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Der Untergeher. SZ-Bibliothek Band 5
 
 

Der Untergeher. SZ-Bibliothek Band 5 (Gebundene Ausgabe)

von Thomas Bernhard (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 242 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (17. April 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793046
  • ISBN-13: 978-3937793047
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 53.205 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 11 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Klassiker des 20. Jahrhunderts > Deutschsprachige Autoren > Bernhard, Thomas

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Drei Pianisten, eine Leidenschaft. Alle wollen sie „nur das Höchste als wahre Kunst gelten lassen, alle stellen sie größte Ansprüche an sich selbst. Doch nur einem ist der Durchbruch vergönnt. Als der Pianist Wertheim den hinter geschlossenen Türen probenden Rivalen Glenn Gould hört, ist er als Künstler „tödlich getroffen, weiß er doch, dass er dessen Genialität nie wird erreichen können. Doch auch der Erzähler kapituliert, verschenkt seinen Steinway-Flügel und entschließt sich, „Weltanschauungskünstler zu werden. Beide, der Erzähler wie sein Gegenspieler Wertheim, sind sich einig, dass Goulds Genialität einzigartig ist. Der perfektioniert sein Spiel Tag für Tag, doch zieht er sich dabei immer weiter in die Einsamkeit zurück, bis er mit 51 Jahren –- so der Erzähler -– plötzlich „tot umfällt am Klavier. Der Tod des Pianisten lässt die beiden Rivalen von einst nicht unberührt. Es kommt zu drastischen Reaktionen, nach denen nichts mehr so ist, wie es vorher war. Bernhards Roman vom Klavierspieler Glenn Gould ist ein faszinierendes literarisches Spiel, in dem die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen. Es ist eine virtuos erzählte Geschichte vom Virtuosen, der sich immer tiefer in die Einsamkeit spielt.


