Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine sehr empfehlenswerte Lektüre., 15. Juni 2000
Von Ein Kunde
Diese Buch Pflichtlektüre des Vorprüfungsfaches "Wissenschaftliches Schreiben" in der Volkskunde und ich war nicht sonderlich motiviert, als ich es das erste Mal aufgeschlagen haben. Doch Kapitel für Kapitel wurde es spannender, einige Aufgaben zu lösen und die zahlreichen Beispiele auch auf meine Situation umzumünzen. Manche Ratschläge werden nie aus meinem Gedächtnis verschwinden. Besonders begeistert war ich von dem Vorschlag ein Geschichte-Journal zu führen. Es ist mühsam, jeden Tag darin zu schreiben, doch auch ein paar mal in der Woche verhilft es mir mit der Zeit sicherlich zu einem besseren Schreibstil und dazu, Gedanken fortzuspinnen, ohne durch irgendwelche Zwänge eingeschränkt zu sein. Sehr hilfreich für mich im ersten Semester war das Kapitel über das Verfassen einer ersten wissenschaftlichen Arbeit. Verglichen mit dem Buch "Keine Angst vor dem leeren Blatt" von Otto Kruse hat die "Schreib-Guide Geschichte" mehr praxisbezogene Ratschläge parat, während Kruse versucht, den Lesenden zu therapieren. Das Buch ist für Neulinge im Wissenschaftsbetriebe der Geschichte und auch der anderen Geisteswissenschaften sehr empfehlenswert.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Praktikabel für Lehrende und Studierende, 19. November 1999
Von Ein Kunde
Dieses Buch tritt mit einem Programm an, das in erster Linie darauf abzielt, wissenschaftliches Schreiben zu organisieren: vom "prozeßhaften Zugang" zum Schreiben, über ein "Journal", Schreib- und Lernstrategien bis hin zur Anleitung bei der Literatursuche, dem Umgang mit dem PC und der Organisation der Informationen. Stil- und Rhetorik-Fragen werden nur implizit angesprochen, explizit aber Argumentationsstrategien und Textstrukturen. Damit richtet sich der Autor vor allem an Studierende, und besonders für Anfänger eignet sich sein Schritt-für-Schritt-Programm sehr gut. Aber auch für Lehrende erweist sich das Buch als brauchbar wegen der guten Anleitungen zur Vermittlung dieser wichtigen Techniken. Ohne weiterführende Literatur zu Stil, Rhetorik und Umgang mit wissenschaftlicher (Fach-)Sprache wird man jedoch nicht auskommen, will man sich beruflich mit dem Schreiben beschäftigen. Der Titel belegt, daß dies eine Hilfe für (angehende) HistorikerInnen sein soll, und die Beispiele sind auf diese Fachrichtung zugeschnitten. Die Vorgangsweise ließe sich aber auch auf andere verwandte Fachrichtungen übertragen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schreiben als Lernhilfe, 9. Januar 2002
Anders als der Untertitel nahelegt, geht es beim hier empfohlenen SCHREIBEN in erster Linie um eine Lernhilfe: Schreiben als aktiver Vorgang beim Umgang mit Gehörtem und Gelesenem. So wird ganz am Ende des Buches nochmals darauf hingewiesen, "welche Lernerfahrungen wir durch das Ineinandergreifen von Lesen und Schreiben ständig machen" (S.242). Als Hilfe beim Reflektieren sollen täglich Eintragungen in ein Journal gemacht werden - ohne besondere stilistische Ansprüche: "schreiben Sie in der Sprache, die Ihnen am leichtesten fällt", "schreiben Sie in einem umgangssprachlichen Stil, der Ihnen liegt" (S.42f). Es wäre ein Irrtum zu meinen, diese Art von Schreiben führe allmählich zu einem besseren Schreib-Stil. Wenn ich in meinem mangelhaften Stil sehr viel schreibe, wird mein Stil dadurch nicht besser - eher präge ich mir diesen mangelhaften Stil noch fester ein. Zu Verbesserungen kommt es, indem ich vorliegende - eigene oder fremde - Sätze überarbeite, indem ich auf Mängel aufmerksam werde und Alternativen ausprobiere. Solches Feilen an Texten führt allmählich dazu, daß ich eigene Mängel rascher erkenne und rascher bessere Formulierungen finde. Zu befürworten ist sicherlich der Rat, mit der Niederschrift nicht bis zum Ende der Erarbeitung eines Themas zu warten, sondern frühzeitig mit ersten Versuchen - die durchaus noch mangelhaft sein können - zu starten. Um etwas anderes aber geht es beim Führen eines Journals, das zwar als Lernhilfe von Bedeutung