Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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46 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aus dem Leben einer Kupplerin, 5. März 2007
Wie bringe ich meine beste Freundin an den richtigen Mann?
Emmas heimliches Hobby ist das Verkuppeln lieber Menschen in ihrer Umgebung. Mit ihrer Gouvernante, gleichzeitig ihre beste Freundin, hatte sie schon Erfolg. Nun will Emma mehr und möchte eine weitere Freundin an einen Bekannten vermitteln und da beginnt das Chaos. Missverständnisse, sie will ihn nicht, er will Emma... oder doch nicht? Liebe, Leid und Tränen, und ein Happyend, das wohl nur Jane Austen so schön beschreiben konnte.
Das England des neunzehnten Jahrhunderts ist Austens Romanhintergrund.
Leider hat Jane Austen oft den schlechten Ruf, nicht besonders anspruchsvolle Bücher zu schreiben. Mit "Emma" beweist sie meiner Meinung nach genau das Gegenteil. Sie zeigt, dass auch Liebesromane literarisch hochwertig sein können und nicht immer nur leichte Kost für zwischendurch sind.
Wer etwas Spannendes lesen will, ist mit diesem Buch nicht gut beraten. Der Roman liest sich zwar sprachlich unterhaltsam, aber da so unglaublich wenig passiert - zumindest nichts Aufregendes - tut sich bestimmt manch mediengewöhntes Auge und Hirn schwer damit. Jane Austen schildert alles sehr detailliert und gewohnt minutiös, was den Roman für Gelegenheitsleser nicht so attraktiv macht.
Es erfordert sicher einiges an Konzentration, um nichts zu überlesen, was zu banal erscheint, um wichtig zu sein. Nach etwa 100 Seiten gewinnt der Roman aber sehr.
Man muss sich in die damalige Zeit hineinversetzen können, dann ist das Buch ein Lesegenuss.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ihr bestes Buch, 3. September 2007
Jane Austen zu mögen oder nicht zu mögen ist vorallem eine Frage der Perspektive. Wessen Geschmack auf zeitgenösische Populärliteratur geeicht ist, findet besonders "Emma "wahrscheinlich zum Gähnen langweilig und legt es nach den ersten paar Kapiteln zur Seite.
Wer bei Jane Austen zuerst an die mittlerweile zahlreichen Filme denkt, wird sich zumindest an der Erinnerung daran entlanghangeln können und so bei der Stange bleiben. Oberflächlich ist alles geboten was ein harmloses Lesevergnügen ausmacht: englisches Landleben, junge und hübsche Leute, zahlreiche Liebesverwicklungen, nicht allzu tiefgreifende Sorgen und ein Happy End zwischen den beiden Hauptfiguren.
Sicher gibt es viele Leute, die Jane Austen genau so lesen und verstehen, nur stellt sich die Frage, warum man dann nicht gleich zu Rosamunde Pilcher greift?
Es steckt mehr hinter dieser Autorin, die nicht umsonst noch heute so populär ist und in ihrem Heimatland oft auf eine Stufe mit Shakespeare gestellt wird. Die absolute Beherrschung der sprachlichen Mittel wird besonders in "Emma" am deutlichsten (und am deutlichsten, wenn man sie im Original liest). Die Rahmenhandlung ist auch hier nicht mehr als das: ein Rahmen. Ein Rahmen für vielfältigste Anliegen, sprachliche Spielereien und Gedanken, die man schnell übergeht, wenn man sich lediglich auf den Verlauf konzentriert. Ein wenig Hintergrundwissen über den gesellschaftlichen und geschichtlichen Kontext kann das Lesevergnügen erheblich steigern, doch auch ohne eine genau Kenntnis der Verhältnisse kann man dieses Buch schätzen. Jane Austen ist zeitlos in ihrer genauen Beobachtung menschlicher Eigenarten, in "Emma" ist sie damit auf der Höhe ihres Könnens.
Während man "Stolz und Vorurteil" zehnmal mit derselben Freude lesen kann, eröffnet sich bei diesem Buch von Mal zu Mal ein weiteres Feld auf dem man neue Einzelheiten entdeckt. Das vermeintlich sinnlose Geplapper von Miss Bates z.B. gibt eindeutige Hinweise zur im Hintergrund ablaufenden Geschichte zwischen Jane und Frank, die Erzählstimme mischt sich so gekonnt mit Emmas eigenen Gedanken, dass man am Schluss genauso verblüfft ist über die Auflösung des Knotens wie Emma selbst.
Was ich persönlich an Jane Austen und an "Emma" am meisten schätze ist die Ökonomie der Mittel. Keine versonnenen Beschreibungen zum bloßen Selbstzweck, keine erzählerischen Ausschweifungen - jeder Satz, beinahe jedes Wort hat eine Funktion die dem "großen Ganzen" dient.
Dazu der versteckte Humor, die Satire, der Wortwitz. Keine Schenkelklopfer, sondern ein kontinuierliches, verstohlenes Schmunzeln.
All das muss man sehen, verstehen und schätzen können - dann ist "Emma" unerschöpflich.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eines ihrer besten Werke, 5. November 2007
Nach "Stolz und Vorurteil" ist dies eindeutig mein Lieblingsroman von Jane Austen.
Es geht natürlich um die Suche nach dem richtigen Ehemann. Doch ausnahmsweise, ist die Heldin nicht arm, sondern selbst sehr reich. Emma ist eine sehr hübsche, selbstsichere und gebildete junge Dame aus gutem Hause, die nicht die Absicht hat, je selbst zu heiraten. Dafür liebt sie es die Hochzeiten anderer anzubahnen, was ihr jedoch nicht immer gelingt. Schließlich, nach einigen Verwicklungen, findet auch Emma ihr Glück.
Diese Geschichte einer jungen Frau, die erst ihre Fehler einsehen muss um glücklich zu werden, hat ihren ganz eigenen Charme und zeichnet sich durch ihren hintergründigen Humor aus.
Da Emma nicht wegen finanzieller Gründe heiraten muss, ist dieser Roman etwas weniger "ernst" als andere Werke der Autorin wie zum Beispiel "Stolz und Vorurteil" oder "Mansfield Park", was ihn allerdings nicht weniger romantisch und ebenso schön macht.
Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
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