Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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75 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Nicht zur Nachahmung empfohlen, 31. August 2008
Leider wird hier propagiert, ein Kind würde bei bestimmten Methoden - schreien lassen nach der Uhr- schlafen lernen. Der Erfolg ist fragwürdig, den Preis zahlt das Kind, da es einfach nur resigniert. Der Erfinder dieser Methode, Dr. Ferber, hat sich inzwischen selbst davon distanziert, sie war nie für die Masse gedacht, sondern für Eltern, die am Rande des Nervenzusammenbruchs stehen und ansonsten ihrem Kind schlimmeres antun würden, als es schreien zu lassen. Auch betonte er in einem Interview, das ein Kind mindestens ein Jahr als sein sollte.
Einem wenige Monate alten Säugling kann man ja wohl kaum unterstellen zu begreifen, daß er Mama gar nicht zum einschlafen braucht. Ein Baby weint nicht aus Berechnung, es BRAUCHT wirklich etwas und wenn sein Bedürfnis nicht befriedigt wird, lernt es nur, daß es hilflos ist. Im ersten Jahr wird jedoch das Urvertrauen für das ganze Leben gebildet und das bekommt man nur, wenn man erfährt, daß Bedürfnisse sich erfüllen.
Traurig für die Babys, daß dieses Buch so populär ist und traurig für Mütter, die hinter der Tür stehen und weinen, weil ihr Kind weint, aber sich nach einem Buch richten, statt nach ihrem Instinkt.
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206 von 233 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Sinnvolle Tipps, blödes Programm, 2. Dezember 2004
Die Tipps rund ums Schlafengehen (Gute-Nacht-Ritual, regelmäßiger Tagesablauf, geregelte Schlafzeiten) sind NICHT zu unterschätzen!!!Wer ein Kind mit echten Schlafproblemen hat oder ein 6 Monate altes Kind, dass ständig die Nacht zum Tag macht, sollte unbedingt eine Woche lange den Schlafplan ausfüllen und ab sofort auf einen regelmäßigen Rhythmus Wert legen. Darin stimme ich den Autoren zu. Jedoch sind die meisten Probleme dann ganz von allein gelöst. Meistens ist ein regelmäßiger Rhythmus, Rituale etc. die Bedingung, dass Kinder zur Ruhe kommen und ihr Schlafbedürnis nachts und zu geregelter Mittagszeit ausleben. Schreien lassen (auch wenn die Autoren sich verbitten, die Methode "schreien lassen" zu nennen -haha) hilft hingegen nur bei manchen Kindern /Babies. Manche Babies schreien 5 Minuten und schlummern dann selig, andere Kinder werden hysterisch, schreien verzweifelt, zittern, brechen und schlafen nach 4 stunden immer noch nicht und sind noch am nächsten tag ganz verängstigt (wenn auch alles genau nach plan gemacht wurde). Das Temperament des Kindes macht viel aus. Ich habe im Bekanntenkreis sowohl das eine als auch das andere Extrem in jeweils mehr als 4 Fällen erlebt und möchte davon abraten, das Programm durchzuziehen, wenn es offensichtlich keinen Erfolg verspricht. Manche Kinder sind eben liebesbedürftiger als andere, manche fühlen sich einsam, manche sind dabei auch noch willenstark. Liebe, Willen und Dazugehörenwollen muss in meinen Augen nicht so rabiat gebrochen werden. Befolgt man die Tipps für Rhythmus und Regelmaß tut es ein sanftes Umgewöhnen besser. Alle Kinder, die ich kenne schliefen irgendwann im eigenen Bett durch. Fazit: Gute Tipps, aber das Programm funktioniert echt nicht bei allen Kindern und kann durchaus Verängstigung über Wochen nach sich ziehen.
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134 von 154 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ein äußerst gefährliches Buch! kein Stern, 3. Juni 2004
Wenn es Medikamente gibt, die auch nur bei wenigen Menschen schwere Nebenwirkungen hervorrufen können, werden sie vom Arzt nur mit größter Vorsicht angewendet. Sie werden aber von vornherein verboten, wenn es andere Mittel gibt, die die gleiche Wirkung, aber keine Nebenwirkung haben.
In o.g. Buch wird ein Verhaltenstraining (Dressur) für "jedes Kind" empfohlen, auf mögliche schwere Begleiterscheinungen wird kaum eingegangen. Diese treten aber nach meiner langjährigen Erfahrung als Beraterin bei frühen Störungen in mehr als der Hälfte der Fälle auf! Kinder können psychisch und/oder körperlich davon schwer krank werden.
Daß die Methode bei einigen Kindern recht gut zu funktionieren scheínt, liegt im besseren Fall daran, dass das Kind bis dahin schon soviel menschliche Nähe und nächtliche Geborgenheit erlebt hat, dass es davon "satt" war und es dann problemlos den Eltern den Gefallen tun konnte, so zu schlafen, wie sie es für richtig halten. Im schlechteren Falle hat das Kind schon so viel Distanz erlebt, dass es auf den Rest auch nicht mehr ankommt. Es hat schon viel früher resigniert.
Die Kinder, bei denen die Methode nicht funktioniert, fordern nur besonders eindringlich das, was sie wirklich brauchen und was ihnen zusteht: menschliche Nähe und Körperkontakt. Nur unsere Kultur findet das falsch - andere Kulturen finden es grausam, Kinder allein schlafen zu lassen.
Wenn Kinder dauerhaft Schlafprobleme haben, liegt es oft an einem Ereignis in ihrem Leben, was sie noch nicht verarbeitet haben (Schwangerschaftsprobleme, Geburt, Trennungen...); oder es spürt die Probleme (Konflikte, Depressionen) bei den Eltern. Im ersten Fall braucht direkt das Kind Unterstützung - aber nicht Dressur - , im 2. Fall brauchen die Eltern Hilfe.
Ich bin überzeugt, dass Schlafprobleme bei Kindern viel seltener werden, wenn wir 1. unsere Einstellung ändern, wo, wie lange und wie oft Kinder schlafen sollten und, 2. , invasive Schwangerschaftsdiagnostik, forcierte Geburten und besonders die noch immer praktizierte Trennung von Mutter und Kind (und sei es für Stunden) in der Wochenbettzeit vermeiden. Eine belastende Geburtserfahrung kann nicht immer vermieden werden, aber eine liebevolle, kontaktreiche Behandlung danach macht vieles/alles wieder gut. Jedoch das Kind allein in seinem Bett schreien zu lassen, ist so ziemlich das unmenschlichste, was ich mir vorstellen kann und widerspricht auch völlig den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Ein besseres Buch über den Schlaf von Kindern ist "Schlafen und Wachen - Ein Elternbuch für Kindernächte" von W. Sears oder Mein Kind schläft durch von Eva Hermann/ Stephan Valentin.
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