Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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73 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Völlig überschätzter Film, 5. August 2005
Von Ein Kunde
Auch nach mehrmaligem Anschauen, kann ich nicht begreifen, was an diesem Film so toll sein soll. Abgesehen von einer Sache: Der Landung in der Normandie am Anfang des Films! Gut, einige Sachen sind nicht 100% realistisch, so z.B. die Tatsache, dass den Alliierten am Omaha Sektor in Wirklichkeit erst mit der 3. Angriffswelle der Durchbruch gelang. Eigentlich hätten also schon massenweise Tote am Strand liegen müssen, als sich für Tom Hanks die Luken öffnen. Ausserdem wird nichts von der riesigen Schiffsflotte gezeigt, die die deutschen Verteidiger stundenlang unter Artilleriefeuer nahm. Das war in "Der längste Tag" besser dargestellt. Aber was die Erstürmung des Strandabschnitts betrifft, so ist es das realste Stück Kriegsfilm, das ich bisher sah. Grandios! Man spürt förmlich die Todesangst der unter Dauerfeuer liegenden Soldaten. Vorrücken ist Selbstmord. Dableiben ist Selbstmord. Zurück ins Wasser wäre ebenfalls Selbstmord. Diese Stelle des Films zeigt den Krieg, wie er wirklich gewesen sein muss. Brutalster Horror für alle Beteiligten. Wenn der Film auch nur 10% des Realitätsgrades der Anfangsszene behalten hätte, würde ich ihm mindestens 4 Sterne geben. Aber was nach dieser Szene kommt, ist nichts als billigster Ami-Pathos-Kitsch, der mit der Realität aber auch gar nichts zu tun hat. Die Deutschen sind charakterlose, dumme Schießbudenfiguren, die nichts zu tun haben, als scharenweise ins Gewehrfeuer unserer Superhelden zu rennen. Warum müssen sich die Amis immer so darstellen? Dasselbe Muster zieht sich durch fast alle Vietnam-Filme. Müssen sie etwas kompensieren? In amerikansischen Kinos wurde jedenfalls bei jedem abgeschossenen Deutschen in Saving Private Ryan gejubelt und wenn ich mir die Darstellung der kurzgeschorenen Krauts anschaue, ist das auch durchaus verständlich.Die Deutschen sind nämlich nicht nur dumm und feige in diesem Film, sie sind vor allem äußerst hinterhältig und gemein. (Beispiel: Tom Hanks gibt die Order einen gefangenen Deutschen (der sich vor Angst natürlich in die Hosen macht, ein Ami wäre da tapferer) freizulassen, anstatt ihn zu erschießen. Natürlich ist es genau dieser Soldat, der den guten Tom am Ende des Films feige abknallt. (Wenn man schon einem Deutschen hilft...) Dafür wird der Deutsche natürlich ebenfalls erschossen. Er hätte sich eben wie versprochen der nächsten Ami-Einheit ergeben müssen. Dass er dazu aber erst durch die deutschen Lininen gemusst hätte (Hanks Trupp operiert ja hinter der Front), stört dabei wohl keinen. Er hätte also der deutschen Einheit sagen müssen: Tut mir leid, ich kann nicht bei euch bleiben, ich habe den Amis da hinten nämlich versprochen, mich den Aliierten zu ergeben. Tschüssi! Dafür hätte wohl jeder Verständnis gehabt. ;-) Was man sonst bei diesem Film lernt: Die Waffen SS war eine Idiotentruppe, die es nichtmal in Kompaniestärke schafft, einem Dutzend Ami-Helden beizukommen. Deutsche Panzer haben im Gefecht das Turmluk vorzugsweise offen, MG's dürfen auf vorbeirennende Amis nicht angewendet werden. Die Panzer selbst knackt man am besten, indem man ihnen mit alten Socken die Ketten wegsprengt. Sturmgeschütze (im Film sollen das Panther-Panzer sein) können dafür ihre Kanonen fast im 90% Winkel bewegen, um in Kirchtürmen verschanzte Sniper zu erwischen. (Womit sollte man diese Superhelden aus Stahl auch sonst töten?) Deutsche Handgranaten sind nur dazu gebaut worden, um von tapferen Amis zurückgeschmissen zu werden. Dass die reale Zündverzögerung ein solches Unterfangen sinnlos gemacht hätte, interessiert bei soviel Schwachsinn eh keinen... Wenn sich tapfere GI's mit einem MG verschanzen, haben sofort mindestens ein Dutzend Wehrmachtssoldaten anzutreten, um sinnlose Befehle schreiend, ins Feuer zu laufen. (Sollten sogar Amis mal nachladen müssen, hat man natürlich solange zu warten.) Ich frag mich wirklich, wie diese idiotischen Krauts den Weg nach Frankreich überhaupt gefunden haben und wie schlecht die anderen Armeen Europas wohl sein müssen, um von denen geschlagen worden zu sein. Am Ende des Films flattert natürlich der Sternenbanner über den Bildschirm, nachdem Ryan brav vor'm Grab des toten Captain salutiert hat. Spielberg sollte sich wirklich besser wieder an E.T. oder seine Dinos halten, anstatt ein Machwerk wie dieses abzuliefern. Wer einen wirklich guten Kriegsfilm sucht, sollte sich lieber Filme wie "Im Westen nichts Neues" anschauen. Warum Der Soldat James Ryan von einigen Leuten als realistisch bezeichnet wird, ist mir jedoch völlig unverständlich.
