Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was wissen wir von der Realitaet?, 18. November 2002
Von Ein Kunde
Der amerikanische Praesident hat sich an einem Pfadfinder zu schaffen gemacht - und das wenige Tage vor der Wahl. Eine Katastrophe, die ihn eigentlich das Amt kosten wuerde. Eigentlich - waere da nicht sein mysterioeser Berater (Robert de Niro). Ein Spin Doctor, der kurzerhand einen Krieg gegen Albanien inszeniert, um seinem Chef den Hintern zu retten. Denn sind wir doch mal ehrlich: Die wenigsten Amerikaner wissen, wo Albanien liegt. Und wer kennt schon einen Albaner? Krieg ist schließlich das beste Mittel, um eine Wahl zu gewinnen. Wir leben im Zeitalter der Massenmedien, und das Volk will unterhalten werden. Dass es diesen Krieg in Wirklichkeit gar nicht gibt, stoert dabei kaum jemanden. Woher sollen die Amerikaner es auch wissen? Um die ganze Aktion zu refinanzieren, muss der Feldzug im Hollywood-Studio natuerlich auch entsprechend vermarktet werden. So wird kurzerhand ein Soldat mit dem Spitznamen "Shoe" erfunden, der in Gefangenschaft geraten ist und nun Durchhalteparolen an seine Mutter sendet. Was fuer ein Held! Aus schierer Solidaritaet und Vaterlandsliebe singen die Amerikaner gemeinsam das Lied vom "Good Old Shoe", werfen ihre Schuhe weg und kaufen sich neue - das Kriegs-Marketing funktioniert."Wag The Dog" ist nicht einfach nur eine Komoedie. Der Film ist eine bissige Gesellschafts-Satire. Mir wurde beim Ansehen zweierlei klar: Zum einen wissen wir von der politischen Wirklichkeit nur sehr wenig aus eigener Erfahrung. Das meiste sehen wir im Fernsehen, und da wir es nicht besser wissen, glauben wir es eben. Zum anderen ist das Gesellschaftssystem in jedem Staat dieser Welt anfaellig fuer Meinungsmanipulation (wenn diese strategisch gut geplant ist). "Wag The Dog" hat sich die fünf Sterne also redlich verdient, auch wenn der Film in den letzten 20 Minuten etwas aus dem Ruder laeuft.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kritische Satire der Medien der heutigen Zeit, 6. September 2005
"Wag the Dog" handelt von der Bewältigung einer Regierungskrise, die mit Hilfe eines fiktiven Ablenkungskrieges überwunden wird. Die Krise ausgelöst hat der Präsident selbst, indem er sich einem kleinen Mädchen zu sehr genähert hat. Und das wird, am nächsten Tag als Headliner einer großen Zeitung herauskommen. Die Situation wird noch verschärft, denn es sind nur noch wenige Wochen bis zur Präsidentschaftswahl. Deshalb heuert das Team des Präsidenten den ehemaligen Wahlkampfleiter und im Krisenmanagement erprobten Conrad Brean, gespielt von Robert De Niro. Er soll eine Lösung finden um die Medien vom Skandal um den Präsidenten abzulenken. Die Schwierigkeit besteht allerdings darin ein Thema zu finden das für über 2 Wochen in den Schlagzeilen bleibt. Deshalb hat er die Idee einen fiktiven Krieg gegen Albanien zu starten. Albanien wird deshalb ausgewählt, weil viele Amerikaner Albanien nicht kennen und deshalb schon eher voreingenommen einer fremden Nation gegenüber sind. Hilfe holt sich Brean vom Hollywoodproduzenten Stanley Motss, gespielt von Dustin Hoffman. Die beiden beginnen dann die ersten Schritte um den Konflikt gegen Albanien zu schüren und erfinden eine terroristische Bedrohung der Albaner gegen die USA. Mit Hilfe des Wahlkampfteams des Präsidenten streuen sie erste Teilchen eines Konfliktes Medienvertretern zu, die sofort von der angeblichen sexuellen Belästigung des Präsidenten ablassen und zum Neuen Thema umschwenken. Um die Medien an der Stange zu halten beginnen nun Brean und Motss sowie die Wahlkampfleiterin des Präsidenten