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Das Schloß
 
 

Das Schloß (Gebundene Ausgabe)

von Franz Kafka (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Anaconda (31. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866471068
  • ISBN-13: 978-3866471061
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 13,2 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 4.981 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Schloss
OA 1926 Form Roman Epoche Moderne
Das letzte, von Januar bis September 1922 entstandene Romanfragment von Franz Kafka greift das in Der Prozess entworfene Thema der unendlichen, letztlich scheiternden Suche des Individuums nach Erkenntnis auf. In Form einer Parabel auf die Existenzsituation des Menschen der Moderne schildert Kafka, wie eine anonyme Macht – das Schloss – die Sehnsucht des Menschen nach Wahrheit und Sinn manipuliert, den Suchenden bannt, unterdrückt und vernichtet.
Inhalt: In einer Winternacht gelangt der Landvermesser K. in ein Dorf, das von einem mysteriösen Schloss und dessen »Beamten« beherrscht wird. Erfolglos versucht K. während der kommenden sieben Tage ins Schloss vorzudringen. Hilfe erhofft er sich von den Dorfbewohnern, obskure und tragische Gestalten, die K. in undurchschaubare Ereignisse verstricken, deren widersprüchliche Hinweise er aber nicht zu entschlüsseln vermag. K. konzentriert seine eigennützigen, irrationalen Anstrengungen alsbald auf den Schlossbeamten Klamm: Er verführt dessen Geliebte, dringt nachts in Klamms Kutsche ein und berauscht sich am Cognac des Beamten. Als diese Provokation der autoritären Instanz scheitert, schließt sich K. einem Schlossboten an, dessen Familie im Dorf geächtet wird, seitdem sich die Schwester einem Beamten verweigert hat. Die Ereignisse überstürzen sich, als K. zu einem »Verhör« bestellt wird: Klamms Geliebte, die vom Besuch bei der verfemten Familie erfahren hat, trennt sich von K.; während ein Sekretär dem entkräfteten K. versichert, dass das Amt seine Bitten nun erfüllen würde, fordert ihn ein anderer Sekretär auf, Klamms Geliebte freizugeben. Bevor der zu Tode erschöpfte K. in tiefen Schlaf sinkt, beobachtet er die hektische Betriebsamkeit der Schlossdiener und erfährt, dass seine Anwesenheit das Amt erheblich behindern würde. Nachdem ein Zimmermädchen K. am folgenden Morgen anbietet, fortan bei ihr zu wohnen, bricht die surreale Handlung ab.
Max Brod (1884–1968), Herausgeber der Werke von Kafka, berichtet, dass geplant war, den Roman mit K.s Tod enden zu lassen; im gleichen Moment sollte dem Protagonisten vom Schloss die endgültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erteilt werden.
Aufbau: In höherem Maß als Der Prozess verweigert sich Das Schloss eindeutigen Interpretationsversuchen. Bot Der Prozess mit Begriffen wie »Gesetz«, »Gericht« oder »Schuld« noch konkreten Assoziationsfreiraum, liefert Das Schloss solche Anhaltspunkte kaum mehr. Dies bedingt vor allem die den Aufbau bestimmende Kreisstruktur, die als zentrale Grundfigur des Romans alle geschilderten Ereignisse, Dialoge und Erzählebenen dominiert: K.s Versuche, ins Schloss zu gelangen, führen ihn stets kreisförmig an den Ausgangspunkt zurück; aussichtsreiche Gespräche enden, ohne dass K. Aufklärung erhalten hätte. Die Sehnsüchte K.s und der Dorfbewohner kreisen um das Schloss, werden jedoch immer wieder enttäuscht. Besonders die Frauengestalten heben dies hervor: Über Generationen hinweg werden sie von den »Beamten« verführt, missbraucht und fallen gelassen, ohne diesen Teufelskreis je durchbrechen zu können. Selbst die Naturgesetze folgen dieser in den Abgrund weisenden Spirale: Im Verlauf der 25 Romankapitel scheint sich der Wechsel zwischen Tag und Nacht zu beschleunigen und immer eher zwingen Müdigkeit und Entkräftung K. in einen todesähnlichen Schlaf. Ins Zentrum dieses Bannkreises, der K. und die Dorfbewohner gefangen hält, setzt der Autor das unerreichbare Schloss bzw. das Phantom des übermächtigen Klamm. Schloss und Beamte sichern ihre absolute Machtposition, indem sie vorgeben, das Ziel aller menschlichen Sehnsüchte zu sein, sich zugleich aber jedem Verlangen nach deren Erfüllung entziehen.
Wirkung: Wie Der Prozess hat Das Schloss eine Vielzahl psychologischer, soziologischer bzw. theologischer Deutungsversuche nach sich gezogen. Die bleibende Faszination, die der Roman bis heute ausübt, resultiert aus dem Verzicht des Autors, einen eindeutigen Sinngehalt anzubieten. Die »offene« Struktur, die schon Der Prozess aufwies, beeinflusste die moderne Dichtung maßgeblich und trug mit dazu bei, dass Das Schloss weit über die Grenzen der Literatur hinaus Aufmerksamkeit fand. T. S. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


