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Die Wissenschaft vom lieben Gott: Eine Theologie für Recht- und Andersgläubige, Agnostiker und Atheisten
 
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Die Wissenschaft vom lieben Gott: Eine Theologie für Recht- und Andersgläubige, Agnostiker und Atheisten (Gebundene Ausgabe)

von Otto Kallscheuer (Autor)
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 486 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821847514
  • ISBN-13: 978-3821847511
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 413.185 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Führwahr: Dieses Buch lädt ein, mitzufragen, mitzudenken - und zu widersprechen ... Allen ist die Lektüre anzuraten in der Hoffnung auf ein Mehr an gegenseitigem Verständnis und Toleranz." (Deutschlandradio Kultur)

"Die Rede und Abrede von Gott in all ihren Facetten wird zum intellektuellen Abenteuer." (Passauer Neue Presse)

"Auf Kallscheuers intellektuellem Niveau wirft die Auseinandersetzung mit der Theologie einen satten Mehrwert ab." (Deutschlandfunk)

Kurzbeschreibung

Wer die Theologie den Fernsehpredigern, den Drewermännern und dem Dalai Lama überlassen will, sei gewarnt. Dieses Buch ist dazu angetan, mit dem Dünndenken aufzuräumen. Es ist schon sonderbar, daß eine alte Leitwissenschaft, auf die sich die besten Köpfe Europas jahrhundertlang konzentriert haben, derart in Vergessenheit geraten ist. Ein Publikum, das sich aufgeklärt dünkt, scheint sich von einem der größten intellektuellen Abenteuer der europäischen Geschichte definitiv verabschiedet zu haben. Otto Kallscheuers Buch wird diesem Zustand nicht abhelfen können. Aber es hat demjenigen viel zu bieten, der verstanden hat, daß die Religionen keineswegs vom historischen Horizont verschwunden sind - eher im Gegenteil. Kallscheuer nimmt sie ernst, ohne in den Tonfall der Dogmatiker zu verfallen. Er führt mit der Leserin, dem Leser einen fortlaufenden Dialog, der keiner Frage, keinem Zweifel und keiner Kritik ausweicht. Seine Darstellung ist von einer gründlichen Quellenkenntnis gesättigt. Nicht nur werden die Positionen der großen Kirchenlehrer, der doctorum venerabilium von Augustinus bis Ratzinger erörtert. Auch Vergessene und Abweichler von Nikolaus von Kues bis Karl Barth kommen zu Wort, und zu jeder wichtigen Frage nimmt Kallscheuer in den Blick, wie die anderen Hochreligionen sie beantworten: der Islam, der Hinduismus und die buddhistischen Lehren. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine eindrucksvolle Verkündigung, 31. März 2006
Von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Otto Kallscheuer ist promovierter Philosoph, habilitierter Politwissenschaftler und freier Autor. Er hat zahlreiche bemerkenswerte Bücher veröffentlicht. Sein neuestes Buch „ Die Wissenschaft vom lieben Gott" hat einen etwas erklärungsbedürftigen Untertitel. Bei den Atheisten habe ich mich gefragt, wofür brauchen die eine Religion?

Im Vorwort des Buches schreibt der Autor, wie er als Junge in einem Ordensinternat sehr viel über Gott nachgedacht hat, sich mit Gott beschäftigt hat, theologische Bücher gebimst hat und wie ihm das dann alles abhanden gekommen ist. Das jetzt wieder neu erwachte Interesse hat er seiner philosophischen Ader zu verdanken, die ihm nun im intensiven Studium geholfen hat die Doppeldeutigkeit der Sinnwelt zu verstehen.

Die Aufgabe dieses Buches ist es nicht, jemanden vom Glauben zu überzeugen. Die Annahme, man könne jemand zum Glauben mit Argumenten überzeugen, oder man könne aus der Vernunft den Glauben „herausklauben" ist sicher irrig. Der Autor bringt jedoch überzeugend zum Ausdruck, dass die Religionen nicht in Vergessenheit geraten sind. Der Leser resümiert, eines der Probleme, auch der aktuellen, kulturellen Selbstverständigung ist, dass ein großer Teil, ich würde meinen der doppeldeutige Hintergrund der Sprachlehre unserer Zivilisation gar nicht mehr verstanden wird. Ein Teil der liberalen Kultur Mitteleuropas ist die Grammatik des metaphysisch rationalisierten Glaubens an den lieben Gott.

