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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brilliante Sprache, trockener Humor, spitze Zunge - ein Buch wie der Mann, 28. Oktober 2009
Wer glaubt nicht, ihn zu kennen, den Uli Hoeneß. Wie vielschichtig er tatsächlich ist, kann man jetzt in dem neuen Buch von Christoph Bausenwein nachlesen. In seinem Standardwerk "Geheimnis Fußball" ist Bausenwein der Faszination des Spiels in allen seinen Facetten auf den Grund gegangen. Ähnlich gründlich fällt nun das sehr gut zu lesende Hoeneß-Buch aus. Kein Aspekt wird ausgelassen, und obwohl es wieder ein "Wälzer" geworden ist, bleibt es doch von der ersten bis zur letzten Seite unterhaltsam. Wer sich mit der Bundesliga-Geschichte beschäftigt, kennt natürlich schon Vieles. Man ist aber dann doch erstaunt, wie viel "Hoeneß" im deutschen Fußball steckt. Ohne Hoeneß, das zeigt das Buch, wäre manches sicher ganz anders gelaufen. Vor allem hätten die Bayern, im Guten und im Bösen, wohl nie diese Dominanz entwickelt. Bemerkenswert ist das Bemühen um ein ausgewogenes Urteil. Besonders gut das Schlusskapitel, in dem Hoeneß' Wesen als Renaissance-Fürst des Fußballs auf den Punkt gebracht wird. Ein Muss für jeden Fußballfan! - egal, ob Bayern-Fan oder Bayern-Hasser.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ihm zieht keiner die Lederhose aus ..., 21. Oktober 2009
Das Buch versucht den Mythos Uli Hoeness zu entschluesseln. Uli Hoeness hat die Gemueter schon immer entzweit. Fuer die einen der typisch arrogante Bayern Manager, dem alle Mittel auch ausserhalb des Fussballplatzes recht zu sein scheinen, die dem FC Bayern zum Erfolg verhelfen, fuer die anderen der letzte Fussball Sozialromantiker, der seinen FC Bayern auch schon mal kostenlos bei maroden Fussballvereinen antreten laesst, um den drohenden Exidus dieser abzuwenden oder der, wie geschehen, in Hamburg Bratwuerste fuer einen guten Zweck verkauft.
Das Buch beschreibt Uli Hoeness als einen vom FC Bayern Besessenen, der sich fuer keine Drecksarbeit zu schade ist. Wenn es fuer den Erfolg hilfreich ist, macht er sich auch zum Deppen, immer zum Wohle des Vereins, niemals zur Selbstdarstellung (wie z.b. Beckenbauer). Er ist ein Stratege, ein Kriegsherr, der Nebenschauplaetze eroeffnet, um vom Hauptgeschehen abzulenken und die Schlacht zu gewinnen.
Er laesst keinen Zweifel daran aufkommen, das es trotz aller sportlichen Praemissen ohne vernuenftigen finanziellen Background nicht geht und die derzeitige Gesamtsituation im Fussball eines Tages zum Supergau fuehren wird, wenn nicht vorher Massnahmen eingeleitet werden, die die Vereine zu vernuenftigem Handeln zwingen.
Trotz aller Bayern Besessenheit sieht er sich als Teil des Solidarsystems Bundesliga. Nur wenn dieser Pakt funktioniert, kann auch der FC Bayern funktionieren, d.h. erfolgreich sein.
Darueberhinaus macht er sich Gedanken ueber die zukuenftige Gesamtentwicklung des Fussballs, die ihn zum (manchmal auch ungeliebten) Vordenker machen. Doch der Erfolg seines" FC Bayerns gibt ihm Recht ... nachweislich seit mehr als 30 Jahren.
Der Autor bringt uns Uli Hoeness in seinem Facettenreichtum ein Stueck naeher und laesst keinen Zweifel daran, dass der wahre Macher des FC Bayern Uli Hoeness ist - auch wenn er heute keine Tore mehr schiesst. Man kann ihn lieben oder hassen, doch unbestritten ist, auch nach der Lektuere, die Tatsache, dass Uli Hoeness der beste Manager der Bundesliga, wenn nicht gar Europas ist.
Lesenswert - auch fuer Anti-Bayern-Fans.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Beste über Hoeneß, 26. November 2009
Bis Uli Hoeneß seine eigene Biografie schreibt, dürfte das die beste Schilderung über sein Leben sein. Erstaunlich, an wieviele Anekdoten man erinnert wird: beispielsweise dass er mal den Spitznamen "Foeneß" hatte. Oder seine Rolle in der Daum-Affäre. Gut finde ich an dem Buch vor allem, dass es die Rolle von Hoeneß ausgewogen und fair darstellt. Sein Ziel, den FCB zum "deutschen Real" zu machen, hat er nicht erreicht. Polarisiert hat er dafür reichlich. Aber der deutsche Fußball wäre ohne den Dicken ein dickes Stück ärmer. Das Buch macht klar, was wir mal an ihm verlieren werden.
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