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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein musikalisches Meisterwerk, 31. Oktober 2005
Gute Filmmusik sollte die Handlung des Films begleitend unterstützen und sowohl Emotionen transportieren und verstärken, als auch die Atmosphäre anreichern. Dem gebürtigen Frankfurter (am Main) Hans (Peter) Zimmer ist es mit seinem Soundtrack zum Film "Gladiator" gelungen, einen einmaligen und bombastischen Soundtrack zu komponieren, ohne den der Film nicht das wäre, was er ist: Eine grandiose Mixtur aus Action und Geschichte. Eine gelungene und unterhaltende Verschmelzung aus Fiktion und römischer Geschichte. Die Geschichte des Tribuns Maximus Decimus Meridius, dessen Familie auf Befehl des Kaisersohns und Kaisermörders Comodus geschändet und grausam ermordet wird, der zum Sklaven und dann zum Gladiator wird, die Bürger Roms für sich gewinnt und letztlich das Reich von seinem psychopathischen Tyrannen befreit.Wer den Film gesehen hat und den Soundtrack hört, sieht gleichsam die jeweiligen Szenen vor dem geistigen Auge vorbeiziehen - so eng verbandelt, so gewaltig ist der Soundtrack. Das bekannteste Stück des Soundtracks ist wohl "Now We Are Free" - wer daran denkt, wie Maximus wieder mit seiner auf Befehl des Comodus geschändeten und ermordeten Familie vereint wird, nachdem er den psychopathischen und tyrannischen Herrscher in einem letzten Kraftakt besiegt hat, dem wird bei diesem Stück eine Gänsehaut den Rücken hinauf laufen. Die unvergleichliche Stimme und Gesangsleistung der Lisa Gerrard (Dead can Dance), die auch aktiv an den Arrangements mitgearbeitet hat und das meisterhafte Können des Duduk-Spielers Djivan Gasparyan (z.B. in "To Zuccabar") erzeugen zusammen mit der Orchester-/Synthie-/Ethnomixtur von Hans Zimmer einen unvergleichlichen, meisterhaften Soundtrack. Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Als Randbemerkung sei erlaubt, dass die Arrangements nicht sehr komplex erscheinen mögen und das auch nicht sind. Das ist aber völlig unwichtig, da sie ja keine Chartbreaker sein sollen, sondern einen hervorragenden Film mit meisterhaften Bildern veredeln und unterstützen sollen. Das ist Hans Zimmer so gut gelungen, dass der Soundtrack auf dieser CD, der ein Extrakt der wichtigsten Themen des Films nahtlos ineinander übergehend (nicht in originaler Reihenfolge) enthält gleichsam den Film vor dem gesitigen Auge ablaufen lässt. Viele der Themen sind einfühlsam, emotional und zum Teil auf gewaltig und bombastisch - einer Oper gleich. Ein fantastisches Meisterwerk. Hans Zimmer hat selbst jede "klassische" Musikausbildung verweigert und stattdessen kreativ gearbeitet. Früh hat er begonnen, Synthesizer mit Orchestern zu komponieren und Ethno-Elemente in seiner Arrangements einfließen zu lassen. Das hat ihm nicht immer Sympathien seiner Kollegen eingebracht, letztlich aber eine wohltuende Abwechslung zu den ewig gleichen Orchester-Soundtracks oder den abartig ätzenden Rap-/Hip-Hop-/Soul-Soundtracks gebracht, die in Filemen wie "The Last Samurai", "Armageddon" und anderen Filmen zu einem musikalischen Spitzenerlebnis geführt hat. Daumen hoch!
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