Kurzbeschreibung
In den Massengräbern in Ruanda, im ehemaligen Jugoslawien, in Afghanistan und im Irak suchen sie nach Gewißheit. Versuchen, den namenlosen Kindern, Alten, Frauen und Männern, die Gott weiß wie umgebracht wurden, ihre Identität zurückzugeben. Damit für die Angehörigen das schreckliche Warten aufhört und sie ihre Toten in Würde bestatten können.
Die 32jährige Clea Koff gehört zu den Gerichtsmedizinern, die im Auftrag des UN-Kriegsverbrechertribunals die sterblichen Überreste exhumieren und analysieren. Was sie bei ihrer Arbeit gesehen hat und sie bis in ihre Träume verfolgt, die unbeschreiblichen Szenen, die die junge Frau mit den Hinterbliebenen erlebte, sie kann nicht anders als zu erzählen: »Ohne unsere Erkenntnisse könnten die Gerichte nicht arbeiten, ohne Gerichte gäbe es kein Urteil, ohne Urteil keine Strafe, ohne Strafe keine Gerechtigkeit.«
Über den Autor
Clea Koff, 1972 in England geboren, verbrachte ihr Kindheit auf Reisen, weil ihre Eltern Dokumentarfilmer sind, und lebte auf drei Kontinenten in Ostafrika, der Heimat ihrer Mutter, in Amerika und Europa. 1996, mit 24 Jahren, arbeitete die Anthropologin für die erste forensische Mission des UN-Kriegsverbrechertribunals in Ruanda, später in Bosnien, Kroatien und im Kosovo. Clea Koff lebt abwechselnd in Los Angeles und Melbourne / Australien.