Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
der bisher beste Band der Reihe, 3. August 2007
In Kürze soll der vierte Band des Autorenpaares Klüpfel und Kobr erscheinen - gut so!
Eine Wohltat für jene die drohen zu versumpfen - in all den depressiven Thriller der Neuzeit, wo kein Ermittler ohne gestörtes Persönlichkeitsbild mehr auskommt. Gut, der dritte Roman "Seegrund" verdient meiner Meinung nach das Prädikat Thriller nicht - ein gut durchdachter Krimi ist er jedoch allemal.
Obwohl alle Geschichten abgeschlossen sind, sollte man sie in chronologisch richtiger Reihenfolge lesen ("Milchgeld" --> "Erntedank" --> "Seegrund") - nur dann ergeben die "Running Gags" um "Klufi" und seinen Intimfeind Langhammer, sein wenig pragmatisches Verhältnis zum technischen Fortschritt Sinn und Spass.
Zur Geschichte selbst: An einem mysteriösen See wird scheinbar ein Mordopfer gefunden. Schon bald erkennen die Ermittler, dass sie hierbei auf etwas Größeres gestoßen sind, in denen sich bald ehemalige WK-II Veteranen, BKA und diverse Wissenschaftler tummeln. Die Lösung dieses Rätseln soll am Grund des Sees zu finden sein. Doch die Hoffnungen um was es sich hierbei konkret handeln soll, gehen weit auseinander...
Da die Geschichte diesmal zur Winterzeit spielt schaffen es die Autoren eine z.T. gespenstische Atmosphäre herauf zu beschwören. Zur Verstärkung werden dazu in kurzen kursiven Einschüben immer wieder Gedankenfetzen in umgekehrter chronologischer Reihenfolge eingestreut - um das Puzzle zu komplettieren. Der letzte Einschub ist somit auch der erste: Die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges. Die Stimmung dieser damaligen "Endzeit" wird gekonnt, klischeefrei und ohne Moralkeule eingefangen.
Auf der privaten Seite (die mehrseitigen Einschübe zwischen der eigentlichen Kriminalhandlung) sollten folgende Stichworte für alle "Klufi"-Kenner genügen:
- die neue Freundin des Sohnemanns ist Japanerin
- mit den Langhammers geht es zum gemeinsamen Skifahren
- der Kommissar sucht ein "passendes" (?) Weihnachtsgeschenk für die Gemahlin
Fazit: Meiner Meinung nach der bisher beste Kluftinger: Spannender als die Vorgänger - gepaart mit dem einzigartigen und bewährten Scharm des Hauptprotagonisten und seines Allgäuer Umfelds.
|
|
|
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mysteriöse Geschehnisse rund um den Alatsee..., 1. April 2008
...geben Klufti und seinem Team wieder einmal die Gelegenheit zu ermitteln.
Die Zutaten für diesen 3. Krimi des Autoren-Duos lauten: ein im Koma liegender junger Mann, der nicht ist, der er zu sein vorgibt, ein verschwörerischer Club alter Männer, der nicht so seriös erscheint, wie er gerne möchte, ein am See lebender selbsternannter Schamane, der nicht so verrückt ist, wie unser Kommissar zunächst glaubt, ein alter Eigenbrötler, der nicht der Spinner ist, für den ihn alle halten und dann auch noch ein Forscherteam, das mehr mit dem Fall zu tun, als dem Professor lieb ist. Und alle Fäden laufen in der Vergangenheit zusammen. In seiner bekannt grantigen Allgäuer Art gelingt es Kluftinger und seiner Füssener Kollegin Marx auch dieses reichlich verwickelte Knäuel zu entwirren.
Auch in seinem privaten Umfeld muss sich Kluftinger mit allerlei Problemen auseinandersetzen. Nicht genug, dass ihm eine heftige Erkältung zusetzt, nein, muss ihn doch ausgerechnet Intimfeind Langhammer untersuchen, die japanische Freundin seines Sohnes erwischt ihn in Unterwäsche und auch der Weihnachtsgeschenkeeinkauf erweist sich als Quelle ergiebiger Fettnäpfchen.
In bekannter Manier pendelt Kluftinger zwischen Ermitteln und privaten Erlebnissen hin und her und ist weder im Präsidium noch in den eigenen vier Wänden vor den ihn verfolgenden Peinlichkeiten gefeit.
Die Autoren sind bemüht die Spannung dieses Krimis langsam aufzubauen, so erscheint der Fall am Anfang wenig aufregend, aber im Laufe der Geschehnisse steigert sich die Erwartung, hinter das Geheimnis der alten Männer zu kommen immer mehr. Leider wirkt dadurch der Anfang recht langweilig und zäh und auch die eingeschoben, teilweise bemüht lustigen und reichlich unglaubwürdigen Klufti-Fettnäpfchen, können da nicht viel retten und es dauert eine Weile bis die Story in Schwung kommt.
