Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit internationalen Filmpreisen überhäuft, 21. März 2004
Ich habe diesen wirklich außergewöhnlichen neuseeländischen Film im Kino zwei Mal gesehen, seit dem ersten Mal gehört er zu meinen persönlichen Top 5, meine Antwort auf die berühmte "Inselfrage", was ich mitnehmen wollte, würde also zweifelsohne lauten: Unbedingt "Whale Rider"! Das liegt zum einen an der Geschichte selbst, die im Grunde eine uralte und deshalb universelle ist. Ein Maori-Mädchen, das bei seinen Großeltern aufwächst, kämpft um die Liebe und Anerkennung seines Großvaters, der sie als seine künftige Nachfolgerin als Stammesführerin nicht akzeptieren kann. In seiner Verblendung vermag der Großvater nicht zu erkennen, daß gerade seine Enkelin die einzige ist, die imstande sein wird, die alten Traditionen zu bewahren und am Leben zu erhalten; erst ein tragisches Ereignis bewegt ihn zur Erkenntnis, daß Pai, seine Enkeltochter, die einzig legitime spätere Anführerin seines Volkes ist. Die Protagonistin dieses Streifens, Keisha Castle-Hughes, wurde für ihre schauspielerische Leistung dieses Jahr durch die Nominierung für den "Oscar" als beste weibliche Hauptdarstellerin geehrt. Sie spielt das Mädchen Pai mit einer Intensität und Subtilität, die man einer Elfjährigen niemals zugetraut hätte. Stellvertretend sei an dieser Stelle die Szene erwähnt, in der sie zur Einweihungsfeier der durch Koro, den Großvater, gegründeten Schule erscheint und sich in die erste Reihe setzt. Koro fordert sie auf, sich als Mädchen in die letzte Reihe zu setzen, sie jedoch bleibt an ihrem Platz und blickt Koro mit einem Ausdruck an, der sowohl Angst als auch Trotz verrät. Allein Castle-Hughes' Spiel an dieser Stelle, das ist schon darstellerische Kunst, und wenngleich die anderen Schauspieler, in ihrer Heimat allesamt bekannt, ebenfalls hinreißend agieren, so kann man sich doch des Gefühls nicht erwehren, daß Keisha Castle-Hughes den ganzen Film auf ihren jungen Schultern trägt. Bei einer neuseeländischen Produktion erübrigt sich es fast zu erwähnen, daß die Landschaftsaufnahmen von atemberaubender Wucht sind, niemals jedoch zum Selbstzweck geraten. Ich kann diese DVD jedem, der "leise" Filme liebt, nur allerwärmstens ans Herz legen, das Alter des Zuschauers spielt hier tatsächlich überhaupt keine Rolle, so daß die Kategorisierung "ein Film für die ganze Familie" hier ausnahmsweise einmal vollkommen zutrifft.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"You don't mess around with sacred things!" ... doch Traditionen können sich ändern, 31. Juli 2008
Regisseurin Niki Caro, selbst eine weiße Neuseeländerin, verfilmte diese bewegende Geschichte über Heldentum, Emanzipation und Freiheit, die der Maori Witi Ihamaera 1987, basierend auf einer tausend Jahre alte Überlieferung seines Stammes, während eines Aufenthalts in New York für seine eigenen Töchter geschrieben hatte, da sich diese endlich einmal eine Heldin gewünscht hatten.
Mit märchenhafter und träumerischer Sicherheit und einem überwältigenden Charisma seiner Darsteller präsentiert der Film die Auseinandersetzung des Maori-Stammes mit ihren Legenden und Symbolen als ein "vielschichtigen, elegischen Versuch, das mythologische Gedankengut der Ureinwohner Neuseelands mit klassischem Generationen- und Traditionskonflikt zu paaren".
Aus der anfangs, gleichsam in eine überwältigende Schönheit der Natur aquarellierten Realität entwickeln sich unter dem mystischen Zauber der neuseeländischen Kultur und Landschaft märchenhaft und auf berührende Weise gleich einer Parabel die Ambitionen und Träume einer neuen Wirklichkeit und Universalität.