Kurzbeschreibung

Das Schloß, Kafkas letzter großer Roman, erzählt von K., der vom Grafen eines ländlich gelegenen Schlosses als Landvermesser beauftragt wird. Doch K.s Versuche, ins Schloß zu gelangen, scheitern ebenso wie sein Bemühen, im Dorf seinen Platz zu finden; und sein Kampf gegen die allgegenwärtige, anonyme und undurchdringliche Bürokratie der Schloßverwaltung endet für ihn in einem Dickicht aus Geheimnissen und Erniedrigungen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Parabel auf Moderne und Postmoderne, 3. Oktober 2002
Diese Rezension stammt von: Das Schloß (Taschenbuch)
Im letzten und düstersten der drei Kafka-Romane spielt der größte Teil der Handlung nachts; die Tage sind so kurz, dass das Tageslicht nur wenige Stunden andauert. Selbst an Sommertagen fällt gelegentlich noch Schnee. Der Protagonist K. hält sich wie ein ungebetener Gast im Dorf auf. Beim Versuch, über eine Seitengasse in Richtung Schloss zu gelangen, sinkt er im Schnee ein, kommt nicht weiter. Die Naturgesetze folgen der hier herrschenden Ordnung des Schlosses ebenso wie die Dorfbewohner und die Beamten.
In dieser magischen, finsteren, ländlich-ärmlichen Welt des Dorfes kämpft K. um sein grandioses Ziel, ins Schloss zu gelangen. Dabei werden Müdigkeit, Obdach und Schlaf zu einem immer größeren Problem der Hauptfigur. Einmal äußert er die Bitte, "ein Brett auf die Fässer legen" und schlafen zu dürfen, worauf man ihm "irgendein Kissen" hinwirft. Eines Nachts im Herrenhof beim Beamten Bürgel könnte K. alles erreichen. K. scheitert an seiner Müdigkeit, sein Kampf um Fortschritt ist längst absurder Leerlauf. Im ersten Kapitel sagt K.: "Ich will immer frei sein." Davon bleibt im Romanverlauf nichts übrig. K. lernt, seine Persönlichkeit, seine Ziele und Bedürfnisse dem übergeordneten Zweck, dem herrschenden Prinzip unterzuordnen. Bei Kafka "irrt und kämpft" (Grönem.) der Mensch vergeblich. Ob er sich anpasst oder kämpft, das Schloss ist unabhängig davon freundschaftlich oder feindselig orientiert. K. hat keine Möglichkeit der aktiven Auseinandersetzung mit der ihm gegenüberstehenden Ordnung. Diese entzieht sich jeder Überprüfbarkeit und Erfahrbarkeit. Alle Widersprüche und Absurditäten dieser Ordnung sind unangreifbar. Darin liegt K.s Unfreiheit und die aller anderen Romanfiguren. Der Roman ist die große Parabel der Moderne und Postmoderne, ein visionäres Meisterwerk, aktueller denn je, Meta-Literatur, eine Lektüre-Herausforderung, die jeden Leser (über-)fordert.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ja nicht an die hier aufgeführten Interpretationen glauben!, 15. September 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Das Schloß (Taschenbuch)
Man muß dieses Buch selber lesen. Ich bin gerade dabei es zu lesen und ich kann mit keiner der obenstehenden Interpretationen etwas anfangen, zum Teil ist das, was oben steht auch wirklich falsch, K. wurde NICHT als Landvermesser gerufen und hat dann festgestellt, daß man ihn nicht braucht. Er selbst hat sich zum Landvermesser gemacht, als er sich als solchen ausgibt. Ich finde, dieses Buch ist fast wie eine Droge, man wird davon total verschickt. Man kann nicht davon lassen, obwohl man den Inhalt kaum mehr ertragen kann. Ich hab noch nichts sonst von Kafka gelesen außer ein paar Ausschnitten aus Kurzgeschichten und seinem Tagebuch und ich bin sehr, sehr, sehr beeindruckt, ich finde es erstaunlich, daß Kafka dieses Weltbild so gut in Worte fassen kann. Ich würde es als den Kampf eines Menschen, der versucht im Leben Fuß zu fassen, interpretieren, mit dem "Schloss" als das Lebensziel (was man nicht erreichen kann) und "Klamm" als Gott. Aber man muss dieses Buch selber lesen, es ist ein sehr subjektiv zu lesendes Buch.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lebenskampf als Lebensinhalt, 25. April 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Das Schloß (Taschenbuch)
Das Schloss, oft auch als "Kafkas Faust" bezeichnet, darf wohl als eines der bedeutendsten Werke der moderneren deutschen Literatur aufgefasst werden. In dem surrealen Roman tritt als Hauptperson der Landvermesser K. auf, der nach seiner Ankunft im Dorf rasch bemerkt, dass eigentlich "das Schloss" die Fäden in der Hand hält. Er nimmt den Kampf mit dem Schloss auf - und verliert ihn Stück für Stück. Schlussendlich muss er sich der Tatsache bewusst werden, dass er seinen Lebenskampf verloren hat, da ihn seine Lebenskräfte im entscheidenden Augenblick im Stich gelassen haben. Auffallend ist auch der Schluss des Buches: in epischer Form endet das Buch dort, wo es noch einmal richtig spannend wird - anregend, selber weiterzudenken. Deutlich tritt in diesem Werk die Sprachgewalt des Autors hervor; wer sich einmal die Mühe macht, z.B. den Sekretär Klamm auf seine UmKLAMMerung hin zu untersuchen, merkt bald, dass Kafka ein Sprachkünstler gewesen ist, der seinesgleichen sucht. Als Anstoss zur Interpretation ist wohl zu erwähnen, dass Kafka oft unter dem Aspekt des Vater-Sohn-Konflikts sowie der Darstellung der göttlichen Gnade betrachtet wird. Es scheint mir dies jedoch etwas eingeengt; der Leser sollte zuerst die Surrealität des Werkes verstehen lernen, bevor er dieses konkretisiert. Ich rate daher, das Buch aus der Sicht K.'s zu untersuchen: Wie verändert er sich? Es gereicht zu grosser Erleichterung, das Werk auf diese Art und Weise verstehen zu lernen. Alles in allem ist das Werk gerade wegen seiner Komplexität wohl eines der grössten in der deutschen Literatur, wenn nicht das genialst überhaupt.
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5.0 von 5 Sternen "Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns." ( Kafka)
Der Landvermesser K., der mit einem durch nichts beglaubigten Auftrag ins Dorf kommt, macht durch seine Wunschtäume und seine fortwährenden Bemügungen im Schloss vorgelassen zu... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Helga König veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Als äußerst langwierig......
entpuppte sich das Romanfragment "Das Schloss" von Kafka für mich.

