Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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112 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Starke Erotik!, 30. Juni 2008
Nun bin ich doch etwas verwundert über manche negative Rezension hier. Man kann deren Aussagen alle in einem Satz zusammenfassen: Weltklasseschriftsteller wie Oscar Wilde schreiben besser.
Oscar Wilde schreibt in der Tat besser als Kiara Singer, aber eben auch viel besser als Anita Isiris, Patricia Amber, Daria Charon, Sandra Henke, Sophie Andresky, Astrid Martini, Cosette (und Charlotte Roche sowieso), um nur mal ein paar Namen zu nennen. Ich würde in der Erotik-Abteilung von Amazon keine Weltklasseschriftsteller erwarten, jedenfalls nicht auf den vorderen Plätzen.
Wem es in erster Linie um die Formulierungskünste eines Autors geht, dem rate ich zur folgenden Vorgehensweise (so mache ich es jedenfalls, wann immer das bei einem Buch möglich ist): Die ersten 6 Seiten des Buches mittels Search-Inside lesen (bei Amazon auf das Cover klicken). Sagt einem die Schreibe zu, dann kaufen, ansonsten: Finger weg!
Bei Erotikliteratur geht es mir aber nicht nur um Worte. Ich erwarte zumindest, dass mir eine gute und anregende Geschichte erzählt wird. Ich möchte gut unterhalten und dabei erregt werden. Und das tut "Kurz und schmerzvoll". Die Stärken von Kiara Singer liegen für mich in den Geschichten, die sie zu erzählen hat, die psychologisch genaue Beschreibung der Charaktere, in Kombination mit der relativ schlichten Sprache, in der sie schreibt: Das Resultat ist eine starke, manchmal beklemmende Erotik.
Auch mir haben nicht alle Geschichten gleich gut gefallen. Meine Lieblinge sind "Der Cuckold", "Bodybuilding" und "Männer wollen Kontrolle". Insgesamt ein sehr starkes Buch, was ich jedem Kenner erotischer Literatur sehr empfehlen kann.
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131 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Heiß, emotional, konzeptionell: Super!, 23. April 2008
Normalerweise lese ich lieber erotische Romane als Kurzgeschichtensammlungen, denn mitunter sind die Stories so kurz, dass sie bei mir keine erotische Stimmung aufkommen lassen wollen. Bei "Kurz und schmerzvoll" ist das anders: In der Musik würde man in so einem Fall von einem "Konzeptalbum" sprechen.
Im Buch befinden sich sechs ähnlich lange Geschichten zum Thema Dominanz und Unterwerfung, in denen der devote Part (vier Frauen, zwei Männer) erzählt, wie es bei ihnen dazu gekommen ist. Anders als bei den "Kiara und Alina"-Romanen der Autorin ist der Schreibstil weniger dialogorientiert, wodurch sehr viel Platz für Handlung übrig bleibt. Einmal erfährt man die halbe Lebensgeschichte, in anderen Fällen (z.B. Bodybuilding) erstreckt sich das Geschehen über Jahre.
Die Geschichten sind stellenweise sehr emotional bis ergreifend (z.B. Cuckold), gleichzeitig aber auch sehr heiß. Auch gefällt mir, dass es sich um Geschichten von realen Menschen an realen Schauplätzen handelt. Damit will ich nicht sagen, dass sich das alles so ereignet hat (vermutlich nicht), aber die Geschehnisse könnten im Grunde direkt in der Nachbarschaft passiert sein.
Verblüffend auch der Ideenreichtum der Stories. In "Die Nachbarin" z.B. erklärt die dominante Nachbarin einer völlig verzweifelten jüngeren Frau, sie würde ihr Nadeln setzen und sie leicht verletzen, damit ihre anderen Verletzungen ausheilen könnten, ganz so wie in der Homöopathie.
In "Männer wollen Kontrolle" beginnt die Erzählung mit einer Diskussion zwischen einer Studentin und einem Maler über eines seiner Bilder, und diese bildet dann den Spannungsbogen über die gesamte Geschichte, um schließlich mit ein paar tiefgehenden Betrachtungen über das Geschlechterverhältnis zu enden. Und dazwischen befindet sich dann eine der heißesten Stories, die man sich vorstellen kann.
Ja und "Bodybuilding" sollte man einfach gelesen haben: toll!
Kiara Singer ist sicherlich nicht die wortgewandte Schriftstellerin, die die deutsche Sprache bis an ihre Grenzen auslotet. Im Gegenteil: Der Sprachstil bleibt stets eher sachlich schlicht, blumenreiche Füllwörter gibt es bei ihr praktisch überhaupt nicht, was aber für mich einen Teil der Erotik ausmacht, die aus den Geschichten strömt. Bei reinen Liebesromanen würde ich das etwas anders sehen, bei Dominanz und Unterwerfung scheint mir das aber fast ideal zu sein, denn es macht die Sache irgendwie besonders heiß. Oft ist es ja dabei ohnehin so, dass der devote Part fast wie eine Sache, ein Ding, behandelt und angesprochen wird bzw. gar angesprochen werden will. Schön, wenn sich dies auch im Erzählstil ausdrückt.
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76 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bodybuilding :-), 7. Mai 2008
Alle sechs Geschichten sind sehr gut aufgebaut, geschrieben und auch sehr erotisch. Das Buch hebt sich aus der üblichen Genre-Literatur unter anderem dadurch hervor, dass nicht wieder nur Frauen die Subs sind, die sich dominanten Männern oder Frauen unterwerfen (wollen?), sondern in zwei Fällen sind es hier die Männer. "Der Cuckold" ist für mich ein kleines psychologisches Meisterwerk. Die Gedanken und Handlungen des Erzählers kommen sehr glaubhaft rüber. Und etwas wie "Bodybuilding" habe ich noch nie gelesen (kenne aber auch nicht alles). Vielleicht sehen das Frauen anders, aber ich finde die Geschichte so gut und stimulierend, dass ich allein schon deshalb 5 Sterne vergeben würde.
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