoeffekte vorziehen und dabei die eigentliche Botschaft Jesu Christi vernachlässigen.
Die Dialoge des Films werden in authentischen Dialekten der Sprachen Aramäisch, Latein und Hebräisch präsentiert, weshalb die Filmmusik von John Debney eine besonders wichtige Rolle übernimmt. John Debney als Komponisten zu wählen, ist eigentlich eine Überraschung: Er wurde bekannt durch seine Mitarbeit bei vielen leichten Komödien und Kinderfilmen. Debney ist dennoch dieser Aufgabe gewachsen. Er schafft mit Synthesizern eine Klanglandschaft, deren düstere Stimmung den Bewunderern von Lisa Gerrard vertraut sein dürfte. Dann kommen Instrumente der Region, tosendes Schlagzeug und Tonarten vergangener Zeiten hinzu. Zeit und Ort des Geschehens werden auf diese Weise direkt erlebbar.
Jeff Danna hat es bei dem sanfteren und "sachlicheren" Film The Gospel of John (Das Johannes-Evangelium) ja bereits vorgemacht -- auch Debney lässt sich letztendlich auf einige Hollywood-Traditionen wie Chorgesänge und eingängige Melodien ein. An dieser Musik von Triumph und Erlösung ist nichts trivial. Sie ist zutiefst in Strömungen traditioneller Spiritualität und Mystik verwurzelt. Gibsons Visionen von der Passion Christi hat in Bezug auf seine Motivationen und Auswahlkriterien viele Spekulationen hervorgerufen. Debneys ausdrucksstarke, faszinierende Musik zu diesem Film beweist jedoch, dass mit seinen Ohren ganz eindeutig alles in Ordnung ist. --Jerry McCulley
Produktbeschreibungen
The Passion of the Christ. Soundtrack. Musik-CD. AV