Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der schönste Abgang aller Zeiten!, 19. August 2000
Von Ein Kunde
Dieses Album hat eine ganz besondere Geschichte. Mit dem Material von "Let It Be" waren die 4 Jungs aus Liverpool keineswegs zufrieden. Es bot zwar einige Highlights, diese wurden jedoch mit enormer Filigranität und zu zähfliessend produziert, dass sie den Beatles selbst keinen Spass mehr bereiteten, worauf Sie das Album- sowie das Filmprojekt auf Eis legten. Nachdem das Weisse Album schon nicht mehr im alten Beatles-Style produziert wurde und auch das Beisein von Yoko Ono bei allen Aufnahmen innerhalb der Band für Verwirrung sorgte, kam nun noch die Unzufriedenheit mit "Let It Be" hinzu und ein Split der Band war nicht gerade ein utopischer Gedanke. Also dachte sich George Harrison, er müsse die Jungs noch einmal zusammentrommeln, um den Fans nochmal ein gebührendes "Letztes Abendmahl" - schräger Vergleich - abzuliefern. Und das ist den Beatles gelungen. George Martin, der sich geschworen hatte nie wieder für die Beatles ein Album zu produzieren (er war mit der Produktionsweise der letzten beiden Scheiben unzufrieden) stieg mit grossem Bedenken in das Projekt ein, "Abbey Road" avancierte jedoch zu seinem Lieblingsalbum! Alles an diesem Album ist Kult. Das Cover ist eben so oft kopiert worden wie der Opener "Come Together", der vor allem in der Cover-Version der Band Gotthard noch mal auflebt. Die Single "Octopuss's Garden" sowie die beiden Harrison Stücke "Something" und "Here Comes The Sun" müssten jedermann bekannt sein. Die A-Seite der LP bietet jedoch auch mit "Maxwell's Silver Hammer", "Oh! Darling" und "I Want You" verdammt gute Kompositionen. Markanter ist jedoch die B-Seite von Abbey Road! Sie besteht aus bruchstückhaften Songs, die, auf geniale Weise kombiniert, eine Art Rockoper ergeben, die, zusammen mit dem Werk "Tommy" von The Who, das im gleichen Jahr veröffentlicht wurde, dem Begriff "Konzeptalbum" einen Namen gibt. Von den darin enthaltenen Songs sind vor das Opener-Trio "Because", "You Never Give Me Your Money" und Sun King" sowie das Schluss-Trio "Golden Slumbers", "Carry That Weight" und "The End" zu erwähnen. Es sind allesamt wunderschöne Beatles-Songs, wenn sie auch eigentlich untypisch für die Band sind. Vor allem der abschliessenden Worte von "The End": "And in the end the love you take is equal to the love you make" sowie die abschliessende Coda Harrisons treiben mir persönlich beinahe immer Tränen in die Augen! Das Angehängte "Her Majesty", das in wenigen Worten die Machtlosigkeit der Queen beschreibt überhört man dann, weil einem nach The End klar wird, dass so eben das Leben einer Legende zu Ende geht. Das zieht einen irgendwie emotional runter. Dasselbe erlebt man auch bei "The Long And Winding Road", dem Ende von "Let It Be". Aber ich will ja nicht emotional werden... Wie gesagt das Album hat viele inspiriert: Pink Floyds Roger Waters hat gesagt, dass es ohne "Abbey Road" kein "Dark Side Of The Moon gegeben hätte und Jimmy Page und Robert Plant tut es heute noch leid, dass "Led Zeppelin II" damals "Abbey Road" in den Album-Charts vom 1. Platz vertrieben hat. Besonders muss dieses Album jedoch Joe Cocker begeistert haben, denn er hat noch im gleichen Jahr Cover-Versionen von "Something" und "She Came In Through The Bathroom Window" auf sein Album "Joe Cocker!" gepackt! Meine Wertung 5 (in Wirklichkeit 6) Sterne für dieses Album!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das beste Beatles Album genial restauriert, 10. September 2009
Soundmäßig der Hammer was die aus den alten Aufnahmen gezaubert haben. Abbey Road kommt sowas von frisch und klar daher, abgesehen davon das die Musik sowieso völlig zeitlos ist. Der Gesang ist transparent und lässt feinste Nuancen in mein Ohr die ich vorher nicht bemerkt habe. Die Lautstärke und die Dynamik wurden angehoben wovon letzteres insbesondere die Instrumente stark profitieren. Der Höfner Bass von Paul knurrt als ob er direkt neben mir auf der Couch spielen würde. Auch das Booklet, die Fotos und die Mini Doku`s sind ein toller Bonus. Man hat nicht das Gefühl eines lauwarmen Aufgußes oder Abzocke durch eine Wiederauflage. Eine geniale digitale Überarbeitung mit toller Präsentation. Ich hör schon wieder die Puristen...nicht original....blah... Lasst euch was gesagt sein, hätten die Beatles damals die Technologie von heute gehabt, hätte das Album genau so geklungen. Die Fab Four waren Innovativ und ihrer Zeit immer vorraus gewesen. Leute kauft euch diese neuen CD`s. Die Liebe zur Beatles Musik war das beste was mein Vater mir gegeben hat. Danke Papa!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
the last album, 10. August 2009
Seit den Aufnahmen des White Albums war die Band so sehr zerissen, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, wann sich die Band auflöst. Glücklicherweise hat sie zuerst die Aufnahmen des großartigen White Album beendet und schenkte uns mit den Alben Let It Be und Abbey Road zwei würdige Nachfolger (Yellow Submarine hab ich mal bei Seite gelassen).
Schon bei dem White Album konnte man hören, dass die Mitglieder insbesondere die Songschreiber Lennon, McCartney und Harrison sich musikalisch weiterentwickelten und ihren individuellen Stil hatten. Aber höchstwahrscheinlich waren gerade diese Unterschiede ausschlaggebend, dass die Beatles letztendlich solch gigantische Werke produziert haben, die sie zu keiner Zeit ihrer Solokarriere toppen sollten.
Wenn man bei den bisher veröffentlichten Beatles Werke hören konnte, dass sich die Mitglieder jeweils in eine anderen musikalischen Richtung entwickelt haben, merkte man trotzdem, dass die Band viel Arbeit in ihre Alben gelegt hat. Das kann man von Abbey Road nicht sagen. Abbey Road sollte bloß fertig gestellt werden, egal mit welchen Mitteln.
So wurde z.B. für die zweite Hälfte des Albums ein Medley zusammengestellt, von nicht vollendendeten Songs. Viele von den Songs haben nicht mal die Länge von 2 Minuten. Aber auch das ist irre interessant, da es nämlich zeigt, dass die Beatles nicht mal mehr in der Lage waren die Songfragmente, die vorerst ja gar nicht als Medley geplant waren, zu beenden. Die Idee des Medleys halte ich aber für brilliant, da sie irgendwie doch ein Ganzes ergeben. Das ist nur dank der großartigen Kompositionen zu verdanken, dass sie sich trotz der Unterschiede ineinander einfügen.
Und das obwohl Lennon die Songs Polythene Pam & Mean Mr. Mustard als "Müll" bezeichnete, den er mal in Indien geschrieben hat. Ich halte Polythene Pam ganz und gar nicht für Müll und finde den Übergang von Polythene Pam zu McCartney's She Came in Through the Bathroom Window einer der Hightlights des Albums.
Abbey Road ist ein Album was die Zerissenheit der Beatles fast offen darlegt was die Qualität der Kompositionen allerdings nicht im geringsten schmälert. Vielleicht waren die Bandmitglieder doch nicht so Unterschielich wie wir denken:)
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