einige Szenen des fiktiven Krieges für Fernsehen zu drehen. Außerdem inszenieren sie weitere kleine medienwirksame Ereignisse, wie eine "albanisch Familie" die bei der Landung des Präsidenten auf einem Flughafen eine Geste der Versöhnung anbieten. Wie der Konflikt weitergeht soll jetzt aber nicht weiter verraten werden. Der Film selbst ist überaus lustig, wobei ich auch unterschiedliche Erfahrungen gemacht habe. Beim ersten Sehen habe ich mich vor Lachen "weggeschmissen" aufgrund der zum Teil schier unglaublichen Methoden die das Team um Brean anwendet. Jedoch in einer größeren Gruppe sind Lachkrämpfe eher selten, denn man erkennt ja auch ein Stück Ernsthaftigkeit im Film und sitzt den eher schmunzelnd bis lächelnd und kopfschüttelnd vorm Film. Aber dennoch ist der Film ein herausragender Vertreter der komödiantischen Politsatire. Deshalb ist er auch gut geeignet für den Schulunterricht in Fächern wo das Thema Medien eine größere Rolle spielt, wie Ethik und Gemeinschaftskunde aber auch für den Englischunterricht. Zum Ende hin driftet der Film eher ins Roadmovie und wird zunehmend ernsthafter. Außerdem lernt man wie wichtig es ist die Spielregelen der Mediengesellschaft einzuhalten. Die Schauspieler spielen ihre Rollen perfekt und sind durchweg ausgezeichnet besetzt, Beweis dafür ist unter anderem eine Oscarnominierung für Dustin Hoffman. Auch die Nebenrollen sind mit Stars wie Kirsten Dunst, William H. Macy und Woody Harrelson besetzt. "Wag the Dog" ist zu Beginn noch eher leichtere Unterhaltung und man ist sehr amüsiert über die Leichgläubigkeit der Medien, zu gleich aber auch schockiert wie die Medien die Zuschauer kontrollieren. Zum Ende hin wird der Film sehr ernst und man begreift die Tragweite und Mächtigkeit der Mediengesellschaft. "Wag the Dog" wird damit zum Pflichtfilm für jeden der anspruchsvolle Satiren/Komödien liebt, aber auch für jeden der den Einfluss der Medien studieren will.
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Brillanter Film - Miserable DVD, 30. November 2003
Das größte Problem bei der Bewertung dieser DVD ist das eklatante Missverhältnis zwischen der Qualität des eigentlichen Filmes und der miserablen technischen Umsetzung der DVD. Der Film, des Regisseurs Barry Levinson ist eine brilliante Politsatire mit hervorragenden Schauspielern, der es mühelos gelingt Unterhaltung und Medienkritik miteinander zu verbinden. Mehr als einmal bleibt einem jedoch das Lachen im Halse stecken - immer dann, wenn die Fiktion des Filmes mit zeitgeschichtlichen Ereignissen zu verschmelzen scheint. Man hat das unbestimmte Gefühl, das es sich bei den hier gezeigten Methoden der Nachrichtenmanipulation weniger um filmische Fiktion als um gängige Muster im politischen Alltag der "Global Players" handelt (man denke nur an die Ablenkungsmanöver und die Desinformationen der amerikanischen Regierung während des Golfkrieges). Ganz im Gegensatz zur filmischen Meisterleistung steht die technische Umsetzung auf dieser DVD. Wer die englische Originalversion sehen will, kann dies leider nicht tun ohne die Einblendung deutscher Untertitel. Selbst die Wahl zwischen Originalversion und synchronisierter Fassung muss man bereits im Hauptmenü treffen; ein Wechsel während des Filmes ist unmöglich. Als wäre das nicht störend genug, darf sich der Käufer der DVD während des mehrminütigen Vorspannes darüber ärgern, dass er diesen nicht überspringen kann. Was die Produktionsfirma "Sono Press" im Auftrag der Filmfirma "Concorde" hier - in Ihrer "CineCollection" - abgeliefert hat, ist sicher kaum zu unterbieten.
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