Das Buch dokumentiert ferner das eine der weltlichen Prophezeiungen der Gesellschaftswissenschaften, das 20. Jahrhundert sei dasjenige, in dem sich die Menschheit endgültig von dem „Aberglauben", dem Märchen vom lieben Gott verabschieden würde. Diese Prophezeiung hat sich nicht bewahrheitet, vielmehr wurden Gottesfragen, oder die Fragen, wie der rechte Glaube an Gott umzusetzen ist, seit Ende der 70 er Jahre intensiver gestellt.

Das Gefühl für Gott gewinnt man nicht durch die Lektüre dieses Buches, man kann auf den Geschmack kommen, aber man kann ihn auch verlieren. Ob jemand glaubt oder nicht, das wird jeder danach mit sich und seinem Gewissen und seiner Form in der Welt zu sein, ausmachen. All das muss der Leser selber mit sich ausmachen, doch wenn man davon ausgeht, dass es eine solche personale Macht gibt, dann gibt es noch ganz unterschiedlichste Formen und Arten sich dazu zu verhalten.

Beeindruckend ist die erschöpfende, fundierte Kenntnis der unterschiedlichsten Quellen, die es dem Autor möglich macht alle Zweifel kritisch und erschöpfend zu beleuchten. Man hat das Gefühl, als führe Otto Kallscheuer in eindrucksvoller, nie doktrinärer Weise einen lockeren durchgehenden Gedankenaustausch. Er vermittelt verständlich die Standpunkte großer Kirchenlehrer und derer die den Weg verloren haben und er beleuchtet konnivent die Standpunkte anderer Weltreligionen, wie Islam, Hinduismus und Buddhismus. Beachtung findet bei ihm besonders der von Ignatius von Loyola gegründete Jesuitenorden zur Ausbreitung der katholischen Lehre.

Bald kaufen, diese Buchausgabe ist nummeriert und limitiert.

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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen So lieb kann doch kein Gott sein, dass ich ihm lange nachwein', 21. April 2007
Zweifellos das Buch eines Autors, der sich auf eine breite Palette von Quellen abstützen kann, der die "Wissenschaft" vom lieben Gott aber - anders als der Untertitel vermuten lässt - aus einer ganz bestimmten Perspektive beschreibt: Derjenigen, eines im Klosterinternat aufgewachsenen, etablierten mitteleuropäischen Universitätslehrers, dessen Interesse an Gott sich mit den Jahren verflüchtigt hat; und der sich nun auf den Weg macht, über diese Flucht zu reflektieren.

Wer diesen Hintergrund nicht teilt, könnte es ein wenig ermüdend finden, dem vom Glauben "abgefallenen" Kallscheuer über seine knapp 500-seitigen Ausführungen treu zu bleiben. Vielleicht ist es auch den Göttern und Göttinnen - den lieben wie den bösen - in einem so spitzfindig und mit allerhand humanistischer und lateinischer Gelehrsamkeit liebevoll ausgestopften theologischen Wachsfigurenkabinett einfach sehr, sehr fad? Herr und Frau Gott nicht tod sondern nur zu tode gelangweilt?

Eine Geschmackssache ist sicher auch der sokratische Stil des Buches: Zwei Positionen stehen miteinander im Dialog, eine an sich ganz unterhaltsame Struktur. Allerdings: Man kann schnell ermüden, wenn die beiden "Stimmen" zur eigenen Position in keinem Verhältnis stehen.

Fazit: Ein Buch das allen, die mit abrahamitischen Religionen einigermassen vertraut sind und sich für deren religiöse Strukturen und theologische Figuren interessieren, den Zugang zu einem fast überreichen Wissensvorrat eröffnet. Wem Begriffen wie "Religion", "lieber Gott" und "Glaube" weniger Verehrung als Spannung verursachen, der sollte das Buch erst mal Querlesen, bevor er es kauft.
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