Auch auf die Gefahr hin hier völlig anderer Meinung zu sein als so mancher Literaturkenner und... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Gasser Klaus veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Schön beklemmend, aber leider unvollendet
Voller Enthusiasmus, seinen Vermessungsauftrag anzutreten, trifft Landvermesser K. vor dem Schloss ein, zu dem er bestellt ist. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Michael Höfler veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Kafka, der Meistererzähler
Du liest Kafka? Bist du da nicht wochenlang niedergeschlagen und schlecht drauf?
Das fragte mich ein Freund, als wir verschiedene Bücher besprachen und kritisierten! Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von M. Hochholzer veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Sehr interessant und abschreckend zugleich
Ja, die Verwandlung. Das ist schon ein Klassiker. Fast das wichtigste Werk von Franz Kafka. Recht kurz, aber intensiv. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Interface veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Nichts gegen den Inhalt!!! 5 Sterne dafür, aber dieses Buch zu diesem Preis ----------
Wie oben zu entnehmen, finde ich den Inhalt des Romans sehr gut!!! Ab und zu fragt man sich zwar, wie will Kafka nur noch diese vielen Seiten die mir noch als Leser vorliegen... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von S. Gans veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Niemand möchte in der Haut Franz Kafkas stecken!
In »Das Schloß« schickt Franz Kafka sein literarisches Alter Ego »K.« in ein mysteriöses Dorf. Dort wird das ganze öffentliche Leben und Geschick durch das rätselhafte Schloß und... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von S. Bernard veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen "Wie komme ich ins Schloß?" - "Du? Gar nicht!"
"Das Schloß" ist Kafkas dritter und letzter Roman. Ebenso wie "Amerika" und "Der Prozeß" liegt "Das Schloß" nur als Fragment vor. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Nicole Demiray veröffentlicht

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Das Schoß thront mitsamt seinem aufragenden Burgfried ausserhalb des Ortes auf einem Hügel. Der Landvermesser K kommt im Dorf aus der nicht näher beschriebenen ferne an und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2007 von """"""...

5.0 von 5 Sternen Wunderbare Ausgabe eines wichtigen Romans
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Veröffentlicht am 15. September 2007 von Krimifreund

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