Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Sonnen- und die Schattenseiten, 28. September 2004
"Bitter sweet symphony" - schon der Titel des Openers zu diesem gleichermaßen hochmodernen wie traditionell-folkloristisch angehauchten Rock-Album gibt die Richtung für das Album vor. Bittersüß, wie das Leben, wie die Liebe - unvorstellbar, wie man dem fühlenden Menschen mit Rock-Musik tiefer und treffender aus der Seele sprechen kann als es hier auf "Urban hymns" der Fall ist. "I need to hear some sounds that recognize the pain in me" heißt es im ersten Stück, für das der geniale Richard Ashcroft ein Jagger/Richards-Motiv aufgriff, einen eigenen Text hinzufügte und mit seinen Leuten von der Arrangement-Abteilung eine atemberaubende Kombination aus Klassik und Rock herstellte; ich brauche es, dass man meinen Schmerz versteht, ich muss mich in den bittersten Momenten ausdrücken. An anderer Stelle heißt es hingegen: "I let the melody shine, let it cleanse my mind, I feel free now" - das fasst schon zu Beginn perfekt die heilende Wirkung dieser Musik zusammen. Man betrachte "Sonnet" und "The drugs don't work" - prägnante Riffs zelebriert von einer wahren Harfe von Rhythmusgitarre, ein stetiger, aber dezenter Rockbeat, butterweiche, immerzu passende Orchester-Arrangements und darüber die Gesangsmelodie, von Richard Ashcroft mit so viel Schmerz, aber so viel Herzenswärme erdacht und vorgetragen - man ist den Tränen nahe. "Here we go again and my head is gone" - "If heaven calls I'm coming, too...if you leave my life, I'm better off dead"...ohne Worte. Dazwischen: "The rolling people" - psychodelischer Rock, Sphärenklänge, geheimnisvolle Zeilen, gepaart mit erdiger Rock-Gitarre; fühle, wie das simple Riff dich packt und fasziniert, wie du innerlich im Rhythmus mitgehst - "I got one more life - can you see it wasting away?" - wer hat sich das noch nicht in irgendeiner Form gefragt. Es folgen "Catching the butterfly" und "Neon wilderness" - das zweite experimenteller als das erste, beide verwoben, verworren und verstörend, beide im Schatten des vorherigen Songs "Drugs" und des nächsten Stücks: "Space and time" - die Sonnen- und Schattenseiten der Liebe; wie perfekt Ashcroft sie hier erfasst...ist logisch nachvollziehbar, aber unbeschreiblich schön - das Hauptriff, durchaus kraftvoll, dennoch emotional nicht allzu fesselnd, einer sachlichen Analyse gleichzusetzen: "There is no space and time to keep our love alive/We have existance and it's all we share"; dann ein ruhiger B-Teil, der andeutet, dass es gleich zur Sache geht. Was hält den Sänger bei seiner Liebe, mit der er scheinbar nur noch seine Existenz teilt? Die alles erschütternden Akkorde der E-Gitarre setzen ein, und da singt er es sich aus voller Lunge vom Leib, so einfach, wie es nun mal ist: "I just can't make it alone!!!" "Weeping willow", düster, vernebelt, aber mit poppiger Song-Struktur, die Gesangsmelodie des Refrains klingt wie der Ansatz zu der bei "Champagne supernova" von Ashcroft's Freund Noel Gallagher, verliert sich aber in den sphärischen Klängen des Songs. Was folgt nun? "Lucky man", eine simple Akkordfolge, ein perfekter Pop-Song für höhere Ansprüche - jeder, der sich bei Radio-Stationen mit gehobenem Mainstream-Pop-Programm wohlfühlt wird die "Happiness - more or less"-Hookline wiedererkennen. Süßlich und positiv-nachdenklich gestimmt geht es auf "One day" zu, etwas rockiger auf "This time" - und dann... ...dann wird der emotionale Höhepunkt von "Sonnet" oder "Drugs" getoppt: "Velvet morning" - es beginnt mit einer Akustikgitarre, mit simplen Tönen simpler Akkorde, bis ein sphärischer Klangteppich und ein betörend langsamer Grundbeat einsetzt. Ashcroft's Stimme ist verfremdet, kommt ganz weit aus der Tiefe des Raumes, kommt mit einer dezenten Melodie daher und freut sich: "Another velvet morning for me". Nach Strophe 2: Verdoppelung des Tempos, und ein zutiefst ehrlich empfunden wirkender Schmerz in Text und Melodieführung über 3 Grundakkorde in Dur - "My feelings they've always been betrayed" - "Don't you find that it's lonely?...Life is a game you tried/life is a game you're tired"...hier hab ich wirklich fast geweint...so viel Schmerz, aber so viel Kraft in der Musik, so viel Ausdruck, so viel Traurigkeit und so viel Schönheit und Grazie: "You're beauty is a colour sorround" - ich weiß nicht, was ich noch dazu sagen kann. Ein agressiver Abschluss, stilistisch "The rolling people" ähnelnd, bietet "Come on!", kraftvolle Rock-Riffs müssen sein! Ein emotional derartig ergreifendes Werk; ich geh innerlich steil wie der junge Werther vor seiner Lotte...Ashcroft rules!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
One of my absolute favourites..., 6. Juni 2003
Was kann man zu diesem album noch sagen!? Meisterwerk, eines der grössten popalben ever, auch nach all den jahren gelingt "Urban Hyms" speziell mit liedern wie "Sonnet" oder dem bekannteren "The Drugs Don't Work" mir einen schauer nach dem anderen über den rücken zu jagen. kein album mit höhen und tiefen, sondern mit höhen und überhöhen. The Verve sind mit ihrem dritten (und leider letzten) album auf dem höhepunkt ihres schaffens angelangt, bei kaum einer anderen band lässt sich die entwicklung von album zu album so deutlich nachvollziehen wie hier. leider reichte keines der nachfolgenden soloprojekte der bandmitglieder (allen voran natürlich das sängers Richard Ashcroft) an die grösse und genialität von "Urban Hyms" heran. da tröstet mich persönlich vielleicht ein bisschen eines der letzten konzerte der band kurz vor ihrer auflösung gesehen zu haben. kurzum, eines der besten popalben, die ich jemals gehört habe. mithalten können da nur noch alben wie Coldplay's "Parachutes" oder Travis' "The Man Who"...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meine persönliche Hymne der EXPO 2000, 15. November 2000
Von Ein Kunde
Weltereignis EXPO 2000 ! Ich trete ein in den britischen Pavillion: ein Klangzauber umhüllt mich ! Wer mag solch` melodische Klangbögen mit Britisch PopArt verbinden ? Elektrisiert, aber unsicher, ob meine Neugier nicht angesichts der visuellen Expo unangebracht erscheint, wende ich mich an die Pavillion-Rezeption: "Können Sie mir die Songinterpreten nennen ?" Lächelnd gibt man mir einen fertigen Computer-Ausdruck: "Schon vorbereitet, viele sind von diesem Song fasziniert!" Da las ich nun: "Bitter Sweet Symphony" von "The Verve" ! Nie gehört, aber eine Klangliebe auf dem ersten Blick ! PC einschalten, amazon.de aufrufen, bestellen, voller Vorfreude auf Lieferung warten: dann der Genuß! In voller Länge die bittersüsse Symphonie ! Auf den zweiten Blicken die nächsten Klanglieben auf der CD: "Space and Time", "Lucky Man" ...... Ich bin sicher: Weitere werden folgen ! Galaktisch: meine Expo-Hymne, mein persönliches Weltereignis !
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