Stereoplay
Als Steve Winwood als 14jähriger Pennäler erstmals zum Mikrophon griff, kursierte schnell die Metapher vom "Wunderkind Winwood". Groß war die Verblüffung um diesen schmächtigen weißen Teen mit seinem tief-schwarzen Organ. Die New York Times sah in ihm gar den "frühreifen Mozart der Pop- musik". Und fürwahr: Seit seinem fulminanten Start im Jahre 1965 hat der Engländer im Geschichtsbuch der zeitgenössischen Rockmusik einige we- sentliche Kapitel mitgeschrieben. Der Sampler "Keep On Running" versammelt jetzt - digital überarbeitet, aber dynamisch recht schwach auf der Brust - nochmals die schönsten Titel des "frühen" Winwood. Mit "Keep On Running", "Gimme Some Lovin", "Somebody Help Me" und "I'm A Man" sind alle Spencer- Davis-Hits an Bord, die frühe Traffic-Phase ist unter anderem mit "Paper Sun" und "Here We Go Round The Mulberry Bush" vertreten. Kommerziell erfolgreicher war dann aber die 1970 eingeleitete Reunion, dokumentiert durch "Empty Pages", "John Barleycorn (Must Die)" und "Something New". Komplettiert wird diese Retrospektive durch den Blind-Faith-Abstecher "Well Alright" und eine Zusammenarbeit mit Remi Kabaka und Abdul Lasisi Amao. Ein wenig orientierungslos startete Steve Winwood dann 1977 mit seinem Solo-Album, vertreten hier durch "Time Is Running Out" und "Hold On", in seine zweite Karriere-Phase. Doch es folgten Großtaten wie "Arc Of A Diver" oder "Taling Back To The Night". Und man darf sicher sein, daß der schweigsame Steve das letzte Kapitel seiner Laufbahn noch nicht geschrieben hat. ** Interpret.: 07-10 ** Klang.: 07-08
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