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Der Augenblick der Wahrheit. SZ Krimibibliothek Band 8
 
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Der Augenblick der Wahrheit. SZ Krimibibliothek Band 8 (Gebundene Ausgabe)

von Leif Davidsen (Autor), Peter Urban-Halle (Autor), Peter Urban- Halle (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 346 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866152329
  • ISBN-13: 978-3866152328
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Bilder eines Paparazzos

Leif Davidsens Roman «Der Augenblick der Wahrheit»

Hinter dem nichtssagenden Titel verbirgt sich ein gut geschriebener und spannender Unterhaltungsroman. Das Piepsen eines Handys bringt den Stein ins Rollen: das Opfer, ein spanischer Minister, hebt den Kopf und schaut mit zusammengekniffenen Augen die Felsen hinauf, die sich über einer kleinen, versteckten Bucht an der Costa Brava türmen. Oben liegt seit einigen Stunden ein Sensationsphotograph auf der Lauer, um vom Politiker und von der jungen Frau ein Bild zu schiessen. Der Minister kann das Piepsen zwar nicht hören, das Rauschen des Meeres überdeckt jedes Geräusch, aber er spürt es und alarmiert seine Leibwächter.

Der Sensationsphotograph heisst Peter Lime. Er ist Däne, um die fünfzig, mit einer Spanierin verheiratet und Vater einer siebenjährigen Tochter. Seine Arbeit – die Jagd und die Erlegung der Beute – erfüllt ihn mit tiefer Befriedigung. Die Skrupel, Reiche und Berühmte zu blamieren und aus der Neugier der Menschen Profit zu schlagen, wischt er beiseite. Schliesslich gehört er einer Generation an, die «die Welt ins Bessere» kehren wollte und von «Liebe und Gleichheit» träumte – was kümmert ihn der Sturz eines bürgerlichen Politikers, den die Veröffentlichung der Photographie zweifellos nach sich ziehen wird? «Vielleicht lag es an meinem Alter, dass ich meinen Beruf mehr und mehr in Frage stellte», überlegt der Ich-Erzähler Lime in seiner Rückblende. Aber im Grunde weiss er, dass sich seine Werte gewandelt haben, denn inzwischen zählt er selbst zum Establishment, und Frau und Kind sind ihm wichtiger als alles andere.

In Davidsens Roman ist die Vergangenheit des Protagonisten der Angelpunkt der Handlung. Das Piepsen des Handys, das Peters Aufnahmen vom Minister und von seiner Geliebten abrupt beendet, beschwört sie herauf: Lime soll Auskunft geben über eine Photo, die er vor dreissig Jahren in der dänischen Provinz geschossen und an eine Lokalzeitung verkauft hat.

Nach diesem Auftakt bleibt kein Stein auf dem andern: das scheinbar harmlose Bild einer Frau mit Gitarre und Marianne-Faithfull-Haarschnitt macht aus dem Jäger einen Gejagten, Frau und Kind kommen ums Leben, Limes Vergangenheit wird aufgewühlt, und Treulosigkeit und Verrat lassen Welten zusammenbrechen.

Lesenswert ist dieser erste auf deutsch vorliegende Roman von Leif Davidsen nicht nur auf Grund der Darstellung seines zwiespältigen Protagonisten, sondern auch auf Grund der Authentizität der Schauplätze und der Einbettung der Handlung in die Zeitgeschichte. Davidsen, 1950 (und wie sein Protagonist) auf Fünen geboren, arbeitete als Journalist, politischer Korrespondent und Nachrichtenredaktor, ehe er sich der Schriftstellerei zuwandte. So lässt er etwa Kenntnisse über die baskische Terrororganisation ETA und über die Arbeit der Gauck-Behörde in den Roman einfliessen, und er verwebt den Skandal um das 1996 erbaute dänische Kunstmuseum Arken, dessen Direktorin ohne jegliche Überprüfung ihres akademischen Leistungsausweises angestellt worden war und mit einem Millionenbetrag spurlos verschwand.

Christine Holliger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Nichts ist, wie es scheint. Süddeutsche Zeitung Kriminalbibliothek.