Die Krimi-Handlung ist aber in meinen Augen gelungen, vor allem da ihr reale Ereignisse zugrunde liegen und diese geschickt in diesen Fall eingebaut wurden. Die Autoren führen uns zurück bis in die Zeit des 2. Weltkrieges und schaffen es mit eingeschobenen Episoden, rückschreitend bis in die Kriegsjahre, die damaligen Ereignisse anzudeuten, ohne aber zuviel von der Lösung zu verraten. Schade, dass am Schluss wieder einmal ein (recht unglaubwürdiger) Zufall sowie ein paar recht konstruiert wirkende Action-Elemente die Lösung des Falles ermöglichen. Da aber die entgültige Auflösung noch mit einer Überraschung aufwartet, bin ich doch noch einigermaßen versöhnt.
Kluftingers Kollegen agieren diesmal eher im Hintergrund, nur die mit ihm ermittelnde Füssener Kollegin Friedel Marx bekommt mehr Gelegenheit sich mit unserem Kommissar auseinandersetzen zu müssen.
Leider fällt immer wieder auf, dass reichlich Klischees verwurstet wurden. Ob es nun die Japaner vor Neuschwanstein sind, Kluftingers K(r)ampf mit modernen Kommunikationsmitteln oder die ketterauchende Kollegin aus Füssen, um nur einige zu nennen. Auch hier wäre ein bisschen weniger wohl eher im Sinne eines etwas glaubwürdigeren Kommissars gewesen: Denn sollte den Autoren in Zukunft nichts Originelleres einfallen und das Niveau der lustigen Seiten (Kluftingers und der gesamten Krimireihe) weiter sinken, laufen Kobr und Klüpfel Gefahr aus unserem liebenswerten Allgäuer und den an sich gelungenen Kriminalfällen in der Allgäuer Provinz eine misslungenen Witz zu machen, was ich persönlich Schade fände, denn mittlerweile ist mir unser Kässpatzen-Kommissar an Herz gewachsen.
|
|
|
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Klufti unter Wasser, 25. April 2008
Tauchverbot im sagenumwobenen Alatsee. Als Kluftinger die japanische Freundin seines Sohnes mit einem beschaulichen Spaziergang mit den Naturschönheiten des Allgäus beeindrucken will, ahnt er nichts von dem grauseligen Anblick, der sich seiner Familie bald bieten wird. Denn im Schnee am Seeufer liegt ein lebloser Taucher in einer roten Lache. Der Kommissar checkt die Lage und stellt gleich zu Anfang fest: Bei seinem neuen Fall ist nichts so wie es erscheint und um die Lösung des Rätsels zu finden, muss er buchstäblich dem See auf den Grund gehen.
Der Kultkommissar von Kempten ist nach seiner Rettungsaktion am See ziemlich verschnupft, aber er lässt nicht zu, dass eine kleine Erkältung sein Hirn verkleistert oder ihm seinen bärigen Humor nimmt. Der Taucher, der mit eingedelltem Schädel gerade noch so mit dem Leben davon gekommen ist und nun im Koma liegt, hatte ein rätselhaftes Zeichen in den Schnee gemalt. Was wollte er damit sagen? Gar nicht begeistert ist er von der weiblichen Unterstützung, die sein Team bekommt. Die kettenrauchende Friedel Marx hatte ihm gerade noch gefehlt. Allerdings stachelt sie seinen Ehrgeiz an und dank des auffallenden Zeichens im Schnee, verfolgen die Ermittler bald eine heiße Spur, die zu einer seltsamen Vereinigung ehemaliger Kameraden einer Einheit aus dem zweiten Weltkrieg führt. Was ist in den 40er Jahren wirklich am Alatsee geschehen? Den See selbst erforscht gerade ein wissenschaftliches Forscherteam. Ergeben sich hierbei neue Erkenntnisse? Doch dann wird die Ausrüstung der Wissenschaftler mutwillig zerstört und das wichtigste Gerät geklaut. Wer steckt hier dahinter? Viele Fragen und keine Antworten, aber das Polizeiteam aus dem Allgäu gibt nicht auf.
Der Klufti von Volker Klüpfel und Michale Kobr ist richtig knuffig. Der brummige Kommissar mit der Vorliebe für deftiges Essen und mit den flinken Gehirnzellen, tappt im persönlichen Umfeld gerne mal ins Fettnäpfchen. Das macht ihn um so sympathischer. Seine Fehde mit dem aufgezwungen Bekannten Doktor Langhammer sorgt für einige Lacher (Beste Szene: Sonntäglicher Skiausflug). Da wird es wohl noch weitere Entwicklungen geben und so bleibt der Leser seinem Serienermittler treu und greift gerne zum nächsten Roman.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|