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Unternehmertum und Führungsverhalten im Kulturbereich
 
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Unternehmertum und Führungsverhalten im Kulturbereich (Gebundene Ausgabe)

von Elmar D. Konrad (Herausgeber)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 39,90 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 308 Seiten
  • Verlag: Waxmann; Auflage: 1 (November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3830917104
  • ISBN-13: 978-3830917106
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 17,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 873.802 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Kultursektor ist ein Wachstumsmarkt. Zum einen finden sich dort sowohl immer mehr Beschäftigte als auch freischaffend Tätige; außerdem ist eine wachsende Bedeutung von Kunst und Kultur als weicher Standortfaktor festzustellen. Gerade in Zeiten schwindender Budgets und öffentlicher Finanzkrisen ist die Beantwortung der Frage nach Effizienz und Erfolg von Vorhaben im Kultursektor von großer Bedeutung. Die Autoren dieses Buches stellen durch theoretische Betrachtungen und praxisrelevante Erkenntnisse fest, dass immer mehr unternehmerische Schlüsselkompetenzen für eine erfolgreiche Kulturarbeit in allen Bereichen des Kultursektors notwendig werden.

Das Buch richtet sich daher an Lehrende und Studierende mehrerer Disziplinen, an Künstler und Kulturschaffende, an Gründer und Leiter von privatwirtschaftlichen Kulturbetrieben, an Führungskräfte in öffentlichen Kulturinstitutionen sowie an verantwortlich tätige Personen in der Kulturförderung und Kulturpolitik als auch an potenzielle Sponsoren, Stifter und dem Mäzenatentum zugeneigte Akteure.

Mit Beiträgen von: Sabine Boerner, François Colbert, Christian Freiherr v. Streit, Heiner Gembris, Hermann Glaser, Thomas Herwald, Marlies Hummel, Sylvia Hustedt, Friedrich-Wilhelm Junge, Armin Klein, Elmar D. Konrad, Maria Kräuter, Daina Langner, Linda Ludwin, Bianca Michaels, Petra Moog, Christoph Müller, Patrick Rabier, Ruth Rentschler, Johannes M. Schrievers, Susanne Schulenburg, Stefan Tobias.
Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen und einem Geleitwort von Jörg Stüdemann, Kulturdezernent der Stadt Dortmund.


Über den Autor

Dr. Elmar D. Konrad ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung der Universität Karlsruhe. Er promovierte bei Prof. Dr. Hans Georg Gemünden.

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4.0 von 5 Sternen Wichtiges Buch zur Reform der Kulturmanagementtheorie, 12. November 2007
Spätestens seit der neue Hoffnungsträger und extrem dynamische Superwirtschaftszweig der Kultur- und Kreativwirtschaft in aller Kultur- und Wirtschaftspolitiker Munde ist, rückt auch das Kulturunternehmertum immer mehr in den Focus der Betrachtung, entert es die Podien diverser Kongresse und Symposien europaweit. Und obwohl es diesen speziellen Unternehmertyp nicht erst seit den letzten 5-10 Jahren gibt, gab es bisher kaum Literatur, wurde dieser besondere Bereich der Kultur und Wirtschaft kaum wissenschaftlich betrachtet oder untersucht.
Das Buch von Elmar Konrad füllt hier also eine Lücke und gibt eine Fülle von Informationen und Denkanstößen, ja regt sogar eine wichtige Reformation der Kulturmanagementtheorie an.
Dass das Kulturunternehmertum und die besonderen Führungsaspekte bisher keine Berücksichtigung in den meisten deutschsprachigen Kulturmanagement-Studiengängen fand, verwundert schon sehr. Und spätestens die Gründung spezieller Lehrstühle für Entrepreneurship an deutschen Hochschulen und Universitäten hätte den Lehrenden und Verantwortlichen ein deutliches Signal geben müssen. Zudem war bereits Anfang der 90er Jahre absehbar, dass es im Kulturbereich zu fundamentalen Änderungen kommt, dass künftige Absolventen von Kulturmanagementstudiengängen zu einem großen Teil selbständig arbeiten oder eigene Unternehmen gründen werden und dies auch müssen.
Hier setzt auch die Theorieerweiterung des Kulturmanagement von Konrad an. Folgerichtig stellt er das Kulturunternehmertum in den Mittelpunkt der Kulturmanagementtheorie, schafft dieses doch die Grundvoraussetzungen für den Aufbau und die Entwicklung von Kulturorganisationen und ?unternehmen. Und dies bezieht sich nicht nur auf den privaten Kulturbetrieb, sondern auch auf den öffentlichen, subventionierten Kulturbetrieb, der ? will er für die künftigen Herausforderungen gewappnet sein ? diesen Kulturunternehmertyp braucht. Interessante Anregungen gibt Konrad hier unter anderem im Bereich der Kulturförderung, in der künftig mit ?öffentlichem Risikokapital? neue Kultureinrichtungen entstehen sollen. Für Leiter und Dozenten von Kulturmanagement-Studiengängen sind vor allem die Anregungen zur Entwicklung entsprechender unternehmerischer Kompetenzen wichtig, sollten diese doch Berücksichtigung in den Lehrplänen und Lehrveranstaltungen finden. Die Betrachtung dieser Kompetenzen wird in den Beiträgen von Maria Kräuter und Elmar Konrad noch einmal vertieft. In seinem Beitrag ?Erst kommt der Kultur-Unternehmer dann der Kultur-Manager? setzt sich Konrad mit dem Rollenverständnis des Kulturunternehmers auseinander. Er entwickelt auf Grundlage einer Studie 9 Hypothesen zur theoretischen Weiterentwicklung des Kulturmanagements, die er anhand einer empirischen Untersuchung überprüft und in eine Schlussbetrachtung einfließen lässt. Diese sollte Anstoß für weitere wissenschaftliche Untersuchungen und einen dringend benötigten wissenschaftlichen Diskurs zum Kulturunternehmertum und einer Reformierung der Kulturmanagementlehre geben. Dies aufnehmend, plädiert auch Armin Klein in seinem Aufsatz für einen neuen Ansatz des Kulturmanagements und legt diesen mit der Betrachtung des ?strategischen Kulturmanagementprozesses? und der Einführung der ?lernenden Kulturorganisation? dar.

