Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein Manga, der seinem Anspruch leider nicht gerecht wird, 3. November 2006
Pink Psycho ist ein Autorenteam, das auch den beiden Mitgliedern Heat und Nheira besteht. Beide haben in Internetforen Äußerungen von Jugendlichen gesammelt und diese zu dem Manga In the end verarbeitet. Der Manga spiegelt somit das Lebensgefühl einer Generation wieder, die in unserer Gesellschaft keinen Platz zu finden scheint, genau wie die Hauptfigur Kaito Niikura.
Und Kaito ist wirklich ein sehr zerrissener Charakter. Er ist gegenüber seiner Schule, seinen Freunden und seiner eigenen Zukunft gleichgültig eingestellt. Felsenfest ist er davon überzeugt, dass ihn ohnehin niemand verstehen will. Seine einzigen Freuden findet er im sexuellen Kontakt und in bunten Wunderpillen.
Doch leider erreicht der Manga den hohen Anspruch, den er an sich hat, nicht. Statt ein Bild zu zeichnen, wie das Leben eines perspektivlosen Jugendlichen aussieht, driftet die ganze Geschichte in eine absolut unlogische Liebesbeziehung ab, in der beide sich sofort vom Gegenüber unwiderstehlich angezogen fühlen. Dadurch bekommt man wunderschöne Zeichnungen wirklich hübscher Männer und eine tragische Liebesgeschichte, aber auch nicht mehr.
Ein schön gezeichneter Manga um eine hoffnungslose Liebe. Leider ist die darum gestrickte Geschichte etwas dürftig geraten.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
So tiefgrünig, dass man es am liebsten in einen Brunnen werfen würde, 20. Dezember 2006
Der "Klappentext" hatte mich neugierig gemacht. Auf die zusammengestückelten Forenbeiträge unserer doch so orientierungs- und hoffnungslosen Generation. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Seitenweise Emo-Gefasel; dass die Welt doch so schlecht sei, alles was bliebe, sei die Verzweiflung - das Übliche aus der in ihrem Sprachhorizont doch sehr beschränkten Kitschkiste selbsterannter Philosophen, die ihre düüüsteren Gedanken mit der ganzen Welt teilen wollen.
Damit kommen wir zum Inhalt.
Stilistisch gesehen: Die Dialoge sowie Monologe sind allesamt platt und wirken ziemlich aufgesetzt. Nicht nur, dass man sich als geübter Mangaleser etwas veralbert vorkommt, wenn jeder Handgriff, den man sieht, auch noch wortwörtlich erklärt wird; man hat auch noch das Gefühl, in einer etwas eindimensionalen Sprachebene gelandet zu sein, denn gerade bei den Dialogen vermisst man mehr Abwechslung und wird stattdessen mit knappen Standard-Ausdrücken/Floskeln abgespeist, dass man sich schnell vorkommt wie in einer schlechten Fanfic.
Inhaltlich gesehen: Wie schon erwähnt, fährt die ganze Geschichte sehr auf der Emo-Schiene, die der Protagonist mit seinen abgrundtiefen und schwarzmalerischen Gedankenmonologen regelmäßig anheizt. Die Story ist in Beginn, Verlauf und vor Allem am Ende flach wie eine Flunder, es werden weder auf die Gründe des Verhaltens der Nebenfiguren eingegangen, noch baut der Manga eine wirkliche Stimmung auf. Versuche, eine solche zu erzeugen, mißraten leider völlig und driften stattdessen wieder ins Klischeeige ab, was die natürliche Klientel dieses Mangas allerdings kaum stören dürfte. Die im Manga erwähnten Metaphern sind ausgelutscht und in jedem Mir-geht-es-so-schlecht-niemand-liebt-mich-Gedicht einer modeerkrankten ADS-Vierzehnjährigen zu finden.
Charakterentwicklung: Die Charaktere sind allesamt ziemlich stereotyp und reichen über ihren angelegten Rasterhorizont kaum hinaus. Nebenfiguren werden auf ihre bloße Existenz als guter/böser Mensch reduziert und zeigen nicht wirklich charakterliche Identität. Der Protagonist verhält sich zudem sehr unglaubwürdig, was besonders das doch recht rasant voranschreitende Vertrauensverhältnis zu dem Lehrer betrifft. Die Charaktere sind in ihrer Machart allesamt engstirnig, total überzogen und fast schon eine Karikatur auf bestimmte Menschentypen, was man besonders bei dem Vater des Protagonisten und Megumi, der Frau des Lehrers feststellen kann. Die typischen 08/15-Bösewichte eben.
Sonstiges?: Beim Lesen kommt man sich stellenweise vor, als hielte man einen japanisch geschriebenen Yaoi-Manga in der Hand: man kann kein Wort nachvollziehen, aber das macht auch nichts. PWP, allerdings ohne expliziten oder auch nur angedeuteten Sex. Man sieht nicht einmal einen wirklichen Kuss, was an sich nicht so schlimm wäre, aber somit hätte zumindest dieser Manga doch wenigstens eine Daseinsberechtigung. Weshalb ich trotzdem einen Stern vergebe?
Das Artwork: Stellenweise überzeugen die Zeichnungen nicht so ganz, wirken noch etwas ungelenk und gezwungen. Im Großen und Ganzen ist der Manga aber doch sehr schön gezeichnet, die Haare/Frisuren, Klamotten und Gesichter sind wirklich ein Augenschmaus und dürften den Gothic-Freaks die Freudentränen in die Augen treiben. Vor allem die ersten zwei Farbseiten sind sehr schick und zeigen, dass die Mangaka es auch können, wenn sie sich wirklich Mühe geben. Und da das scheinbar ihr Erstlingswerk ist, muss ich sagen, dass das eigentlich doch ganz ansehnlich ist.
Fazit für mich: Griff ins Manga-Klo von der Story her auf jeden Fall. Die Zeichnungen sind nicht schlecht - mit viel Übung und einer besseren Story/Umsetzung derselben, wäre das sicher nicht so negativ ausgefallen; aber da mich die gefühlstechnische Oberflächlichkeit der Geschichte (das, was andere Leute Tiefgründigkeit nennen) so abgestoßen hat, ein etwas negatives Bild.
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wow! , 25. Oktober 2006
Ich bin durchweg von 'in the end' begeistert.
Je öfter man die Geschichte ließt desto mehr gibt sie einem.
Die Zeichnungen sind super, in den Hintergründen lassen sich auch einige Jrocker entdecken und bei ganz genauem Hinschauen noch einiges mehr. Man kann sich eigentlich aussuchen ob man aus dem Manga einen wirklich tiefgründigen macht oder nicht. Also für jeden etwas dabei.
Sehr lesenswert!
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