50 große Kriminalromane, ausgewählt und präsentiert von der Feuilletonredaktion der Süddeutschen Zeitung. „Blutspuren aus den feinsten Federn, eine wohlexplosive Mischung aus Klassik, Moderne und Neuland des Genres.“ Fred Breinersdorfer, Tatort-Autor und Krimischriftsteller


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Besser als Mankell, Holt und Co., 24. August 2006
Ein Paparozzo wird vom Jäger zum Gejagten. Zunächst wird er, weil man nicht möchte, dass er brisante Fotos über einen Minister veröffentlicht, ins Gefängnis gesteckt und dann verliert er auch noch Frau und Kind bei einem Mordanschlag. Allmählich kommt er dahinter, dass irgendjemand Interesse daran hat, seine alten Negative zu zerstören. Weitere Rätsel gibt ihm auch eine dänische Kommissarin auf, der er bald näher kommt.

Recht gelungen ist es, etwas (aber auch wirklich nur etwas) Politik mit reinzumischen: Unser Journalist muss mit ETA Leuten Kontakt aufnehmen, macht einen Besuch bei der damaligen Gauckbehörde in Berlin oder reist nach Moskau, um einen ehemaligen KGB-Agenten zu engagieren. So hat man wenigstens das Gefühl, das ganze könnte wirklich passiert sein, was der Spannung sehr zuträglich ist.
Es kommen auch einige Actionszenen vor, die wirklich überzeugend geschildert sind.

Alle, die sehr viel Wert auf einen gepflegten Schreibstil legen, können sich das Buch ruhig zulegen: Was der Autor / der Übersetzer geleistet hat, ist wirklich erste Sahne und selten für einen Krimi!
Nach langer Zeit war das endlich mal wieder ein Krimi mit einem richtig guten Ende!

Fazit: Zwar nicht vollkommen, aber durchaus empfehlenswert (gerade noch so fünf Sterne).
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Glücksgriff zum Schnäppchenpreis!, 27. Februar 2006
Von jk "void_moon" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Peter Lime kennt keine Skrupel. Als erfolgreicher Paparazzo liefert er regelmäßig brisante Fotos prominenter Persönlichkeiten in verfänglichen Situationen. Gerade ist ihm wieder ein Coup gelungen. Er hat den Minister einer konservativen Partei mit seiner jungen Geliebten in einer abgelegenen Bucht der Costa Brava fotografiert und macht sich nun an die Vermarktung der Bilder... Da bricht auf einmal sein bisheriges Leben zusammen. Seine Wohnung in Madrid steht in Flammen und seine Frau und Tochter können nicht mehr gerettet werden. Lime will die Schuldigen finden und merkt schnell, dass die Lösung zu der Frage, warum seine Frau und seine Tochter sterben mussten in seiner Vergangenheit und in ein paar alten Erinnerungsfotos liegt. Der Autor schickt den in Madrid lebenden Dänen auf der Suche nach dem Mordmotiv von Kopenhagen über Berlin bis Moskau und in seine 68er Vergangenheit in der er losen Kontakt zu späteren Terroristen hatte. Ist dies der Grund für den Feuertod seiner Familie?

Obwohl ich viele Krimis lese kannte ich den Autor nicht und so war es eher ein Impulskauf nach Lektüre der Kurzbeschreibung. EIN LOHNENDER!! Der Krimi ist gut durchkonstruiert und souverän aufgelöst. Action-Freunde werden eher schlecht bedient - Liebhaber anspruchsvoller Krimi-Literatur und Erzählkunst aber um so mehr!

