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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intelligentes Drama zu napoleonischen Zeiten, 4. April 2003
Das, auf Joseph Conrads "The Point of Honour" basierende Spielfilmdebüt von Ridley Scott, erzählt von zwei Husarenoffizieren der französischen Armee, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts wegen einer Lappalie zu Todfeinden werden. Harvey Keitel als "Feraud", berüchtigter Hitzkopf und Sieger zahlreicher Zweikämpfe, benutzt einen angeblichen Affront durch Keith Carradine als "D'Hubert" um ihn zu einem Duell fordern zu können. Dieses Duell endet allerdings nicht so eindeutig wie von "Feraud" erwartet. Daher kommt es in den darauf folgenden Jahren, in denen jeder der Beiden während der napoleonischen Feldzüge seine individuellen Erfolge und Niederlagen durchlebt, immer wieder zum Zweikampf. Obwohl es scheint, als müsse der Konflikt in alle Ewigkeit ausgetragen werden, findet er nach 16 Jahren ein intelligentes Ende.Der Film besticht ebenso wie die anderen zwei frühen Meisterwerke von Ridley Scott ("Alien" und "Blade Runner") vor allem durch die Authentizität der Ausstattung und eine wundervoll inspirierte Handlung. Von den aufwändigen Uniformen bis zu den grotesken Zöpfen, die seinerzeit bei den selbstverliebt-exzentrischen jungen Offizieren der leichten Kavallerie in Mode waren. Es stimmt praktisch jedes Detail. Und nicht zuletzt diese Akribie liess auch dieses Werk von Scott schnell zum Kultfilm avancieren. Die Tatsache, dass es dem Regisseur schon bei seinem ersten Spielfilm gelungen war, neben einer Vielzahl relativ neuer Gesichter, die hervorragenden Edward Fox und Albert Finney für Nebenrollen zu gewinnen, macht den Streifen nur noch wertvoller. Wenn Ihnen die anektdotenhaften Werke Akira Kurosawas (z.B. "Rashomon" oder "Yojimbo") gefallen, denen dieser Film etwas ähnelt, dann möchten Sie wahrscheinlich auch die DVD haben. Falls sie aber von "Rid" bisher nur "Gladiator", "Hannibal" oder "Black Hawk Down" kennen, rate ich eher zum vorherigen Ausleihen. Der Stil seiner heutigen Arbeiten unterscheidet sich, vielleicht bedingt durch seine Tätigkeit als Werbefilm-Regisseur (der bekannte Spot zur Einführung des Apple Macintosh 1984 war von ihm), doch sehr von seinen ersten drei Spielfilmen.
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