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5.0 von 5 Sternen
Der Klassiker!!!, 31. August 2004
Der instrumentale Titelsong eröffnet dieses Meisterwerk mit „Naturgeräuschen" (zirpende Insekten, quakende Frösche etc.), die in mir ein gewisses Harmonie-Gefühl wecken. Nach wenigen Sekunden mischt sich eine unverzerrte Gitarre in das Spektakel, die eine Akkordzerlegung spielt. Die so entstandene entspannende Atmosphäre wird allerdings abrupt durch den zweiten Song „Whatever That Hurts" gestört, der sich nahtlos anschließt und sofort mit lauten, verzerrten Powerchords beginnt, welche das Akkord-Thema des Titelsongs aufgreifen und somit variieren.„Whatever That Hurts" entwickelt sich allerdings rasch zu einer epischen Nummer. Sphärischer, düsterer Gesang in den Strophen, von cleanen Gitarren und Keyboardteppichen getragen - dieser Song explodiert nur im Refrain, wo die verzerrten Gitarren vom Anfang auf fies gebrüllte Vocals treffen. Nach einem Gitarrensolo und dem Schlussrefrain setzt bereits die Pianomelodie des dritten Songs „The Ar" sanft, aber bestimmt ein, welche „Whatever That Hurts" bis zum Ende begleitet. „The Ar" beginnt nun sogleich mit dem Refrain - eine verzerrte Gitarre, welche hier das Piano vom Melodie-Spiel ablöst und das Thema rockig fortführt. Auch ein Chor setzt ein und begleitet die Gitarre bei der Melodieführung. In den Strophen dominiert wieder einmal der düstere Gesang, der sich im Mittelteil, unterstützt von Akustikgitarren-Akkorden und pulsierenden Keyboard-Sounds zu einem geheimnisvollen Flüstern/Sprechen wandelt. Eine Variation des Refrains beendet den Song, welcher wieder einmal nahtlos in das zweite Instrumental „25th Floor" übergeht, das ausschließlich aus bedrohlichen Keyboardklängen besteht. Danach folgt der meines Erachtens beste Song dieses Albums: „Gaia". Beginnend mit einer schönen und warmen Keyboard-Melodie, welche sich auf einem simplen, aber trotzdem interessanten Schlagzeug-Bass-Rhythmus bewegt, wird das Stück in den Strophen einmal mehr von düsterem Gesang, untermalt von epischen Background-Chören, getragen, basierend auf demselben (stellenweise etwas variierten) Rhythmus. Im Refrain setzen verstärkt Keyboards ein, welche die bekannten Soundteppiche legen. Nach einer fast schon Pink Floyd-artigen Lead-Gitarren-Interlude folgen zweite Strophe und wieder der Refrain, die dann wiederum von einer Piano-Interlude abgelöst werden. Das Stück läuft nach einem weiteren Refrain mit einem sphärischem Gitarren-Solo aus, welches sich wunderschön auf den Keyboard-Sound legt. Perfekt! „Visionaire" beginnt mit sauberen, zerlegten Gitarrenakkorden, in die plötzlich und abgehackt eine verzerrte Gitarre ihre Powerchords streut. Der Song fällt durch seine brutaleren Strophen-Vocals auf. Der Gesang im Refrain ist jedoch sehr gegensätzlich: Hier wird sehr leise gesprochen. Die anfänglichen Gitarrenakkorde ziehen sich durch das gesamte Stück, wie immer von Keyboards unterstützt. Der Song endet nach einem schönen Gitarren-Solo und nochmaligem Refrain. Donner und strömender Regen leiten zu „Kaleidoscope" über, dem dritten Instrumentalstück, dessen Sound aus gezupfter, akustischer Gitarre besteht, die über dem Regen (welcher die ganze Zeit im Hintergrund zu hören ist) ihre schöne Weise spielt. Daran schließt die liebliche Melodie der Ballade „Do You Dream Of Me" an, und lässt den Regen verschwinden. Johan Edlund singt sehr gefühlsbetont, begleitet von anften akustischen Gitarren und Keyboards. Der Mittelteil des Stückes offenbart einen veränderten (fast arabischen) Rhythmus und bringt ein schönes Akustikgitarren-Solo mit sich. Das Ende des Songs bestreitet eine getragene Lead-Gitarre, auf dem ursprünglichen Thema solierend. „Planets", das letzte Instrumental, dass sich wieder direkt an „Do You Dream Of Me" anschließt, beginnt mit einer sphärischen Lead-Gitarre über Keyboardteppichen, die zweite Hälfte des Songs wird jedoch ausschließlich von epischen Keyboardklängen ausgefüllt. Das Album endet mit „A Pocket Size Sun", das mit sanft angeschlagenen Gitarrenakkorden und gefühlvollem Gesang beginnt. Bass und Schlagzeug setzen in der zweiten Strophe ein und treiben das balladeske Stück mit einem fast schleppenden, getragenen Beat voran. Im weiteren Verlauf gibt es immer wieder Beat-Unterbrechungen und Variationen der Melodie, die fast wie kleine Soli anmuten. Der Song läuft mit Schlagzeug- und hektischen, sich der Begleitmusik fast unterordnenden, Gitarrenvariationen aus.
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