Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der unheimliche Sektenkonzern, 15. September 2008
Scientology. Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will
Da ich den Informationsgehalt des ca. 1994 im selben Verlag erschienenen 1ten Buches der Autoren zu Scientology zu schätzen wusste (das ich damals in Berlin las), interessierte mich nun das Ergebnis dessen Überarbeitung.
Ich kann nur schreiben: Das ist den Autoren sehr gut gelungen!
Erneut fühle mich gut, aktuell und (in diesem Fall fast zu) faktenreich informiert.
Auch wenn es interessanter für mich war und ist, die Informationen darüber zu lesen, was sich im Sektenkonzern in den letzten Jahren änderte und wie er sich "wandelte" (manches ist nach wie vor so abgedreht, dass es teilweise auch schon wieder lustig ist [wenn es im Ergebnis nicht so erschreckend wäre!!!]), wer ihn (unter-)stützt(e) und wie er mit wem, bei wem, mit welchen Argumenten und Techniken auf Menschenfang und Manipulierung der (öffentlichen) Meinung ging, geht und - reichlich Kasse macht.
Das totalitäre, anti-demokratische und menschenverachtende System von Scientology wird sehr ausführlich dargestellt.
Dafür den Autoren mein ausdrückliches Lob und dafür gibt es 4 Sterne.
5 Sterne nur deshalb nicht, weil mir die faktenreichen Ausführungen der Autoren fast zu sehr in's Detail gehen (616 Seiten, davon fast 90 Seiten Anmerkungen, Literaturhinweise etc. - mon Dieu!!!). Etwas weniger wäre mehr gewesen. Meine Freundin meinte dazu, dass sie das Buch wohl auch deshalb besonders sorgfältig geschrieben bzw. überarbeitet hätten, um dem Argument, dass sie auch nur einen Aspekt zu Scientology übersehen hätten, gleich zu entkräften.
Wer sollte es lesen? Alle, die sich mit Scientology auseinandersetzen möchten oder die mit diesem totalitären und wenige Grenzen einhaltenden Sektenkonzern konfrontiert waren, sind oder zukünftig sein könnten.
Man muss nicht in Hysterie verfallen, wenn der Name "Scientology" oder ein anderes der scientologischen Zauberwörter (z. B. "Dianetik" [an Ständen in Fußgängerzonen]) fällt.
Klug wäre es, sich umfassend zu informieren.
Dafür ist das Buch bestens geeignet.
P.S.: Da ich kein Interesse daran habe, uns durch Scientologen belästigen zu lassen, habe ich mich eines Pseudonyms bedient. Sonst schreibe ich hier unter meinem "Real Name".
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meilenstein, 21. September 2008
Fast bescheiden heißt es in der Verlagswerbung: "Das Buch ist eine kritische Gesamtdarstellung des Machtsystems Scientology mit journalistischen Mitteln" - ja, es ist vorbildlich darin, wie investigativer Journalismus ein so schweriges Thema darstellen sollte.
Aber vor allem ist das Buch als Gesamtdarstellung ein Meilenstein in der kritischen Beschäftigung mit Scientology in Europa. Es beschreibt in nicht nur gut und spannend geschriebenen, sondern auch hervorragend mit Nachweisen belegten Kapiteln, wie diese weltweit tätige Organisation entstand, was will sie, wer heute die Fäden zieht und warum Scientology einen »Krieg gegen Europa« führt.
Es ist daher Pflichtlektüre für alle, die sich kritisch mit Scientology auseinandersetzen müssen, insbesondere Poltikerinnen und Politiker in Deutschland - und in Europa. Eine Übersetzung ins Englische sollte der Verlag zügig in Angriff nehmen.
Es wäre wünschenswert, aber zu schön um wahr zu sein, wenn auch Noch-Scientologen es lesen dürften, um sich über Strukturen und Ziele des Konzerns, dem sie sich verschrieben haben, zu orientieren.
