Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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139 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr bewegend, 13. September 2002
Ich habe selten einen Film gesehen, der so erschreckend, realitätsnah, brutal und doch rührend zugleich ist. Hierbei geht es um ein brisantes Thema. Der "Held" dieser Geschichte -Derek- ist ein Rassist, für den Hass und Gewalt zum Alltag gehören. Und auch genau das ist es, was ihn letztendlich ins Gefängnis bringt, da er, blind vor Wut, zwei Schwarze ermordet. Im Gefängnis beginnt er jedoch, die wahren Werte einer echten Freundschaft zu erkennen und zu schätzen, und schließlich sieht er ein, dass sein bisheriger Weg im Leben falsch war, und dass Hass nur Ballast ist. Man bekommt ganz genau zu sehen, wie Derek immer mehr seiner alten Einstellung und Lebensweise abschwört. Dies alles wird überaus beeindruckend von Edward Norton dargestellt, der schon mit "Zwielicht" beweisen konnte, dass er ein weltklasse Schauspieler ist, für den scheinbar keine Herausforderung zu groß ist. Edward Norton ist meiner Meinung nach einfach ein As. Nachdem ich "American History X" gesehen hatte, blieb ich erstmal eine halbe Stunde ruhig sitzen und dachte über alles nach. Und Filme, die einen dermaßen zum Nachdenken anregen, gibt es heutzutage leider viel zu selten. Niemand, den ich kenne, der diesen Film gesehen hat, wurde enttäuscht. Und ich bin mir sicher, dass dies auch so bleiben wird.
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70 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wirklich tiefer Film mit einer Botschaft, 25. Mai 2005
Ich habe diesen Film erst jetzt gesehen und fand ihn fantastisch, obwohl er nicht immer sehr realistisch ist wie manche Kritiker hier feststellen. Das betrifft das Ende des Films und die vielen kleinen Ungereimtheiten, in denen Derek mit dem blauen Auge davonkommt. Mir sind diese Stellen aber nicht sehr wichtig gewesen, weil mir die Botschaft dahinter viel interessanter erscheint. Über den Inhalt wurde schon sehr viel geschrieben, so dass ich dies nicht wiederholen möchte. Dieser Film strahlt trotz der Gewaltwelt, in der er handelt, viel Hoffnung aus. Die tiefe Botschaft heißt: Gegen den Strom schwimmen, wenn du erkennst, dass du auf die schiefe Bahn gekommen bist. Du kannst immer etwas ändern - es ist nie zu spät.Auch bei diesem heiklen Thema ist eine gute Umsetzung des Stoffes gelungen ohne in Klischees und Moralpredigten abzugleiten Sollte man gesehen haben.
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89 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wertvoller Film!, 12. Juli 2005
Vielerorts wurde kritisiert, dass durch die recht plausible und logische Argumentation rechtsradikaler Politik, der Rechtsextremismus gefördert werden könnte. Das sehe ich nicht so. Es war in diesem Film notwendig, den Zuschauer vor radikale Fakten zu stellen, denn nur so konnte realistisch gezeigt werden, wie Menschen manipuliert werden. Auf diese Weise kann der Zuschauer das Milieu nachvollziehen und leicht verstehen, warum die Gewalt immer eskalieren muss. Durch vermehrte Unzufriedenheit und die Leere im Inneren durch mangelnde Werte verbreiten sich im Leben minderwertige menschliche Qualitäten wie Wut, Zerstörungslust und Intoleranz aus. Der Rechtsextremismus benutzt diese Wut, um sie durch plausibel erscheinende Argumente gegen ein Ziel auszurichten. Ich denke auch, dass der eine oder andere Zuschauer selbst überlegt hat, dass einige Argumente von Derek sich recht plausibel anhörten. Man sollte sich in die gedankliche Welt versetzen und dazu muss man den Argumenten auch teilweise im Film inszeniert "verfallen". Durch diese Weltanschauung entwickelt sich Hass und durch Hass Gewalt. Spätestens bei der Gewalt wird der Normalzuschauer diese Extremisten nicht mehr akzeptieren. Sehr schön wird auch die Entstehungsweise eines solchen Gedankengutes gezeigt, denn die beiden Hauptfiguren sind Opfer ihres eigenen Vaters geworden, der selbst ein Versager war und durch seine Überzeugungstaten von seinen eigenen Insuffizienzen ablenken wollte. Die Gewalt beginnt immer im Kleinen - bei jedem Menschen individuell - sie ist keine schicksalhafte Komponente, der wir zum Opfer fallen müssen, wenn wir es nicht wollen. Wir können uns bewusst DAGEGEN entscheiden - zumindest dagegen, selbst gewalttätig zu sein. Im Knast werden dann der" Ausstiegsprozess" und das Umdenken dargestellt. Dieser zunächst faktische Ausstieg aus der Szene wird vor allem auch durch eskalierende Situationen hervorgerufen. Dann folgen der geistige Ausstieg und ein innerlicher Neubeginn Der Schluss ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen, es hätte ebenso gut ein weniger dramatischer gewählt werden können, das hätte dem Film keine Minuspunkte gebracht, Psychologisch gesehen also ein sehr beeindruckender und wertvoller Film. Er zeigt die ungeschminkte Wahrheit und kristallisiert heraus, dass es so einfach wäre, sie zu beseitigen, wenn die Menschen es nur einsehen würden und jeder bei sich selbst anfangen würde. Die Darsteller haben durchweg überzeugend gespielt und die Moral von der Geschicht wäre es wert, in den Schulen gezeigt zu werden.
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