... eine sehenswerte Poesie transzendentalen Relationen über einen einfach Konflikt mit stillen Bildern von überwältigenden Farben
Besetzung
* Keisha Castle-Hughes : Paikea
* Rawiri Paratene : Koro
* Vicky Haughton : Nanny Flowers
* Cliff Curtis : Porourangi
* Grant Roa : Uncle Rawiri
* Mana Taumaunu : Hemi
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50 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein ausgezeichneter Film, voller Tiefe und Wunder, 25. Februar 2004
Um diesen ausgezeichneten Film beschreiben zu können, und ihm seiner Größe gerecht zu werden, braucht mann/frau schon das Profil eines Ernest Hemingway oder Homers. So bitte ich um Verständnis, wenn ich es versuche und mutig genug bin, mit meinem begrenzten Wortschatz diesem besonderen Film gerecht zu werden. „Whale Ryder" erzählt eine Geschichte eines Mädchen mit Namen aus unserer Zeit, das wahrlich positive Menschenführung besitzt. Und glücklicherweise ist unsere Zeit auch endlich reif, um solche Fähigkeiten auch Frauen zugestehen...... Die "Bilder-Geschichte" erzählt von einem Mädchen, das als Zwilling eines Häuptlingssohnes der Ureinwohner irgendwo in Neuseeland geboren wird. Doch bei der Geburt stirbt Mutter und ihr Zwillingsbruder. Der harterzogene Großvater und Stammeshäuptling erwartete sehnlichst seinen männlichen Nachfolger, und er sieht das Mädchen, das diese Geburtstragödie überlebt, als Überbringer böser Omen. Eigentlich will er seine Enkeltochter weggeben, doch glücklicherweise interveniert die liebevolle & großherzige Großmutter. Der Vater des Kindes flüchtet aus dem Dorf und überäßt das Schicksal seiner Tochter seinen Eltern. Doch immer mehr wächst selbst dem Großvater dieses tolle, weise und mutige Mädchen ans Herz, auch wenn er es nicht zeigt oder zu zeigen vermag. Nun wird es Zeit, dass Großvater/Stammeshäuptling sein Wissen und die Traditionen seiner Vorväter weitergibt an die kommende Generation. Er beginnt die Erstgeborenen/männlichen Jungs des Dorfes zu trainieren, und schließt traditionsgemäß Mädchen aus der Ausbildung aus, obwohl man jetzt schon spürt und weiß, seine Enkeltochter Pai (die zwölfjährige Pai wird von Keisha Castle-Hughes gespielt) ist die richtige für die große Aufgabe das Wissen zu hüten, es zu verkörpern und den Stamm gerecht und edel zu führen. Die Wale sind für das Volk der Neuseeländer die Verbindung zu der Welt der Ahnen und symbolisieren die Macht und Intelligenz der Natur. Es wird erzählt, dass der erste Mensch auf einem Wal "reitend" zu ihrer Insel kam, um den Stamm gründete. So ist verständlich, dass diese Menschen eine besondere und tiefe Verbindung zu diesen besonderen (Lebe)Wesen haben. Auch wenn das Mädchen offiziell nicht an der Ausbildung der Häuptlingsanwärter teilnehmen darf, ihr Onkel väterlicherseits bildet sie in der traditionellen Kampfkunst aus, uns sie ist richt gut darin. Ihr Mut und Intelligenz ist außerordentlich und zeichnet sie zum/r wahren "Führer/in" aus.....Sie ruft mit ihren geistigen/angeborenen Fähigkeiten die Wale herbei, doch sie stranden. Alle Schuld für das Drama, wirft ihr der Großvater vor; das Dorf versucht diese "geheimnisvollen Wesen" aus der Tiefe des "Urmeeres"/die Tiefe des Urgeistes zu retten. Die Flut lässt auf sich warten, alle Versuche sie zu retten, gehen schief, denn die Leitmutter der Wale selbst ist gestrandet. Doch keiner sieht, wie das Mädchen auf den Wal steigt und als die Flut kommt ihm zuredet und der Wal wieder Lebenswillen bekommt und losschwimmt. Es folgen die anderen Wale. Großmutter ruft, wo ist meine geliebte ......, alle sehen, wie ganz weit schon in der Ferne der Leitwal und das Mädchen auf ihm, im Meer dem weiten Horizont entgegen „davongleiten"........ Es wird Zeit, dass die Welt erkennt, Frauen sind stark und absolut fähig gute, starke und sorgsame Menschenführer ein können, vielleicht besser als der Beste unter den Männer. Sind sie nicht wirklich das starke Geschlecht. P.S. Das hat ein Mann geschrieben & der sich daran erfreut, dass Frauen endlich den Respekt bekommen, der ihrem Wesen und wahren inneren Stärke auch gerecht wird. Nur nebenbei, die alte Indische Hochkultur sieht schon immer die Frau als die "stärkste und intelligenteste" Shakti/Energie im ganzen Kosmos an. Ganz hätte ich es vergessen, die vielen Auszeichnungen, die der Film bekam, sind mehr als gerechtfertigt. 10 Punkte hätte ich eigentlich zu vergeben.
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