Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bildgewaltig und geradezu kunstvoll geschrieben, 7. Oktober 2009
Wien im 19. Jahrhundert.
Graf András Báthory wird auf den glanzvollen Bällen am kaiserlichen Hof von der Damenwelt umschwärmt. Sein Charme und seine Anziehungskraft vereint alles was Frauenherzen begehren nur dass er vor vielen Jahren schon sein Blut und sein Leben gegen ein Dasein in Dunkelheit einbüßen musste.
Doch erst Fürstin Kinsky berührt sein Herz. Die Fürstin fühlt sich auf unheimliche Art magisch zu András hingezogen und er erlebt mit ihr die Faszination von geistreicher Unterhaltung und gesellschaftlichem Amüsement.
Mehr durch Zufall begegnet der Graf zusätzlich der jungen Pianistin Karoline Wallberg. Gefangen in den gesellschaftlichen Fesseln des 19. Jahrhunderts hütet sie ihre blinde, uneheliche Tochter wie ein dunkles Geheimnis. Dem ungeachtet findet die kluge Sophie schnell einen Freund in dem Grafen.
Unterdessen erschüttern grausame Morde die Stadt und alles deutet auf einen weiteren Vampir hin, der sein Unwesen treibt.
Die Kurzbeschreibung und die opulente Umschlaggestaltung dieses Buches hat mich sofort angesprochen und ich wurde nur durch das Ende enttäuscht. Nicht es etwa schlecht geschrieben war, sondern weil ich mich leider von einem Grafen verabschieden musste, der auch mich fasziniert und in seinen Bann gezogen hat. Ich hätte gerne ebenso wie Fürstin Kinsky seine kalte, marmorgleiche Haut berührt und mich mit ihm auf den prunkvollen Bällen zum Walzertakt gedreht.
Konnte ich doch beim Lesen schon fast die Musik hören, denn Ulrike Schweikert hat es geschafft, diese Zeit bildgewaltig und geradezu kunstvoll zu beschreiben.
Mit ihrem Schreibstil nimmt sie den Leser mit in eine Zeit des Prunkes aber auch der gesellschaftlichen Schattenseiten. So ist es Karoline nicht vergönnt ihre Kompositionen selbst vorzutragen, während ihr Bruder Carl Eduard sich an ihrer Stelle vom Publikum feiern lässt.
Die Persönlichkeiten sind facettenreich beschrieben und wachsen einem schnell ans Herz. Natürlich nicht alle, denn weder Fürst Ferdinand noch Karolines Vater konnten mich mit ihrem machthabenden Geprotze motivieren.
Ich habe beim Lesen mitgefiebert und gebangt, ich habe mich im wahrsten Sinne des Wortes fürstlich über Therese amüsiert, wie sie mal zart und mal ungestüm dem Grafen entgegen kam. Ob mit Worten oder körperlich.
Schon der Prolog macht Lust auf mehr und reißt hinein ins Geschehen. Die einzelnen Kapitel des Buches befassen sich jeweils intensiv mit einem der Protagonisten oder einem Geschehen und sind dementsprechend betitelt. Neben den zum Teil sehr kunstvollen Sätzen
z.B. Seite 13 ".....Doch das Einzige, was der Himmel ihr schickte, war ein kaltes Leichentuch, das lautlos ihren blutig zerfetzten Körper einhüllte, bis kein Blut mehr zu sehen war."
Seite 457 "...das Feuer ging als Sieger aus diesen Kampf hervor."
kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz und der Leser wird geschickt auf eine falsche Fährte gelockt.
Dieser Roman ist sowohl für Fans historischer Romane geeignet als auch für Freunde der Fantasy. Natürlich geht es wie in vielen anderen Erzählungen auch hier um den Kampf zwischen Gut und Böse. Aber zudem ist es Ulrike Schweikert gelungen Fiktion und Realität eindrucksvoll zu vernetzen. So begegnen dem Leser neben Franz Grillparzer seine ewige Braut Katharina Fröhlich, die Weltreisende Ida Pfeiffer und die Schriftstellerin Karoline Pichler.
Ich würde zu gerne wissen ob und wie es mit András Petru Báthory bzw. Peter von Borgo weitergeht und ich hoffe ich muss nicht allzu lange darauf warten.
Ulrike Schweikert hat sich mit historischen Romanen einen Namen gemacht und bereits vor der großen Renaissance des Vampirromans einen Leidenschaft für dieses Genre gehegt. Für "Das Herz der Nacht" hat sie sich die prunkvolle Kulisse Wiens ausgesucht und ich bin mir sicher, dass ihr noch viele Leser dahin folgen werden.
Fazit: Ein kunstvolle, spannungsgeladene Geschichte die Leidenschaft und dunkle Nuancen perfekt vereint.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Historischer Vampirroman der besonderen Art, 28. Oktober 2009
Ja, da kann ich mich doch glatt der vorherrschenden Meinung der bisherigen Rezensionen anschließen und ohne Umschweife sagen: "Das Herz der Nacht" ist wundervoll! Genau so, wie man es auch erwartet, einfach schön!
