Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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28 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
küchenpsychologische Schmonzette, 28. Juli 2003
Der junge Robbie (Tom Hanks) lernt an der Uni Kate, Daniel und Jay Jay kennen, mit denen er eine große Leidenschaft teilt: Das Fantasy-Rollenspiel Labyrinth der Monster. Natürlich dauert es nicht lang und man beginnt sich regelmäßig zu gemeinsamen Spielrunden zu treffen. Eines Tages hat Jay Jay die Idee, das Spiel in ein „authentisches" Umfeld zu verlegen, nämlich in die Pequod Caverns, einem weitverzweigten Höhlenkomplex. Als Robbie dort während des Spielverlaufs ein „Monster" (d. h. Jay Jay in einem entsprechenden Kostüm) tötet, ist dies eine Art traumatisierendes Schlüsselerlebnis für ihn. In den folgenden Tagen träumt er wiederholt vom Großen Hall, einer gottgleichen Figur, die von ihm verlangt, der Welt den Rücken zu kehren und in seiner (Spiel-)Bestimmung als Heiliger Mann aufzugehen. Robbie identifiziert sich immer mehr mit seiner Rollenspielfigur und verschwindet eines Tages spurlos aus der Universität. Seine drei Freunde, die sich für ihn verantwortlich fühlen, machen sich auf die Suche. Die Spur führt schließlich nach New York, wo die Ereignisse eskalieren... „Was als Spiel begann, endet als Alptraum" - so heißt es zumindest auf dem DVD-Cover. Doch wer Horror- oder Fantasykost erwartet, wird eine herbe Entäuschung erleben, denn ein - wie auch immer geartetes - phantastisches Element ist in diesem Film definitiv nicht vorhanden. Die 1982 entstandene TV-Produktion Mazes & Monsters ist ein Teenager-Melodram, das die üblichen Probleme Heranwachsender in den Mittelpunkt zu stellen versucht: Minderwertigkeitskomplexe, Leistungsdruck, Konflikte mit den elterlichen Vorstellungen und daraus resultierende Weltflucht. Leider funktioniert dies nicht sonderlich gut, was gleichermaßen dem drittklassigen Drehbuch, wie der schwachen Besetzung zuzuschreiben ist. Schon nach der ersten halben Stunde flaut das Geschehen ab und beginnt mit fortschreitender Handlung immer mehr zu langweilen, woran das farblose Schauspiel der Hauptdarsteller auch nichts mehr verbessern kann. Optisch bietet der Film ebenfalls nichts, aber nun gut, lassen wir das bei einer TV-Produktion der frühen 80er Jahre einmal durchgehen... Viel ärgerlicher sind jedoch die allesamt oberflächlich und klischeereich gestrickten Charaktere: Robbie, der unsichere Neurotiker mit Kommunikationsproblemen. Daniel, der Schönling, der aber eigentlich furchtbar einsam ist, weil alle Mädchen Angst vor einem so gutaussehenden Jungen haben etc., etc. Die Eltern der Kids sind allesamt stinkreich, meistens Alkoholiker und fahren mit dicken deutschen Importlimousinen durch die Gegend. Da werden doch Erinnerungen an Dallas wach, nur war's da wesentlich unterhaltsamer... Am ärgerlichsten ist jedoch, daß das Thema Rollenspiel hier als eine Art Metapher für Drogensucht herhalten muß: Die armen jungen Menschen verlieren sich völlig darin, vereinsamen, werden absolut abhängig und verlieren schließlich völlig den Draht zur Realität. "Ist das so?" fragt man sich da als Nicht-Rollenspieler, beantwortet sich die Frage jedoch selbst und kommt zu dem Fazit, daß dieses fade Stück Küchenpsychologie wirklich niemandem zu empfehlen ist - höchstens beinharten Tom Hanks-Fans. Die Bildqualität (Vollbild 4:3) erscheint farblich recht blaß, was bei einer 21 Jahre Fernsehproduktion jedoch kein Wunder ist.; der Ton in DD 2.0 klingt recht ordentlich. Negativ fällt die spartanische Ausstattung der DVD auf: Es gibt nur die deutsch synchronisierte Fassung und auf jegliches Bonusmaterial wurde verzichtet. Eine VHS-Veröffentlichung hätte für diese Schmonzette durchaus gelangt...
