Der Verlag über das Buch
Tex Rubinowitz beschreibt in äußerst subjektiver Weise jene Straßen, Plätze und Details der Stadt Wien, die kein Reiseführer für erwähnenswert erachtet, auch wenn sie essenzielle Bestandteile des urbanen Lebens sind: interessante Sehenswürdigkeiten wie Hintereingänge, Bushaltestellen, Kaufhäuser von hinten, Kläranlagen und Schrottplätze oder Lokale, die als Verstecke taugen.
Wenn es stimmt, dass neunzig Prozent der Bewohner Wiens ihre Stadt nur zu circa fünf Prozent benutzen, dann entgeht den meisten Wienerinnen und Wienern so einiges. Insbesondere die Seltsamkeiten ihrer Stadt bleiben ihnen verborgen. Zum Glück gibt es Tex Rubinowitz` neues Wien-Buch, in dem über das, was so versäumt wird, nachgelesen werden kann:
Immer auf der Suche nach dem "gut Kaputten", porträtiert der Autor die kleinen urbanen Absonderlichkeiten abseits des Glatten, allzu Schönen und führt damit die Leser quer durch die Stadt: Zum Bild mit der Fliege im Unteren Belvedere, zum einsamsten Museum Wiens - den "Neidhart-Fresken" in den Tuchlauben, zur "Falko-Stiege" am Naschmarkt, zu den (teils rätselhaften) Geschäften und Institutionen der Lerchenfelder Straße, zur Albert-Schultz-Eishalle im 22. Bezirk, zum geheimnisvoll verschlossenen Gullygitter im 1. Bezirk, zur Nadel von Klein-Minsk an der U-Bahn-Station Schwedenplatz oder zum "staubigen Tier" im Röhrensystem der unterirdischen Passage zwischen Oper und Karlsplatz.
Klappentext
Exakt achtzig Jahre nach Bertolt Brechts "Lesebuch für Stadtbewohner" erscheint nun mit vorliegenden Buch ein würdiger Nachfolger, ein in der Tradition der Psychogeografie stehender, streng subjektiver Stadtführer über Wien. Tex Rubinowitz beschreibt darin all jene Plätze und Orte der Stadt, die allgemein wenig wahr genommen werden, weil sie einfach "nur da" sind. Er fordert auf, den Stadtplan zu zerknüllen, sich auch mal ain Kaufhaus von hinten anzusehen und im Winter in der Donau schwimmen zu gehen.