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49 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Haut richtig rein!, 17. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Halt den Mund, hör auf zu heulen und lebe endlich! Der Tritt in den Hintern für alle, die mehr wollen (Gebundene Ausgabe)
Achtung: Dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Es besteht aus einer Artilleriesalve an Imperativen und ist ein verbaler Tritt in den Allerwertesten, mit dem erklärten Ziel, den Leser ordentlich wachzurütteln. Wessen Lebensgeister dieses Buch nicht weckt, der hat wahrscheinlich gar keine. (Und wenn es nur die Geister sind, die einen das Buch nach wenigen Seiten in die Ecke schleudern lassen ...) Larry Wingets Leitfaden führt quer durch die Lebensbereiche Ehe, Kinder, Fitness, Beruf, Freundschaft, Geld und Glück, wobei der Autor großzügig Schwänke aus seinem eigenen Leben mit einrührt. Ritter Winget ist zu einem wahren Kreuzzug aufgebrochen gegen Antriebslosigkeit, Ausreden und Menschen, die nicht bereit sind, die Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen. Der Autor, der das Buch "dem ganzen Mist" gewidmet hat, der ihm jemals passiert ist, hinterfragt alles und jedes, lässt keine Entschuldigung zu und motiviert auf die beinharte Tour. Wer das Buch liest, wird Winget entweder lieben oder hassen. Und vielleicht sein Leben neu sortieren. Wir empfehlen das Buch allen, die sich Veränderungen wünschen und der Karriere, der Partnerschaft oder gleich dem ganzen Leben neuen Schwung verleihen möchten.
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67 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ungewöhnlich, aber gerade deshalb lesenswert, 22. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Halt den Mund, hör auf zu heulen und lebe endlich! Der Tritt in den Hintern für alle, die mehr wollen (Gebundene Ausgabe)
Die Lebensläufe amerikanischer Motivations-Gurus ähneln sich in verblüffender Weise. Meistens endet ihr gewöhnliches Berufsleben mit einer Pleite. Dann, ganz unten angekommen, lesen sie viele Motivationsbücher, um aus ihrer Lebenskrise zu entkommen. Und schließlich werden sie selber zum Motivator, weil ihnen nichts Besseres eingefallen ist. Wenn wir also nun selbst in eine Lebenskrise geraten, lesen wir wiederum ihre Bücher. Irgendwann werden wir uns schließlich alle gegenseitig motivieren. Das nennt man dann Dienstleistungsgesellschaft. Glücklicherweise fällt Larrys Buch völlig aus dem Rahmen. Es vermittelt gefühlte Ehrlichkeit, offenbart einen Teil der Seele des Autors. Wer nicht versteht, was ich meine, der denke an die berühmte "Ich-habe-fertig-Rede" oder Völlers Ausbruch vor laufender Kamera ("Ich kann diesen Scheiss nicht mehr hören!"), für den er sich im Land der politischen Korrektheiten natürlich sofort entschuldigen musste. Haben wir nicht alle gespürt, dass das echt ist? Und vielleicht waren wir auch ein wenig neidisch, dass die sich das getraut hatten. Muss das nicht unglaublich befreiend für beide gewesen sein? Larry schreibt genau in diesem Stil. In Kapitel 15 (Beziehungen - Freundschaft, Ehe und sonstiges Unheil) steht der Satz: "Persönliche Zufriedenheit kommt nur, wenn man sich über die Notwendigkeit der Zustimmung durch andere erhebt." Da ihm also völlig egal ist, was wir über ihn denken, kann er auch frei von der Leber weg schreiben. Da kommen dann solche Sätze wie: "Die Welt besteht nicht wirklich aus denen, die etwas haben, und denen, die nichts haben. Sie besteht aus denen, die "willens" sind, und denen, die "nicht willens" sind." Es folgen noch viele andere politisch unkorrekte Wahrheiten. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die glauben, dass sie es von der Sache her brauchen könnten, aber auch allen, die (wie ich) solche Bücher nicht besonders mögen. Obwohl ich wusste, dass es Menschen geben muss, die so denken, ist es dann doch eine Freude, wenn man es aufgeschrieben lesen kann und sich danach bestärkt fühlt. Ich bin mir sicher, dass es bei fast allen, die es lesen, an irgendeiner Stelle wenigstens zu einem kleinen Ruck kommt. Wer allerdings glaubt, die perfekte Anleitung für ein Krisenmanagement zu finden, der wird enttäuscht sein. Larry Winget ist der Meinung, dass wir uns eigentlich nur selbst helfen können. Aber dazu brauchen wir erst einmal Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Und genau dort setzt er an.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Halt den Mund, hör auf zu schreiben und besorg Dir ein Toupet!, 2. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Halt den Mund, hör auf zu heulen und lebe endlich! Der Tritt in den Hintern für alle, die mehr wollen (Gebundene Ausgabe)
Larry Winget, ein sonnenbrilliger, ohrberingter, arizonischer Glanzschädel, den die Natur mit einer Dosis Überselbstbewusstsein versorgt hat und der immer 1.000 Dollar in einem dicken Geldbatzen mit sich herumträgt, fühlte sich berufen, als Coach Menschen seine Sicht der Wahrheit per Buch ins Gesicht zu schreien. Der Klappentext im Buch weist Winget nicht nur als Business-Motivationstrainer (= Abzocker von dummen Chefs), sondern auch als Philosoph und Humorist aus. Gut zu wissen. Wenn die rüde Arschtritt-Motivation schon nichts bewirkt, kann man das Buch wahlweise auch als Sartire auf Motivationsbücher lesen, oder wie?
Herrn Winget ist der Meinung, dass Menschen nur einen Impuls (Tritt) brauchen, um in die Gänge zu kommen. Endogene Depression hält er höchst wahrscheinlich für eine eingebildete oder simulierte Krankheit fauler Parasiten. Die Summe der Bootcamp-Ratschläge in diesem Buch ließe sich folgendermaßen zusammenfassen: : Sie sind selbst an allem schuld, was in Ihrem Leben passiert. Wenn Ihnen nicht passt, was so abgeht, reißen Sie sich zusammen und ändern Sie es. Boah ey, da fiel es mir plötzlich wie Schuppen aus den Haaren! Das isses doch! Oder etwa nicht?
Meiner Meinung nach bringt das Buch nur wenigen Leuten einen konkreten Nutzen (speziell den Jammerlappen unter uns), aber ein paar Stellen darin sind wirklich witzig, so dass ich es als reine Unterhaltung durchaus empfehlen kann. Herr Winget ist auch ein großer Freund von Zitaten, die sich immer gut eignen, ein Buch etwas zu strecken. Es waren aber schon eine ganze Menge Zitate nötig, um das Buch auf 322 Seiten hochzupäppeln.
Für meine Rezension liegt mir die fünfte Auflage 2007 der deutschen Erstausgabe (2006) vor, die von "Börsenmedien AG", 95305 Kulmbach, in einer schönen, gebundenen Ausgabe auf den Markt kam. Das Buch ist sehr gut verarbeitet, auf hochwertigem Papier sauber gedruckt und hat einen 4C-Schutzumschlag. Die technische Verarbeitung verdient fünf Punkte.
Das Buch eignet sich gut dazu, es ihrem Lieblingsfeind zu schenken, verbunden mit einem aufmunternden Klaps, einem spöttischen Lächeln und einem jovialen "Wird schon wieder, Alter!", wenn er gerade seine Frau beerdigen musste, seinen Job verloren hat oder sein Haus abgebrannt ist. Am besten alles zusammen.
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