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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Köchin für einen Sommer, 14. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Köchin für einen Sommer (Gebundene Ausgabe)
Sussex im Sommer 1936. Köchin für Künstlerhaushalt gesucht - Aufgeschlossenheit erforderlich, stand in der Annonce. Obwohl Kitty gerade mal Hausmannskost zubereiten kann, bekommt sie die Stelle bei der exzentrischen Amerikanerin Ellen Steinberg, die erst kürzlich ins idyllische Willow Cottage gezogen ist. Die Freizügigkeit der Bohemienne ist für die schüchterne Kitty so schockierend wie reizvoll: nachmittägliche Geräusche aus dem Schlafzimmer, nacktes Sonnenbaden im hohen Gras, ein junger Liebhaber, der im stickigen Gartenhäuschen über seinem großen Roman brütet ... und sich nicht nur für Karl Marx und das Proletariat, sondern bald vor allem für die attraktive Köchin interessiert. Und dann die beiden Teenager-Töchter aus früheren Beziehungen, die alles belauern - und mehr von dem sich anbahnenden Gefühlschaos mitbekommen, als allen Beteiligten lieb sein kann. Auch auf dem Land ist Idylle nicht so einfach zu haben. In der aufsteigenden Hitze eines Sommers scheint nicht nur Ellens Traum vom bürgerlichen Familienleben zu verdunsten, sondern auch Kittys Traum von der alle Schranken überwindenden Liebe. Nur der Gärtner hat schon immer gewusst, dass das alles nicht gut gehen kann.
Das Buch entführt den Leser in einen ungewöhnlichen Haushalt mit sehr speziellen Bewohnern und teils doch etwas schrägen Gästen. Köchin Kitty versteht sich zwar mit der Hausherrin Ellen, doch sie wird von deren exzentrischen Lebensweise irritiert. Auch wenn die Gäste unter sich bleiben, bahnt sich für Kitty alsbald eine kleine Liebschaft an, mit der sie sich aber nicht recht identifizieren kann.
Es ist kein erotischer Roman doch passt alles recht gut ins Jahr 1936. Mit dem Roman KÖCHIN FÜR EINEN SOMMER hat Bethan Roberts einen leichten und unkomplizierten Sommerroman überlassen, der sich schnell und genussvoll lesen lässt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Leicht und luftig, 19. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Köchin für einen Sommer (Gebundene Ausgabe)
Im Nachwort schreibt die Autorin, dass dieser Roman von Peggy Guggenheim, der bekannten Kunstmäzenin und -sammlerin, inspiriert ist, die zusammen mit ihren Liebhaber Douglas Garman und ihren jeweiligen Töchtern von 1934 bis 1937 in Sussex lebte und dort ein Mädchen aus der Gegend als Köchin angestellt hatte. Obwohl es zunächst vor allem um den Glamour der Bohème gehen sollte, wurde der Autorin schnell klar, dass Kittys Sicht ebenso wichtig für die Geschichte ist wie die der Bohemiens, und so wechseln sich Kapitel aus der Sicht Kittys, Ellens und schließlich auch Geenies ab. Als Leser fiebert man vor allem mit Kitty mit, vielleicht auch, weil die Geschichte mit ihrer Perspektive beginnt. Man wartet darauf, dass Kitty ihre Schüchternheit überwindet und ihre Unsicherheit verliert. Man wartet auch darauf, dass George und Kitty zueinanderfinden. Obwohl der Ausgangspunkt der Autorin beim Schreiben der Geschichte Ellen war, findet man zu ihr nur schwer Zugang. Sie bleibt die verwöhnte Tochter reicher amerikanischer Eltern. An ihrem Kummer hat man als Leser nur halb so viel Interesse.
Insgesamt bleiben die Figuren eher eindimensional. Entwicklung findet nicht statt, eine solche zu zeigen, war aber auch sicher nicht das Anliegen der Autorin. Gezeigt wird dagegen ein Sommer in Sussex und die Verwicklungen der sechs Menschen, die hier im Cottage wohnen. Die Geschichte selbst ist leicht kitschig, aber nicht zu sehr, sie ist unterhaltsam geschrieben und schnell gelesen. Denn die Autorin versteht es Spannung aufzubauen und über das gesamte Buch aufrechtzuerhalten, auch die einzelnen Kapitel sind spannend konstruiert und enden immer so offen, dass man zum Weiterlesen veranlasst wird, gerade auch, weil man seine Erwartungen bestätigt sehen will - was letztlich meistens der Fall ist. Wer mehr als pure Unterhaltung sucht, ist hier definitiv falsch. Man muss diese englische" Atmosphäre mögen, dann wird man gut unterhalten, denn die Autorin versteht ihr Handwerk, unterrichtet gar "Creative Writing"-Kurse.
Leichte und unterhaltsame Lektüre für laue Sommernächte oder einen Tag am Strand.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Leichte und lockere Sommerlektüre aus dem Jahr 1936, 8. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Köchin für einen Sommer (Gebundene Ausgabe)
Nach ihrem beachtenswerten Romandebüt "Stille Wasser", das 2008 ebenfalls bei Kunstmann erschien, schrieb der Rezensent:
"Der Roman ist ein kleines Meisterwerk, das in der Lage ist, kleine Gesten und Szenen so zu beschreiben, dass sie eine ganz eigene, unvergleichliche Wirkung erzielen. Und so wird der Roman, obwohl er das Ende ganz am Anfang erzählt, zu einem wahren Psychothriller, spannend bis zur letzten Seite mit einem Psychogramm einer ganz normalen Familie in einem ganz normalen Leben, das, ohne eine entsprechende Sprache dafür zu finden, von Anfang bis zum bitteren Ende erfüllt ist von einer tiefen und weitreichenden Sehnsucht nach eben diesem Leben.
Bethan Roberts erzählt von einfachen Menschen und ihren Wünschen und Träumen, vor allem aber von ihrer Angst, das zu verlieren, was sie haben."
Auch in ihrem neuen Buch beschäftigt sie sich in einer ihrer Hauptpersonen, der jungen Kitty, mit der Lebenswirklichkeit von einfachen Menschen aus der unteren Schicht. Doch von den Büchern über die Sammlerin Peggy Guggenheim und ihrem skandalösen und widersprüchlichen Leben fasziniert, hat sie dieser jungen Frau eine weitere Figur gegenübergestellt, die Amerikanerin Mrs. Steinberg und ihren Lover Mr. Crane, die im Sommer 1936 ein Cottage in Sussex gemietet haben, und bei der sich Kitty als Köchin verdingt.
In der Gegenüberstellung dieser einfachen jungen Frau und den beiden Amerikanern, die sich wie Bohemiennes gerieren, ohne dass sie es wirklich sind, liegt die Faszination dieses leichten und lockeren Romans, der man für eine Sommerlektüre am Strand oder zuhause nur empfehlen kann.
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