Das Buch steigt ein mit einem ausführlichen Kapitel darüber, wie dem Scientology-Botschafter Tom Cruise im Sommer 2007 der Durchmarsch in fast alle deutschen Feuilletons gelang. Das für die deutschen Edelfedern von Kreye und Kniebe (beide SZ) bis Schirrmacher (FAZ) blamable Kapitel - Cruise hatte ja zwischenzeitlich sein Propaganda-Projekt im Übermut von Valkyrie in "Rubikon" umbenannt! - fand seinen Höhepunkt und peinlichen Absturz bei der Bambi-Verleihung für "Courage". Die wabernde Laudatio hielt Frank Schirrmacher. Cruise sei so couragiert, eine Rolle in einem (aus Steuergeldern subventionierten) Film in Deutschland zu spielen. Erst diese überzogene Laudatio und die peinliche Dankesrede von Cruise brachte die deutsche Zeitungswelt wieder zur Besinnung.
Im anschließenden Kapitel beschreibt das Buch den Einfluß von Scientology in Hollywood. Ursula Caberta und ihre Hamburger Arbeitsgruppe werden in einem eigenen Kapitel gewürdigt; dann geht es um die neue Situation in Berlin nach Errichtung der Hauptstadtzentrale.
Im historischen Rückblick wird die Herkunft von Scientology, die Machtübernahme durch David Miscavige und die "Besetzung" von Clearwater beschrieben.
Die Versuche, weiteren politischen Einfluß in Deutschland zu gewinnen ("Clear Deutschland" sind durch den erreichten "Frieden mit Washington", ja durch die regelrechte Unterstützung durch den amerikanische Regierungsapparat für Scientology nicht unrealistischer geworden.
Im letzten Kapitel geht es um den Gegenwind in Westeuropa. Dabei wird in erschreckender Deutlichkeit dokumentiert, wie weit Scientology in Frankreich bereits gekommen war. Daher erklärt sich zum Teil die heutige französische Entschlossenheit im Vorgehen gegen Scientology.
Nordhausen sieht im letzten Abschnitt das Internet mit seiner Informationsfreiheit als Scientologys Vietnam, meint aber, daß nur eine gemeinsame entschlossene Haltung der europäischen Staaten und schließlich ein Umdenken in den USA Scientology in die Knie zwingen wird.
Es könnte, meine ich, auch sein, daß das System wegen Überdehnung mit möglicherweise schrecklichen Kollateralschäden und der Freisetzung aller möglicher Derivate und Nachfolgeorganisationen im Laufe des nächsten Jahrzehnts in sich zusammenstürzt. Totalitäre Systeme haben keine Bestandsgarantie. Dennoch wird dies noch nicht das letzte Buch über Scientology sein.
Bsonders gut:
Der ausführliche Anhang des Buches mit ausführlichen Anmerkungen, Abkürzungsverzeichnis, erschöpfenden Literaturhinweisne und vor allem einem ausführlichen, hilfreichen Register zur Erschließung der Materialfülle.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erschreckend!, 3. September 2008
Das Buch ist eine gut geschriebene, kritische Gesamtdarstellung der Sekte, ihrer Geschichte, Methoden, Ideologie und Zukunftsstrategien. Mit am besten hat mir gefallen, dass das Buch hervorragend gegliedert ist und man so die Kapitel nicht zwingend der Reihe nach, sondern je nach Interesse lesen kann (und dennoch alles mitbekommt.) Das »Machtsystem« Scientology wird überdeutlich. Einfach erschreckend, gerade auch die reale und angestrebte politische Einflussnahme (weltweit). Für potentielle Aussteiger ist sicher auch der Rechtsratgeber am Ende des Buches eine gute Sache. Unterm Strich: ganz klar fünf Sterne. Es gibt so manchen Krimi, der da spannungsmäßig nicht mithalten kann. In die Fänge dieser »Kirche« zu geraten, wünscht man spätestens nach der Lektüre dieses Buches niemandem mehr!
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