sein kann, aber auch aufwendig ist. Hier wären Aufwand und Ertrag zu vergleichen. Der Aufwand: täglich etwa eine halbe Stunde. Nun wird außerdem empfohlen, später zurückzublättern und nachzulesen: "Schreiben Sie auf, was Sie jetzt denken und warum Sie Ihre Meinung geändert haben" - im Sinne einer "doppelten Journalführung", "bei der die Schreibenden regelmäßig frühere Eintragungen kommentieren" (S.50). Damit erhöht sich der Aufwand zusätzlich. Die Idee Schmales, ein bereits vorhandenes amerikanisches Original aufzugreifen und den deutschen Verhältnissen anzupassen, ist sehr gut. Auch wenn an manchen Stellen noch das amerikanische Original durchzuschimmern scheint, etwa: "die Quellenangabe ermöglicht den Lesenden auch, die eigenständigen oder vielleicht sogar einzigartigen Aspekte eines Textes anzuerkennen." (S.229) Wie der Hg. Wolfgang Schmale im Vorwort sagt, "wurde Wert auf eine klare und leicht verstehbare Sprache gelegt" (S.14). Das ist gelungen, der Text liest sich größtenteils leicht und flüssig. Zur Abwechslung tragen auch die exemplarisch immer wieder eingestreuten Journal-Eintragungen von Studenten bei. Außerdem, so Schmale, "wurde Wert auf geschlechterdifferenzierte Formulierungen gelegt". Das ist m.E. verzichtbar und macht den Text umständlicher. Ein Beispiel: "es sollte für Ihre Leser und Leserinnen, für Ihre StudienkollegInnen, für Ihre Professoren und Professorinnen und für Ihren ganzen Freundeskreis so perfekt wie möglich sein" (S.152). Wie an diesem Beispiel ersichtlich, waren die Bearbeiter nicht ganz konsequent, denn es müßte doch eigentlich "Freundes- und Freundinnenkreis" heißen? Oder in folgendem Satz: "... kann freilich nur jemand vornehmen, der bereits als ausgewiesener Kenner des Forschungsgebietes gilt" (S.237). Geschlechterdifferenziert korrekter wäre: "... kann freilich nur ein Mann oder eine Frau vornehmen, der oder die bereits als ausgewiesener Kenner oder Kennerin ... gilt". Doch, wie gesagt, halte ich derlei Korrektheit für überflüssig. Ich käme z.B. beim Ausdruck "die Studenten" ohnehin nie auf die Idee, daß damit nur männliche Studenten gemeint wären (meiner Frau geht es ebenso). Daß es günstig ist, von "Sekundärquellen" zu schreiben, bin ich trotz Erläuterung Schmales (S.14) nicht überzeugt. Etwas zu einfach erscheint mir die Definition für "Geschichte" als "die Summe aller menschlichen Handlungen in der Vergangenheit" (S.17). Demnach gehört das Erdbeben in Lissabon 1775 nicht zur Geschichte (lediglich die anschließenden Aufräumungsarbeiten)? Im allgemeinen umgrenzen Historiker den Rahmen der menschlichen Handlungen, mit denen sich die Geschichtsforschung befaßt, enger. Manche Probleme werden im Buch angerissen, aber nicht gründlich behandelt. So heißt es etwa, daß "Seminararbeiten inzwischen leicht über das Internet erhältlich sind" (S.242). Die (für mich) daran anschließende Frage, was Lehrer gegen Plagiate von Studenten tun können, wird nicht aufgeworfen. (Vielleicht wäre das auch eher ein Thema eines Buches für Uni-Lehrer.) Sehr wohl wird jedoch erwähnt, daß in Zukunft vielleicht einmal auch vom Verfasser einer Seminararbeit die Erklärung verlangt wird, "die Arbeit selbst verfaßt zu haben". Dieser Aspekt erscheint mir eher unwichtig (und daher kaum erwähnenswert), denn der Student, der eine fremde Arbeit als seine eigene ausgibt, wird auch zu dieser Erklärung bereit sein - das erweitert bloß "sein" Werk um einen Satz. Die Erläuterungen zum Erstellen einer annotierten (= kommentierten) Literaturliste (S.234ff) sind wertvoll. In der Praxis ergeben sich dabei allerdings zwei (im Buch nicht näher ausgeführte) Fragen: Ist es nicht sehr aufwendig, eine solche annotierte Liste zu erstellen? Wird der Umfang der abgefaßten Arbeit dadurch vielleicht zu stark erweitert? Zusammengefaßt: Es handelt sich bei dem von Schmale herausgegebenen Buch um eine gute Grundlage für Studenten, die im weiteren Studienverlauf an verschiedenen Stellen (etwa was die Verbesserung von Gedankenführung und Ausdrucksweise betrifft) vertieft werden muß.
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