Aus der Amazon.de-Redaktion
Dornenreich gehören zu den wenigen Bands, die man zwar grob dem Black Metal-Bereich zuordnen kann, die jedoch kapiert haben, dass das ewige Kopieren der nordischen Vorbilder nur zu stilistischen Sackgassen und jeder Menge Langeweile führt. Die Österreicher setzen stattdessen auf eine eher kopflastige Variante des Satansbraten-Sounds. Dazu gehören nicht nur die interpretationsfreudigen Texte, bei denen man schon am Titel erkennt, dass es sich hier nicht um schwarzmetallische Allerweltsprosa handelt, sondern auch die Sounds, die Dornenreich bieten. Nur gelegentlich blitzt ein typisches Black Metal-Inferno auf, ansonsten regiert eine komplexe Stillandschaft, die dem Hörer einiges abverlangt, aber nicht aufgesetzt wirkt und streckenweise überraschend eingängig ins Ohr marschiert. Manche Parts wirken wie eine Light-Version von Eisregen, was
Her von welken Nächten umso interessanter macht.
--Jan Jaedike
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