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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hochkaräter für die Ewigkeit, 8. August 2007
Oft hat man Rezensionen, in denen leichtfertig das Wort Meisterwerk verwendet wird. Das ist schlecht für die Kunden, denn wenn man es dann mal wirklich mit einem richtigen Meisterwerk zu tun hat, denken viele:
na, es wird doch wieder nur ein halbes Meisterwerk sein.
Jetzt können Sie mal alle Bedenken über Bord werfen, denn hier haben wir ein wahres Meisterwerk. Ein Meilenstein der Musikgeschichte. Eine Sternstunde der Independent-Kultur. Ein Wunderwerk vor dem Herrn.
Jedes Stück ein Volltreffer - und fast jede Nummer hat Überlänge. Man gewöhnt sich dran, dass Robert Smith auf "Disintegration" immer erst nach zwei Minuten zu singen beginnt.
Als dieses Album fertig war, hatte The Cure ein echtes Problem: wie konnten sie das noch toppen ? Wer die Messlatte einmal so unverschämt hoch gelegt hat, kann mit allem was folgt nur nachlassen. Aber diesen Preis war es wert. Ohne "Disintegration" wäre der Musikmarkt ein bisschen ärmer.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mein liebstes musikalisches Antidepressivum, 23. November 2009
Wenn mal graue Wolken leise über mein Gemüt ziehen und ich in eine kurzzeitige Melancholie verfalle, schaue ich mir entweder gezielt ausgewählte Filme an (meistens Dramen, in denen viel Rotz und Wasser geheult wird) oder lausche schönen, traurigen Klängen zu, also gar nicht erst der Versuch irgendwelche Komödien oder lustige Schlagerlieder (Oh Gott, niemals!) zu konsumieren, lieber das sehen und hören, was man selber zum Zeitpunkt empfindet, das funktioniert immer noch ganz gut bei mir.
Es gibt so viele fantastische und meisterliche Aufnahmen, neben RADIOHEAD 'OK Computer', BJÖRK 'Vespertine', INTERPOL 'Antics', SIGUR ROS -( )- oder NINE INCH NAILS 'The Fragile', ist 'Disintergration' von THE CURE mein liebstes musikalisches Antidepressivum, es ist auch nebenbei gesagt mein Lieblings-Album Aller Zeiten, "Kiss Me, Kiss Me, Kiss Me" ist aber auch super.
Es fing damals mit der Ausstrahlung des genialen "Lullaby" Musikvideos an, wie gut ich mich noch daran erinnern kann! Es muss ein Sonntag (beim Kaffeekränzchen) gewesen sein, meine Oma war von den ganzen Spinnen und Smiths gothischer Erscheinung so ziemlich angeekelt und drohte in Ohnmacht zu fallen :-) Ich dagegen war sowohl von der tollen Musik fasziniert, als auch natürlich von der visuellen Umsetzung, auch wenn Robert Smith mir damals etwas unheimlich vorkam (ich war wohl damals keine 10 Jahre alt).
Der Sound der Band ist einzigartig, die offensichtliche Schwermut dieses Meisterwerks berührt mich immer wieder aufs Neue, Smiths Gesang ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, ich finde aber hier passt alles wunderbar und perfekt zusammen.
Es ist auch mal erfreulich, egal ob im Radio oder in der Indie-Disco, wenn nicht immer nur "Boys Don't Cry" gespielt wird, da diese Band einen riesigen Fundus an großartigen Songs vorzuweisen hat, einige Klassiker sind auch auf diesem 1989-Longplayer vertreten, wie z.B. "Pictures Of You", "Lovesong", "The Same Deep Water As You" und natürlich "Fascination Street".
Ich habe gelesen, dass Ihre Plattenfirma bei der Veröffentlichung dieser Platte The Cure damals vor dem "kommerziellen Selbstmord" gewarnt hat. Und was war? Bis dato ist 'Disintergration' ihr meistverkauftes Album. Ein wahrhaftig betörendes "Heilmittel".
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Beste von The Cure, 11. Dezember 2002
1989 markiert für mich den Fall zweier Mauern. Der Berliner Mauer und der Mauer in meinem Kopf, von der alles, was nicht Heavy Metal war abprallte wie Regen von einem Blechdach. Als mir meine Schwester diese Platte unterschob, freilich mit dem Hintergedanken mir zu beweisen, dass nicht alle Musik in der Keyboards zum Einsatz kommen, klingen muß wie Boy George, fiel mein pubertäres musikalisches Weltbild zusammen wie ein Kartenhaus. Ich halte "Disintegration" für das beste Album der englischen Band The Cure. Die Musik ist gegenüber den Vorgängeralben weitaus trauriger und schwermütiger ausgefallen, hier gibt es nichts Tanzbares, stattdessen herrscht epische Nachdenklichkeit vor, voller Melancholie, voller Gefühl. Die Stimme Smith's throhnt verträumt über den bombastischen Klangteppichen ( plainsong ), zerbricht beinahe vor Angst und nahendem Wahnsinn ( Lullaby ) oder versinkt traurig resigniert zwischen den Klangwelten ( the same deep water as you ). Dabei gelingt ihm das Kunststück niemals zu dick aufzutragen oder weinerlich zu wirken. Zusammen mit dieser Stimme entwickeln die ausnahmslos überzeugenden Kompositionen auf "Disintegration" ein merkwürdiges Eigenleben und finden zu einer Größe, die ich nur als erhaben bezeichnen kann. Wer die beklemmenden Songs dieses Albums ( insbesondere: Plainsong, fascination street, prayers for rain, pictures of you, the same deep water... ) noch nicht kennt, hat etwas einzigartig Schönes versäumt. "Disintegration" ist zweifellos ein Meilenstein der englischen Popmusik, seine Faszination ist bis heute ungebrochen. Wer dem Wavegenre eher zwiespältig gegenübersteht, wer glaubt diese Musik verliere sich in todessehnsüchtigem Pathos, gespielt von Musikern die daherkommen wie Totengräber die vergessen haben ihre Antidepressiva zu nehmen, gerade diesen Musikliebhabern möchte ich "Disintegration" wärmstens empfehlen. Hört euch diese Platte ein und lasst euch eines Besseren belehren. Legt diese CD ein, lehnt euch zurück und lasst euch von the Cure entführen in eine Welt voller Schönheit und Melancholie. Fünf Sterne für ein Meisterwerk das bis heute auf einen würdigen Nachfolger wartet.
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