Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein starker Film über Liebe und Hoffnung, 17. August 2002
"Lone Star" wird auf der DVD als packender, unsentimentaler Western-Thriller umschrieben. Dies erklärt den Film jedoch nur oberflächlich. Im Mittelpunkt steht ein Sheriff in einer texanischen "Border Town" zu Mexiko, der den Umständen nachgeht, wie ein aufgefundenes Skelett vor mehr als 30 Jahren zu Tode gekommen ist. Dass die Krimigeschichte nicht wirklich wichtig ist, zeigt sich daran, dass der Sheriff, gespielt von Chris Cooper (American Beauty), eher lustlos agiert und somit einen klassischen Antihelden darstellt. Der Film handelt von verschiedenen Personen, deren Schicksal miteinander verknüpft ist. Je länger der Sheriff im Trüben der Vergangenheit fischt, je mehr werden die Zusammenhänge in der Gegenwart erkennbar, je mehr erklärt sich ihr heutiges Handeln. In "Lone Star" geht es vor allem auch um Liebe: Liebe zwischen Vater und Sohn, Mann und Frau. Der Glaube an die Liebe gibt Hoffnung, da so die düstere Vergangenheit und verpasste Chancen hinter sich gelassen werden können und ein Neuanfang gemacht werden kann. Schliesslich sei noch auf den Kurzauftritt von Frances McDormand als durchgeknallte Ex-Frau des Sheriffs hingewiesen, der wirklich herrlich ist.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
the real Texas, 19. März 2004
Von Ein Kunde
Lone Star ist eine echte Perle unter den älteren Filmen. Er ist zu einer Zeit entstanden, als es in den USA noch alles andere als "political correct" war, die Probleme offen beim Namen zu nennen, die in den zahllosen kleinen Städtchen im Nirgendwo an der texanisch-mexikanischen Grenze existieren. Der Film hat nur einen einzigen Haken: Die Beschreibung auf DVD ("packender, unsentimentaler Western-Thriller") trifft den Inhalt nur sehr bedingt. Wer sich auf die ruhige Stimmung einlassen will, darf nicht auf irgendwelche Schwarzenegger-Action hoffen, sondern muss mehreren Handlungssträngen der Gegenwart und der Vergangenheit bis ins Detail folgen. Auch die üblichen Superhelden sucht man vergebens, sondern findet überall nur ganz normale Menschen, die sich mehr oder weniger erfolgreich mit ihren Alltagsproblemen herumschlagen. So auch der Sheriff, der ebenso wie der Zuschauer den Eindruck nicht los wird, dass alle wissen was einst geschehen ist, es ihm gegenüber aber niemand andeutet geschweige denn tatsächlich sagt. Also muss er das Puzzle auf eigene Faust lösen. Aber ob ihm das wirklich gelingen kann? Aus dieser Frage bezieht der Film seine eigentliche Spannung. Wer atmoshpärisch dichte und stimmige Filme mag, liegt bei Lone Star richtig. Und es wird ihn nicht verwundern, dass die gnadenlos gut besetzten Charaktere ihre Schwierigkeiten manchmal auf ebenso menschliche wie ungewöhnliche Weise aus dem Weg räumen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rassismus und Toleranz, 26. März 2004
Das sind die Themen von "Lone Star". Dabei wird gezeigt, dass beides lernbar ist und oft falsch verstanden wird. Die Atmosphäre des Films entspricht genau dem heissen Texas, nahe der mexikanischen Grenze, wo verschiedene Kulturen aufeinander prallen. Besonders faszinierend ist, dass der Film in zwei Zeitebenen spielt, die fliessend (also ohne Schnitte) ineinander übergehen. Alle Rollen sind perfekt besetzt, Kamera und Soundtrack unterstreichen die Handlung und setzen manchmal auch wirkungsvolle Kontrapunkte. Alles in allem ein Film, der die Intelligenz der Zuschauer nicht beleidigt, sondern herausfordert.
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