Über den Autor

Thomas Bernhard (1931-1989) war einer der bekanntesten österreichischen Erzähler des zwanzigsten Jahrhunderts. Er wuchs in Wien und in Seekirchen am Wallersee auf, wurde für kurze Zeit in ein Heim für schwer Erziehbare geschickt, brach seine Schulausbildung ab und wurde Kaufmannsgehilfe. Von 1947 bis 1948 arbeitete er als Lehrling bei einem Lebensmittelhändler. Dabei zog er sich eine Lungenentzündung zu, die sich zur Tuberkulose ausweitete. Er verbrachte die nächsten beiden Jahre in verschiedenen Krankenhäusern, wo ihn die Ärzte schon aufgegeben hatten und er bereits mit den Sterbesakramenten versehen wurde. Nach seiner überraschenden Genesung wurde er durch die Hilfe des Schriftstellers Carl Zuckmayer Gerichtsreporter. Er studierte Gesang und veröffentlichte erste Texte. Der Durchbruch als Romanautor gelang ihm 1963 mit „Frost, dem weitere Romane wie „Verstörung (1967), „Korrektur (1975), „Der Untergeher (1983) und „Auslöschung (1986) folgten. Auch als Dramenautor machte sich Bernhard einen Namen. Ab 1965 lebte er in Wien und auf einem oberösterreichischen Gutshof. 1984 kam es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung wegen seines Romans „Holzfällen, in dem sich ein Komponist beleidigt sah. Bernhard reagierte mit einem zeitweiligen Vertriebsverbot seiner Bücher für Österreich.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Thomas Bernhard, der Übertreibungskünstler, 16. Mai 2004
Von Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Aus ganzen 4 Absätzen besteht dieses Werk: die ersten 3 Absätze umfassen 10 Zeilen; der 4. Absatz - 150 Seiten.
Damit ist alles klar: das Werk kann man nicht in einem Zug lesen; es erschließt sich nur langsam. Wenn man allerdings "drinnen" ist, kommt man nicht mehr davon los.
Worum geht es? "Der Untergeher" ist ein Ich-Monolog eines (verhinderten) Klaviervirtuosen - viele Jahre nach den eigentlichen Ereignissen. Er ist gescheitert an Glenn Gould, dem Virtuosen aus Übersee - während Wertheimer an Glenn Gould zerbrochen ist.
Rund um diesen Inhalt finden wir den typischen Thomas-Bernhard-Fundus: alle "kriegen ihr Fett ab": Salzburg; die Schweiz; der Sozialismus; Passau; österreichische Küchenfenster (!); die österreichische Wirtschaft; die ÖBB; Chur; Wien; Österreich.....
Ein typischer Thomas Bernhard eben - "Holzfällen" lugt schon um die Ecke; manche Szenen aus dem "Heldenplatz" sind nicht weit...
All das ist in einer glasklaren, geschliffenen Sprache geschrieben - und beim "Wiederlesen" wird einem klar, was die literarische Welt an Thomas Bernhard hat(te).
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Psychogramm eines Gescheiterten, 31. März 2007
Der Untergeher glänzt nicht gerade mit seiner spannenden Handlung. Alles was auf den ersten 100 Seiten passiert (immerhin zwei Drittel des Buches), es betritt ein Mann ein Gasthaus und wartet auf die Wirtin. Während des Wartens verliert er sich in Gedanken und erinnert sich zweier Freunde die mittlerweile verstorben sind. Der eine eines natürlichen Todes, der andere, von dessen Begräbnis der Wirtshausbesucher gerade kommt, durch Selbstmord.
Es stellt sich heraus, dass alle drei Klaviervirtuosen von außergewöhnlichem Talent waren, jedoch nur einer, der Amerikaner Glenn Gould von nicht zu überragender Genialität. Und genau daran zerbrechen die beiden anderen, weil sie wissen, dass sie sein Können nie erreichen werden. Sie brauchen zwar einige Zeit um es zu realisieren, geben aber schließlich beide das Klavierspielen gänzlich auf und wenden sich den Geisteswissenschaften zu.
Der Roman lässt sich nicht immer einfach lesen. Das ganze Buch über gibt es keinen einzigen Absatz und der Autor ist gerade zu verliebt in den Nebensatz dachte ich, der wohl im Schnitt auf jeder Seite dreimal auftaucht. Trotz alledem ging von diesem Buch eine große Faszination auf mich aus, die ich nur schwer in Worte fassen kann. Es ist das Psychogramm einer gescheiterten Persönlichkeit, die über den ebenfalls gescheiterten Freund ins Gericht zieht. Anfangs noch wohlwollend, später immer kritischer. Der Freund wandelt sich vom talentierten Virtuosen und Lebenskünstler mehr oder weniger zum Psychopaten und man kann sich doch nicht des Eindrucks verwähren, dass dieser mehr mit dem Icherzähler gemein hat, als diesem lieb ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen bernhard und die schattenwelt, 15. Dezember 2004
die die bernhard viel und gerne lesen, wissen warum.
doch wie erklärt man diese sympathie einem, der bernhard absolut verabscheut, und von dieser sorte gibt es mindestens genausoviele wie sympathiesanten ?

bernhards sprache ist melidiös, symetrisch, die sprache treibt die gedanken voran, hauptsächlich die des erzählers des buches aber auch die des lesers.
bernhard ist gnadenlos, gegen sich und gegenüber anderen, aber auch ehrlich, manchmal übertrieben ehrlich.
wie auch die übertreibung ein wichtiges element von bernhard ist,
etwas ist nicht fürchterlich, bei bernhard ist es das Fürchterlichste.

und so schlägt sich die sprache herum, um von 3 künstlern zu erzählen, von denen einer, der erfolgreichste, selbstmord begangen hat, und ein zweiter, wissen will, warum.
und so kommt die bernhard maschinerie in gang um nichts mehr übrig zu lassen, alles wird zersetzt, bis nichts mehr da ist.

es gibt schon gründe warum man bernhard lesen sollte.
wenn man genau wissen will welche sollte man "der untergeher" lesen.

anbei sei noch gesagt: wer bernhard gerne liest wird auch ein "josef winkler" buch gerne lesen, es lohnt sich auch winkler unter die lupe zu nehmen.

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