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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen intelligent und anspruchsvoll, 4. August 2006
Von helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Eins vorweg: viel passiert nicht in diesem Kriminalroman. Wer auf Action und knapp und präzis formulierte Spannungsliteratur steht, wird hier nicht bedient.
Ein Paparazzi macht heimliche Aufnahmen von einem Minister mit dessen jugendlicher Gespielin am Strand. Er wird entdeckt, der Minister lässt seine Muskeln spielen und der Protagonist landet kurzzeitig im Knast. Währenddessen brennt seine Wohnung ab, Frau und Kind kommen ums Leben.
Der Journalist gerät in eine Existenzgründe, bis er sich aufmacht, die Hintergründe der Tat aufzuklären. Die zunächst vermutete ETA erweist sich als falsche Spur, bis schließlich die wahren Hintergründe ihn über Kopenhagen und Berlin nach Moskau führen und auf ein fast 30 Jahre früher gemachtes Foto zurückgeführt werden können.
Davidsen beweist, dass intelligente und anspruchsvolle Kriminalliteratur möglich ist.
Dieser vielschichtige Roman überzeugt auf mehreren Ebenen:
Er schreibt eine Geschichte Spaniens der letzten 30 Jahre vor dem Hintergrund des Umbruchs von der Franco-Diktatur zur Demokratie und des ETA-Terrorismus. Dabei tut er einen tiefen Blick in die Seele Spaniens. Man meint manchmal, die Plätze und Cafés Madrids vor sich zu sehen. Der Besuch eines Stierkampfs gibt einen vorzüglichen und differenzierten Eindruck dieses "Sports". Die porträtierten Personen spiegeln den Wandel der spanischen Gesellschaft an Einzelschicksalen wieder.
Ferner ist der Roman eine Reflexion über die Wurzeln der europäischen Terrorbewegungen teils in der Gewalt, die vom spanischen Faschismus ausging, teils in illusionärem Denken.
Eine dritte Ebene bildet die Reflexion über die Ideale der Jugend und deren Verlust nach dem Überschreiten der Lebensmitte.
Zu guter letzt fördert das Buch ein Nachdenken über die Moral von Paparazzis im Vergleich zu Bildjournalisten.
Die klugen und immer sensibel beschriebenen Beziehungen des Autors zu Frauen gar nicht erwähnt.
Der Roman ist politisch klug, exzellent recherchiert und auch psychologisch vollends überzeugend bis in die kleinsten Details. Er hat zwar nur 340 Seiten, transportiert aber mehr Inhalt als manches doppelt so dicke Werk.
Völlig zu Recht wurde er mit dem skandinavischen Krimipreis ausgezeichnet.
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5.0 von 5 Sternen ein brisantes Thema
eigentlich sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre für jeden Sensationsreporter werden.
Aus dem Jäger wird der gejagte.
Vor 10 Monaten von trollinger veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Eine andere Art des Thrillers
Peter Lime, gebürtiger Däne, verheiratet in Madrid, ist Paparazzi und hat damit sein Vermögen gemacht. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Breanna, veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Dänischer Thriller inmitten europäischer Geheimdienste
"Der Augenblick der Wahrheit" gehört zum Genre der Skandinavien-Thriller, die sich dadurch auszeichnen, nordeuropäische Protagonisten in den Vordergrund zu stellen, aber nicht im... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Januar 2008 von Regenfisch

3.0 von 5 Sternen Gut recherchiert, aber wirr und zu viele Details
Kurzweilig und gut recherchiert, allerdings mit zu viele Details und Verwicklungen. Der Hauptdarsteller bleibt bis am Ende ein unsympatischer Macho und die Auflösung ist sehr früh... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2007 von MonaldaM

4.0 von 5 Sternen Belichtet
Das Leben eines Paparazzo ist nicht einfach. Er kennt keine Skrupel, ein Foto schießen, egal welches, bringt ihm Geld ein. Er versteht sich aufs Auflauern. Er kann warten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. August 2007 von Polar

4.0 von 5 Sternen Belichtet
Das Leben eines Paparazzo ist nicht einfach. Er kennt keine Skrupel, ein Foto schießen, egal welches, bringt ihm Geld ein. Er versteht sich aufs Auflauern. Er kann warten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2007 von Polar

4.0 von 5 Sternen Intelligent und präzise geschrieben
"Der Augenblick der Wahrheit" ist ein atmosphärisch dichter und präzise erzählter Kriminalroman. Die Idee, politische Hintergründe aus der Ära Francos sowie der terroristischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juni 2007 von tomtom

4.0 von 5 Sternen Intelligent und Kurzweilig
Ein Paparazzo wird vom Jäger zum Gejagten, als er sich auf die Suche nach den Mördern seiner Familie macht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2007 von Joern Rohrbach

3.0 von 5 Sternen In der Kürze liegt die Würze
Die Story fängt rasant an, und dieses Tempo taucht auch immer wieder auf, aber dann verliert sich der Autor in Erinnerungen oder pseudophilosophischen Betrachtungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2005 von Susi

4.0 von 5 Sternen Ein starkes Thriller-Debüt!
Paparazzi gelten nicht gerade als gesellschaftliche Sympathieträger - besonders seit Lady Di's tragischem Tod. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2004 von Thriller-Freund

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