Das Buch bleibt aber nicht nur auf der wissenschaftlichen, theoretischen Ebene, sondern findet den Anschluss an die Praxis durch zahlreiche Studien und Praxisbeispiele. So gibt die Untersuchung von Heiner Gembris und Daina Langner wichtige Hinweise für die Ausbildung von Orchestermusikern und Sängern sowie deren Vermittlung auf den Arbeitsmarkt. Hier werden große Defizite bei der Vorbereitung auf den Eintritt in die reale Arbeitswelt deutlich, was der Rezensent aus seiner Studienzeit nur bestätigen kann. Die Forderung, Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger während Ihrer Studienzeit auf eine selbständige oder unternehmerische Tätigkeit, auch im Sinne eines Selbstmanagements, vorzubereiten wird hiermit noch einmal deutlich unterstrichen und sollte in die Neuformulierung von Lehrplänen an Kunsthochschulen einfließen.
François Colbert beleuchtet eindrucksvoll, welchen Einfluss Führungsverhalten und Unternehmertum auf den Marketingprozess von Kultureinrichtungen haben und wie sich Kultureinrichtungen auf die künftigen Herausforderungen bei der Ansprache neuer Besuchergruppen und der Markenbildung einstellen. Hermann Glaser und Petra Moog lassen das Thema in Betrachtungen zur Kulturfinanzierung und zum Sponsoring einfließen. Marlies Hummel weist in Ihrem Artikel auf die besondere Bedeutung von Gründerzentren zur Unterstützung kulturwirtschaftlicher Existenzgründungen hin und gibt einen interessanten Einblick in deren Erfolge, Auswirkungen sowie auf die notwendigen Förderkriterien auf Grundlage der Erfahrungen in Nordrhein-Westfalen. Johannes M. Schrievers verweist in seinem Artikel auf die besondere Bedeutung von Business-Angels sowie Gründernetzwerken für Existenzgründer in der Kultur. Wunderbar ergänzt wird das Buch durch zahlreiche Projektbeispiele sowie die Beträge von Sabine Boerner und Christian Freiherr von Steit, die den Dirigenten als Leader in Kulturorganisationen charakterisieren. Ruth Rentschler geht in Ihrem Beitrag besonders auf die Führungspersönlichkeit des Museumsdirektors sowie dessen unterschiedliche Rollen ein. Neben einer Charakterisierung zieht Sie interessante Vergleiche anhand eines Profilabgleichs zwischen Kreativen Managern, Betriebswirten, Verwaltern und dem Impressario.

Nicht ganz Einlösen kann das Buch den zweiten Teil des Titels. Das Thema ?Führungsverhalten? wird nicht besonders herausgehoben und eher mit der Nennung wichtiger sozialer Kompetenzen behandelt. Der aufmerksame Leser liest sicher die Querverbindungen zu diesem speziellen Thema in einigen Beiträgen heraus, vor allem was die angesprochenen Rollenverständnisse und Führungscharakteristika betrifft. Hier hätte man sich mehr Beiträge aus der Verhaltensforschung, Kommunikation und zu den Themen Leadership, Führung und strategisches Management sowie deren Übertragung auf das Kulturmanagement gewünscht.

Das Buch von Elmar Konrad und die Beiträge der Autoren geben einen wichtigen Impuls zur Weiterentwicklung der Kulturmanagement-Lehre. Es sollte nicht nur in jeder gut geführten Bibliothek vorhanden sein, sondern auch direkt in die Ausbildung und Unterrichtsmaterialien der Kulturmanagement-Ausbildung einbezogen werden. Zudem wäre eine Fortführung des angeregten wissenschaftlichen Diskurses nicht nur wünschenswert, sondern auch besonders wichtig für die weitere Profilierung des Studienfaches oder -bereichs. Führungskräfte in der Kultur finden im Buch hilfreiche Anregungen und Hinweise zur Reflektion des eigenen Rollenverständnisses sowie zur Charakterisierung, zum Vergleich und zur Überprüfung der eigenen unternehmerischen Kompetenzen.--Dirk Schütz, Kulturmanagement Network
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