Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
129 von 193 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
neue Auflage, 28. November 2006
Die neue Auflage dieses Buches wurde gründlich überarbeitet, Kapitel teilweise komplett neu geschrieben, Kritikpunkte an der vorherigen Auflage wurden offenbar sehr ernst genommen und soweit ich das überblicken kann wurde Einiges verbessert bzw. verständlicher erklärt. Fakten und Meinungen werden im Buch strikt getrennt. Wo Fakten fehlen, werden eigene Kästchen gewählt und mit "Grenzüberschreitung" gekennzeichnet.
Ich bin selbst Evolutionsbiologin und kann nach 5 Jahren Studium und 3jähriger Berufserfahrung an der Evolutions-Forschungs-Front (inklusive Publikationen und Kongreßteilnahmen) nur sagen, dass dieses Lehrbuch den derzeitigen Stand der Wissenschaft fair beschreibt. Leider wird in der Forschungs-Community jeder, der sich kritisch gegenüber der derzeitig formulierten Evolutionstheorie äußert sofort als Kreationist "beschimpft". Meiner bescheidenen Meinung nach bekommt das der Forschung nicht gut... kritisch (auch SELBSTkritisch) sein, Hinterfragen von Methoden und Ergebnissen, in neue/unkonventionelle Richtungen denken... das macht doch gute Wissenschaftler aus!
Als solcher sollte man dann auch so fair sein und zugeben, dass sich die Autoren große Mühe gegeben haben den derzeitigen Forschungsstand der Evolutionsbiologie objektiv darzustellen. Gelungen - Respekt!
Welche Schlüsse der Einzelne daraus zieht bleibt jedem selbst überlassen. Die persönliche Meinung der Autoren ist bekannt, .. umso bewundernswerter finde ich den sachlichen Umgang mit diesem unter Wissenschaftlern doch sehr emotional diskutierten Thema.
Das Buch gibt gute Impulse, wo Forschungsergebnisse fehlen, wo Fragen beantwortet werden müssen, egal ob man sich zur kreationistischen oder zur naturalistischen Seite zählt. Ich kann viele Kritiker nicht verstehen, die wüst drauf los schimpfen ohne Fakten dagegenzuhalten, warum so emotional?
Darum ein Aufruf von mir:
Weg mit den Scheuklappen und Paradigmen - Her mit Beweisen, laßt uns forschen!
|
|
|
80 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
sachliche Kritik - leider sehr tendenziös, 13. April 2008
Da in vielen der positiven Rezensionen die faire und sachliche Auseinandersetzung mit der Evolution gelobt wurde, war ich doch nach dem Kauf des Buches sehr enttäuscht.
Die Autoren bringen viele Kritikpunkte am gegenwärtigen Forschungsstand der Evolutionstheorie, und untermauern diese auch ausführlich. Aber anschließend wird jedesmal eine sehr einseitige und tendenziöse Bewertung geführt.
Dabei folgt die Argumentation nach dem Schema: es gibt zwei Theorien zur Gefiederfarbe von Schwänen. Theorie A sagt: alle Schwäne sind weiß; Theorie B sagt: alle Schwäne sind schwarz. Nachdem man viele Schwäne gefunden hat, die alle weiß waren, findet man mehrere schwarze Schwäne. Formal ist Theorie A damit widerlegt. Die Autoren legen dann aber dem Leser nahe, dass doch wohl Theorie B wahr sein müsse; freilich wird das nicht offen gesagt, sondern nur angedeutet, da auch den Autoren klar ist, dass dieser Schluß logisch falsch ist: Aus der Falschheit von Theorie A folgt nicht die Richtigkeit von Theorie B. Nach Popper (auf die Autoren explizit hinweisen) kann aber auch etwas über die sog. Wahrheitsähnlichkeit von Theorien ausgesagt werden. Um im Beispiel zu bleiben, da die meisten (aber nicht alle) Schwäne weiß sind, ist Theorie A zwar nicht richtig, aber der Wahrheit wahrscheinlich näher als Theorie B.
Genau an diesem Punkt setzt meine Kritik an dem Buch an. Die Autoren belassen es nicht bei einer sachlichen und kritischen Beschreibung der gefundenen offenen Probleme in der Evolutionstheorie. Sie versuchen auch keine wissenschaftliche Weiterentwicklung der Evolutionstheorie, die sehr zu begrüßen wäre. Denn die von den Autoren präsentierten Schwachstellen sind durchaus gewichtig und lassen sich nicht einfach ignorieren. Sondern sie legen den Schluß nahe, die Evolutionstheorie - bis auf die zu akzeptierende Mikroevolution - zu verwerfen. Auch wird keine befriedigende alternative Theorie vorgeschlagen, die die gefundenen Probleme lösen könnte. Zwar wird das Intelligent Design vorgestellt und immer wieder angedeutet, jedoch in keinster Weise einer ähnlich kritischen Analyse wie der Evolutionstheorie unterzogen.
Denn bei aller Kritik an der Evolutionstheorie, ist sie bis lang die beste wissenschaftliche Theorie zur Entstehung des Lebens, die wir haben. Und bei der Bewertung ihrer Schwachstellen lohnt auch der Blick in andere Wissenschaften. So gibt es in der Physik die Theorien zur Erklärung des Makrokosmos (Einstein und Nachfolger) und des Mikrokosmos (Quantentheorie). Beim Übergang vom Makro- auf den Mikrokosmos wiedersprechen sich diese Theorien. Niemand schließt daraus, dass eine oder beide Theorien falsch sind und daher verworfen werden sollten, sondern dass Forschungsarbeit notwendig ist, um die Theorien weiterzuentwickeln. Vor diesem Hintergrund ist mir die (makro)evolutionsfeindliche Einstellung in diesem Buch auch nicht einleuchtend.
Die Autoren fordern zwar auch mehrfach und ausdrücklich, dass die biologischen Zusammenhänge weiter erforscht werden müssen. Aber sie sind sich bereits sehr sicher, dass die dabei gefundenen Erkenntnis wohl nicht ausreichen werden, die Schwachstellen in der Evolutionstheorie zu überbrücken.
Fazit: sehr tendenziös geschrieben und dadurch streckenweise mühsam zu lesen, da man permanent die unwissenschaftlichen Wertungen der Autoren herausfiltern muß.
|
|
|
74 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intelligente Kritik., 1. September 2003
Ich verwende dieses Buch in der 2001'er Auflage seit ca. einem Jahr. Von einigen Evolutionstheoretikern wurde dieses Buch scharf kritisiert. (z.T. wurden sogar Passagen des Buches falsch oder in falschen Zusammenhängen zitiert) I.d.R. wurde kritisch auf die schöpfungstheoretische Orientierung des Autorenteams hingewiesen, die sich jedoch nie in den Text einschleicht, sondern ganz klar als "Grenzüberschreitung" markiert wird. Schöpfung wird lediglich im Schlusskapitel ausführlich thematisiert und auch hier eher aus einer I.D.-theoretischen Perspektive. Das Buch konzentriert sich insgesamt voll auf die Darstellung und Kritik heutiger evolutionärer Thesen, bleibt dabei sachlich fair und korrekt. Sachlich sind mir auch kaum Schwachstellen bekannt, ich habe das Buch in so mancher Diskussion mit Evolutionisten als höchst zuverlässige Quelle schätzen gelernt. Fazit: Jedem der sich mit der biologischen Ursprungsfrage befasst - und dabei zumindest über den Tellerrand des Mainstream-Evolutionismus blicken möchte - kann dieses Buch uneingeschränkt empfohlen werden.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|