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81 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
die erste hälfte ist gut, 13. November 2004
Von Ein Kunde
rein technisch versteht sich der soldat james ryan zweifellos als einer der besten kriegsfilme die überhaupt gedreht wurden. die kameraführung und die sound-technik kann man einfach nur als mitreissend bezeichnen.aber ist dieser film ein antikriegsfilm? die erste 3/4 stunde könnte man dies annhemen, werden doch bei der landung am d-day die schrecken des kriegs vor augengeführt. man bekommt regelrecht selber angst wie es ist, aus einem landungsboot an land gehn zu müssen. ja, krieg ist schrecklich. und was kommt danach? ich traute meinen augen kaum, der patriotismus schnellt von 0 auf 100 in die höhe, deutsche werden als kanonenfutter verheizt (und das soll auch gut so sein will uns der film vermitteln), ein deutscher gefangener fleht um sein leben, er fände amerika "das land der indianer und cowboys" ja so klasse und eine kleine gruppe von amis baut in a-team manier bomben aus socken und schmierfett und kämpft tapfer und abenteuerlustig gegen eine überzahl deutscher panzer. aua, so viel dummheit tut weh. in den krieg zieht niemanden gerne, vielleicht hätte herr spielberg auch mal briefe meines grossvaters von der front lesen sollen. dann wäre ihm vielleicht klar geworden, dass krieg eine absurdität des menschseins ist, nicht die eines einzigen volkes....
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57 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gut und Böse sauber getrennt., 14. März 2003
Ich muß zugeben, als ich „Der Soldat James Ryan" das erste mal im Kino sah war ich beeindruckt von der Intensität dieses Films. Die ersten 30 Minuten sind wohl das heftigste was bisher an Kriegsfilm auf Leinwand gezeigt wurde. Der Schrecken des Krieges wird beeindruckend real dargestellt. Wäre wohl mal sinnvoll Kriegstreiber wie jetzt im März 2003, die Herren Bush und Blair in die erste Reihe zu stellen und abzuwarten ob Sie immer noch so „geil" auf Krieg sind. Jedes Tier ist vernünftiger als der Mensch, den da haben es anscheinend viele noch nicht kapiert das Krieg nie zu was gutem führt. Guter Krieg bedeutet Frieden. Jedenfalls finde ich diese Eröffnungsequenz einmalig in der Filmgeschichte und abschreckend genug. Was allerdings danach folgt ist, wenn man sich das Ganze mal genauer überlegt, nur zu typisch für das Hollywoodkino der Gegenwart. Die Mission des Films ist eigentlich nur als hirnrissig zu bezeichnen, den kein Verantwortlicher in einem Krieg kümmert sich einen Dreck darum wenn drei Brüder gefallen sind und ein Vierter sich noch im Kriegsgeschehen befindet. Was natürlich mich als Deutschen am meisten aufstößt ist die wirklich sehr eindeutige Unterscheidung von Gut und Böse. Die deutschen müssen anscheinend in Hollywoodfilmen grundsätzlich einmal schlecht, gemein und böse sein. Im Gegensatz dazu sind alle U.S. Soladten in diesem Fim loyale und patriotische Kämpfer für Ihr Vaterland. Spannend ist der Film allemal, aber mit dem Realismus nimmt er es halt nicht so genau mit Außnahme der Anfangs. Die Bilder des Films und auch die Effekte sind beindruckend aber warum in Gottes Namen sind alle Deutschen immer nur so böse. Auch jetzt nach 60 Jahren wird darauf herumgehackt das wir für diesen sinnlosen Krieg verantwortlich waren, statt im ach so netten USA mal die Augen zu öffnen um zu sehen das man die selbe „Persönlichkeit" zum Präsidenten gewählt hat der uns das eingebrockt hat. Die DVD selbst ist wirklich gut gelungen. Auf der Bonus DVD befinden sich sehr interessante Extras und die Bild- und vor allem Tonqualität bringen den Schrecken des Krieges direkt ins Wohnzimmer. Der Schrecken des Krieges kommt meiner Meinung nach am besten in zwei deutschen Kriegsfilmen daher. Mit „Das Boot" und auch mit „Stalingrad" beweisen die Deutschen das man auch Filme mit Realismus, Intensität und Glaubwürdigkeit zum Thema Krieg machen kann. Wer sich also nur einen spannnenden Kriegsfilm ansehen will, der ist mit „Der Soldat James Ryan" gut bedient, wer aber Wert auf Realismus legt sollte zu deutscher Ware greifen oder auch zu dem Film „Der schmale Grat", welcher doch mehr Wert auf Realität legt.
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