Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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42 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sie wollen die Welt verändern, Bobby? Verändern Sie meine!, 14. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Scheinbar kaltschnäuziger, nur auf seinen Vorteil bedachter Amerikaner, in einer exotischen Stadt inmitten einer Zeit politischer Unruhen heimisch, verliebt sich in eine schöne Frau, die mit einem Widerstandskämpfer verheiratet ist, und riskiert alles für sie. Klingt bekannt, oder? Allerdings wird man weder "Casablanca" noch "Havanna" gerecht, wenn man die beiden Filme vergleichen will. Ok, ok... "Havanna" ist ebenfalls gespickt mit zitier-reifen, bedeutungsschwangeren Sätzen, Redford's Schlußsatz hätte auch "Uns bleibt immer noch Havanna!" sein können und Lena Olin ist Schwedin wie Ingrid Bergman, ABER:"Havanna" ist kein zeitgenössischer Film ("Casablanca" wurde 1942 gedreht und spielt auch in genau der Zeit), sondern ist von 1990 und beschränkt sich auf den kurzen Zeitraum vom 24.12.1958 bis zum 1.1.1959 als General Batista von Kuba floh und Fidel Castro die Macht übernahm. Vor diesem Hintergrund mit all seinen Wirren und dem gefährlichen Tanz auf dem Vulkan spielt die Liebesgeschichte, die uns von dem kongenialen Regisseur/Schauspieler-Team Sydney Pollack/Robert Redford (u. a. "So wie wir waren", "Der elektrische Reiter", "Jenseits von Afrika") zusammen mit der geheimnisvollen Schönheit Lena Olin erzählt wird. Die Kritiker waren zum großen Teil begeistert, aber warum der Film beim Publikum durchgefallen ist, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben: Wen interessiert es schon, ob Robert Redford jung oder alt aussieht? Hey! Es ist Robert Redford! - Und genau das muß auch Lena Olin gedacht haben, als sie sich ihn aussuchte, um ihm den Autotausch auf der Fähre von Key West nach Havanna anzubieten. Eigentlich hat der der Film das Zeug zum Klassiker. Dem Detail-versessenen Regisseur Sydney Pollack ist es wieder einmal (wie in "Jenseits von Afrika" und "So wie wir waren") gelungen, die Atmosphäre einer längst vergangenen Zeit lebendig werden zu lassen und "nebenbei" eine bewegende, aber nie ins Kitschige abgleitende Liebesgeschichte zu erzählen. Man hat übrigens genügend Zeit, sich auf die Geschichte(n) einzulassen: Der Film dauert 139 min. Wann immer Redford und Olin zusammen auf der Leinwand/dem Bildschirm zu sehen sind, knistert es gewaltig! Die weitere Besetzung ist ebenfalls makellos. Erwähnt seien hier besonders Alan Arkin als fatalistischer Casino-Besitzer und Raul Julia als Lena Olin's charismatischer Mann. Bevor ich's vergesse: Der Soundtrack ist mindestens so bemerkenswert wie die Besetzung! Die DVD hat zwar ein Making-of als Zusatzausstattung, dieses ist aber leider viel zu kurz und die anderen Boni sind nicht wirklich erwähnenswert. Der Film ist absolut sehenswert und wird hier wärmstens empfohlen!
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
...wenn Liebe über Spiel und Politik steht ändert sich der Mensch, 15. April 2008
In dieser gelungenen, stimmungsvoll klassischen Zeichnung Havannas Ende der 50er des letzten Jhds mit seinen, wundervoll gefilmten changierenden und farbenprächtigen Reizen gewachsener Urbanität, sich immer wieder wohltuend abhebend von Uniformität und Unpersönlichkeit einer oft sinnentleerten, modernen Designer- und Architektenwelt, ist es, bei einem eher durchschnittlichem Drehbuch, vor allem Robert Redford als Pokerspieler Jack Weil mit seiner spielerischen Glanzleistung, der in diesem ergreifenden Melodram vor dem Hintergrund der kubanischen Revolution unter der Führung von Fidel und Raúl Castro, Camilo Cienfuegos und dem Argentinier Ernesto Che Guevara, die den damaligen kubanischen Diktator Fulgencio Batista 1959 stürzten, der Stimme seines Herzens folgend den bewegenden, roten Faden zieht.
