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Schillers Pitaval: Merkwürdige Rechtsfälle als ein Beitrag zur Geschichte der Menschheit, verfaßt, bearbeitet und herausgegeben von Friedrich Schiller
 
 

Schillers Pitaval: Merkwürdige Rechtsfälle als ein Beitrag zur Geschichte der Menschheit, verfaßt, bearbeitet und herausgegeben von Friedrich Schiller (Gebundene Ausgabe)

von Friedrich Schiller (Autor), Oliver Tekolf (Herausgeber)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 32,00 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 447 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1., Aufl. (April 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821845597
  • ISBN-13: 978-3821845593
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 219.535 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Schiller, der sich zeit seines Lebens mit Geldproblemen herumschlagen mußte, wäre heute reich. Er hätte die rasanten Drehbücher geschrieben, an denen es dem deutschen Film fehlt; vielleicht wäre er - wer weiß - sogar in Hollywood gelandet. Denn er hatte einen untrüglichen Sinn für gute Stoffe, ein dramaturgisches Können von hohen Graden und keine Angst vor sensationellen Geschichten.
Es waren vor allem spannende Kriminalfälle, die ihn interessierten. Nicht nur in seinen Stücken, auch in seiner Prosa spielen sie eine große Rolle. Kein Wunder, daß er zu der wichtigsten zeitgenössischen Quelle für solche Affären griff: dem berühmten Pitaval des gleichnamigen Verfassers. Eine Auswahl davon hat er 1792-1795 getroffen, herausgegeben und mit einer Vorrede versehen. Dieses Werk ist seit langem nicht mehr greifbar. Hier werden die besten dieser Geschichten in einer sorgfältigen Edition neu vorgelegt, zusammen mit Schillers eigenen Erzählungen, die dem Kriminal-Genre zuzurechnen sind. Nicht als hätte Schiller Lust gehabt, mit der Trivialliteratur der Zeit zu konkurrieren: sein Interesse galt nämlich vor allem der politischen Dimension der Fälle, die er aufgriff. Alle diese Texte sind aufgeladen von einer heftigen Kritik an der Justiz seiner Zeit. "Beispiele von der Unzuverlässigkeit der Aussagen welche durch die Tortur erhalten werden": ein solcher Titel zeigt, daß die Probleme, die in Schillers Pitaval verhandelt werden, an Aktualität leider blutwenig verloren haben.


Über den Autor

Friedrich von Schiller wurde 1759 in Marbach geboren. Auf Befehl des Herzogs Karl Eugen musste der junge Schiller 1773 in die 'Militär-Pflanzschule' eintreten, wo er ab 1775 Medizin studierte; später wurde er Regimentsmedicus in Stuttgart, das er 1782 nach Arrest und Schreibverbot wegen seines Stückes 'Die Räuber' jedoch fluchtartig verließ. 1789 wurde er zum Professor der Geschichte und Philosophie in Jena ernannt, 1799 ließ er sich endgültig in Weimar nieder. Schiller starb am 9.5.1805 in Weimar.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Fast wie Krimidrehbücher, 22. Juli 2005
lesen sich die Texte, welche Schiller aus dem Pitaval herausgezogen hat und sind dabei auch noch gesellschaftskritisch.

Sie gewähren einen gewissen Einblick in das Rechtsverständnis der damaligen Zeit, welcher noch sehr weitgehend durch Folter geprägt war und wo man auch zum Nachdenken über zeitgenössische Foltervorfälle angeregt wird. Des weiteren aber sieht man auch das Ausmaß an Bosheit, zu welcher der Mensch fähig ist, wobei es doch in den meisten Fällen mit dem Tod der Bösewichte endet. Das größte Maß an Grausamkeit bieten meiner Meinung nach ein Giftmischerpaar dar, welche nicht einmal vor Vater- und Geschwistermord zurückschrecken.
Trotzdem ist auch Platz für ein, zwei Fälle, welche nicht ganz so grausam sind und die das Sprichwort, wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein unterstützen.
Und schlussendlich wird sogar ein Fall aufgenommen, der jedem bekannt sein dürfte, nämlich der, der heiligen Jungfrau von Orleans.

Die Übersetzung ist gut gelungen, wobei nur zu bemängeln ist, dass die meisten Rechtsbegriffe in den Fußnoten nur in Latein erklärt werden, was für einige (so auch mich) ein gewisses Hindernis darstellen könnte.
Ärgerlicher ist allerdings die Geschichte, welche den pitaval'schen Texten vorangestellt wird und von Schiller verfasst wurde, denn diese kann das Niveau nicht halten und ist auch der Grund, weshalb ich das Buch nur mit vier und nicht mit fünf Sternen bewerte.

Alles in allem ein interessantes Buch, welches noch immer oder auch vielleicht mal wieder an Aktuallität gewonnen hat.

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