Aus der Amazon.de-Redaktion
Liebe Susanne Betancor,
mit großem Vergnügen habe ich nach einer erfrischenden Nassrasur deinem Album
Damenbart gelauscht, an einem kühlen Sommernachmittag , wie es ihn nur in Bayern gibt. Und da komme ich gleich in medias res barbatas, wie der Lateiner sagt: alles nämlich wunderbar und sogar pfundig, wie wir im Land der Lederhosen das ausdrücken. Wie du zum Beispiel die Fahrt im Taxi von Köln nach Gelsenkirchen beschreibst, damit wir uns hier im Süden das Ruhrgebiet plastisch-drastisch vorstellen können, auch wie du den Kölner Karnevalssong amüsant niedermachst oder Liebesbriefe aus Bielefeld rezitierst, das ist siebenachtelmegageil. Aber leider ist da noch die Sache mit Bayern. Nix gegen ein schönes Brauchtum, aber eine gewisse Wilgefortis wird laut Bavaria Sancta bei uns weder offen, noch heimlich von Weibern in Scheunen verehrt. Weil mia san mia und treffen uns als echte Mannsbilder, die ganz besonders Herzog Ludwig den Gebarteten verehren, alljährlich in Tuntenhausen und sonst nirgends. Und der Damenbart von der Liesl Karlstadt war bestimmt nicht angeklebt, sondern garantiert echt. Nichtsdestotrotzquam: nix für ungut und ansonsten, wie gesagt, pfundig. Weiter so! Dein
--Carl-Ludwig Reichert