...ein wohltuend geschmücktes Liebesabenteuer mit traditionellem Beiwerk und einer Prise Politik, in dem ein Mensch durch die Liebe mutiert und die Sehnsucht bleibt.
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mein Lieblingsfilm! , 12. März 2008
Die Filmhandlung spielt in Kuba 1958 /59. Havanna ist zu diesem Zeitpunkt die Spielhölle und das Riesenbordell der Amerikaner. Die kubanischen Großgrundbesitzer beuten unter der Herrschaft Batistas das Land aus. Die Armut der Bevölkerung steht in krassem Gegensatz zum Treiben der Amerikaner in Kuba, das im Film facettenreich gezeigt wird.
Junge Mädchen prostituieren sich, um nicht zu verhungern. Dies ist das Klima , das die Revolution herbeiführt.
Der amerikanische Berufsspieler Jack Weil ( Robert Redford) hält sich oft in Havanna in den dortigen Spielhöllen auf um zu pokern. Er ist ein sehr erfahrener, lebenstüchtiger Mann mit guter Beobachtungsgabe, der sich bewusst aus der Politik heraushält.
Auf der Fähre von Key West nach Havanna kommt die schöne Roberta ( Lena Olin) auf ihn zu und bittet ihn gegen Geld ihr Auto durch den Zoll zu schleusen. Es stellt sich heraus, dass sich im Wagen Funkgeräte befinden, die sie illegal nach Kuba einführen möchte. Jack übernimmt den Auftrag, weil er von der Schönheit dieser Frau fasziniert ist und ihr nichts abschlagen möchte. Das Geld nimmt er letztlich nicht an. Wie sich herausstellt ist Roberta die Ehefrau des Arztes und Revolutionärs Arturo Duran ( Raul Julia), der obgleich er aus sehr reichem Elternhaus stammt, an der Seite Castros für menschenwürdigere Verhältnisse in Kuba kämpft.
Arturo versucht Jack zu überreden ebenfalls politisch aktiv zu werden, doch dieser lehnt ab.
Als er wenige Stunden später liest, dass Arturo von Bastistas Leuten ermordet und Roberta verhaftet wurde, engagiert sich Jack für ihre Freilassung.
Er setzt alles daran Roberta frei zu bekommen, denn er hat sich in diese Frau unsterblich verliebt. Man sieht, wie die Schergen Roberta foltern, um Namen von Widerständlern in Erfahrung zu bringen. Doch Roberta bleibt standhaft.
Jack gelingt es schließlich sie durch Bestechung frei zu bekommen und versucht sie außer Landes zu schaffen. Er weiß, Roberta ist in großer Gefahr.
Roberta und Jack sind voneinander angezogen, kommen sich körperlich auch sehr nahe und möchten in der USA gemeinsam ein neues Leben beginnen. Doch da erfährt Jack , dass Arturo noch am Leben ist und entscheidet sich den Ehemann Robertas aus selbstloser Liebe zu der Frau seines Herzens zu retten...
Ein wunderbarer Film mit exzellenten Dialogen, einer beeindruckenden Kamaraarbeit und einem unvergesslichen Soundtrack mit supererotischen, kubanischen Klängen.
Redford spielt wie immer brillant. Es ist eine seiner besten Rollen. Die Magie, die von diesem Mann ausgeht, ist fühlbar, aber kaum zu erklären. Redfords Ausstrahlung ist unwiderstehlich!
Die Bild- und Tonqualität sind bestens!
Empfehlenswert!
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