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gute Umsetzung, 10. September 2003
Ein gelungener Film zur Rollenspiel-Thematik und vor allem nicht einseitig dargestellt. Man darf hier keinen typischen Hollywood-Film oder gar ein Rollenspiel-Epos erwarten. Der Film gehört definitiv in das Genre "Drama" und ist ein ruhiger Vetrteter seiner Art und daher für manche auch scheinbar langweilig. Das Hauptanliegen des Films liegt in der Charakterstudie der Protagonisten, die das gleiche Hobby teilen. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Er zeigt nicht nur die Gefahren, die für labile Gemüter entstehen können auf, sondern vielmehr auch die positiven Seiten eines Rollenspieladventures. Das einzige was mich gestört hat waren die mangelnden Extras aber da gibt es wichtigeres. Ansonsten ein schöner, ziemlich melancholischer Film mit guten Schauspielern, der dem Zuschauer Raum für seine eigene Meinung lässt.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ruhig und atmosphärisch, 29. August 2006
Offensichtlich hat kaum einer den Film so richtig verstanden. Die wenigern (meist schlechten) Kritiken kommen von unreifen und vorurteilsgeplagten Kiddies die der Meinung sind, das Mission Impossible ein guter Film war. Ich habe fast 20 Jahre lang Rollenspiele gemacht, und kenne keinen ernstzunehmenden Spieler mit meiner Rollenspielerfahrung, der diesen Film nicht irgendwie gut fand. Klar entspricht die Darstellung des Rollenspiels nicht der Realität, und klar ist es keine sauberpolierte Millionenproduktion. Aber wenn man sich die Geschichte auf der Zunge zergehen lassen würde (und das tun die 13-17jährigen halt äußerst selten), dann würde einem auffallen, dass der Film sich im Grunde genomnmen auch über die Verhaltensweisen der "Außenstehenden" lustig macht. Das Spiel macht nicht süchtig, sondern es ist alleine Robbie der die Sache nicht verkraftet. Die anderen Spieler haben einfach aus Leidenschaft und Freude gehandelt. Hätten die Zuschauer ein bisschen besser aufgepasst, dann wäre ihnen auch aufgefallen, dass Robbie schon in frühere Zeit Probleme mit dem Spiel hatte, es sich also um ein persönliches emotionales Problem dieser einen Figur handelt. Es gibt viele Drogen. Manche treiben bis zur Selbstverstümmelung Sport, andere gehen leidenschaftlich gerne aus (und haben auch eine Art Entzugserscheinung wenn mal nichts geht) und wieder andere MÜSSEN sich jedes Spiel ihrer Fußballmannschaft ansehen. Und nur weil die Sucht in diesem Film halt ein Spiel ist (und eine Sucht kann das Rollenspiel in jedem Fall sein!) wird es auf einmal lächerlich.
Der Film ist ruhig und erzählt eine Geschichte... ohne große Explosionen oder Blut und Verderben. Es geht um eine Gruppe Menschen die eine Leidenschaft verbindet. Und eben um einen davon, der mit der Sache nicht richtig umgehen kann. Der Film ist in jedem Fall sehenswert, wenn man nicht dogmatisch Wert auf das "große Kino" legt, und vor allem wenn man nicht denkt dass Hollywood das Maß aller Dinge ist. Der Film ist ruhig und atmosphärisch, nicht laut und reißerisch. Aber man darf allerdings nicht vergessen, dass der Film von 1982 ist, aber damit kommen viele (vor allem jüngere) Zuschauer nicht klar.
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