Ulrike Schweikert hat sich ja schon in der Vergangenheit öfters der Thematik des Vampirs zugewandt und nicht zuletzt die beiden Peter von Borgo Bücher "Der Duft des Blutes" und "Feuer der Rache" waren/sind für mich echte Highlights, zumal gute Bücher von deutschsprachigen Autoren über die Bluttrinker und Ewiglebenden wirklich Mangelware sind. So war ich zwar erst ein wenig enttäuscht, als ich erfuhr, dass es nicht mit meinem Lieblingsvampir weitergeht, aber immerhin klang der Klapptext vielversprechend und das Buch war gekauft.
Die Geschichte spielt in erster Linie im winterlichen Wien des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht der geheimnisvolle Graf und Vampir András Petru Báthory, der frisch aus Siebenbürgen in die österreichische Hauptstadt umgesiedelt ist und mehr oder weniger versucht, seiner Existenz einen Sinn zu geben. Dabei trifft er einerseits auf die Fürstin Therese Kinsky, der er auch gleich zu Beginn das Leben rettet und die schnell dem Charme des Grafen erliegt. Durch die Fürstin lernt er dann auch die junge und begabte Pianistin Karoline Wallberg und ihre Tochter Sophie kennen, bei er der Klavierstunden nimmt. Währenddessen wird Wien von einer Mordserie in Atem gehalten, bei der vorwiegend junge Frauen auf brutalste Art und Weise zu Tode kommen. Schnell haben die Ermittler den jungen Grafen im Visier, der scheinbar immer dort zu Stelle ist, wo kurze Zeit später eine Leiche gefunden wird. Als dann auch Blutspuren und Tatwerkzeug auf András Schwelle auftauchen, wird ihm erst viel zu spät klar, mit wem oder was er es eigentlich zu tun hat...
Ein schöner historischer Roman, der mit Krimi- und Fantasyelementen verbunden, genau das ist, was einem im Klapptext schon versprochen wurde. Eigentlich bin ich ja eher ein Fan von Geschichten, die im Hier und Jetzt spielen, aber "das Herz der Nacht" hat mich praktisch schon mit dem Prolog ins Wien der damaligen Zeit entführt und ich habe zu keinem Zeitpunkt das Bedürfnis gehabt, von dort wieder zu entfliehen.
Die Autorin hat es geschafft, mit ihren schriftstellerischen Fähigkeiten ein sehr detailgetreues Wien zu erzeugen, dass mit all seinen Feinheiten, der Schönheit, aber auch seinen Schattenseiten das Gefühl vermittelt, dass man eben nicht nur Leser, sondern auch Zuschauer ist. Nicht zuletzt lebt das Buch aber auch von seinen Charakteren. Die Fürstin, Karoline, Sophie und natürlich der Graf Bathory selbst sind alle wunderbar herausgearbeitet, haben ihre dunkle Vergangenheit und sind mir persönlich sofort ans Herz gewachsen, aber auch andere Nebenpersonen wirkten authentisch beschrieben und hatten nicht diesen "Ach nee, der schon wieder"-Effekt. Ganz allgemein hatte ich auch nie das Bedürfnis, das Buch entnervt wegzulegen, sondern habe gebannt viele schöne Abende erleben dürfen. Ulrike Schweikert hat sich m. E. sehr viel Mühe mit ihren Recherchen gemacht und in ihrer fiktionalen Geschichte auch ein paar damals wirklich lebende Personen mit eingebunden.
Sehr schön fand ich nach dem Schauplatzwechsel auch die Beschreibungen des großen Brandes in Hamburg, bei der ich nach Beendigung des Buches fast das Gefühl hatte, selbst dabei gewesen zu sein. Das Finale selbst hat dabei natürlich perfekt in dieses Szenario gepasst und war bis zu letzten Seite spannend.
Ich möchte nicht zu viel verraten und kann nur jedem, der Interesse an der genannten Thematik hat, dieses Buch empfehlen. Als dann bei mir am Ende schließlich doch noch die Erkenntnis kam, war die Enttäuschung vom Anfang sofort verflogen (mag jetzt konfus klingen, aber ich will potenziellen Lesern und Kennern nicht die Überraschung nehmen, in dem ich in meiner Rezension schon den Clou verrate, wie das schon an anderer Stelle getan wurde). Lobend möchte ich auch noch die Aufmachung des Buches vom Lyx Egmont Verlag erwähnen, die mich schon in der Vergangenheit durch die liebevolle Gestaltung der Cover und Aufbereitung der Bücher überzeugen konnte. Da kriegt man für sein Geld nicht nur inhaltlich einiges geboten.
Abschließend kann ich nur sagen: 5 Sterne, perfekt, nichts, woran man rummeckern kann. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und ich würde mich riesig freuen, wenn diese tolle "Reihe" noch nicht zu Ende ist... :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wiedererwartend gut, 8. November 2009
Es ist Ulrike Schweikert wieder einmal gelungen Geschicht und Fantasie auf eine spannende und interessante Weise miteinander zu verknüpfen.
Die Geschicht von Andràs Petru Bathory spielt in Wien des 19.Jh. Als Vampir versucht er sich in die adelige Gesellschaft Wiens einzugliedern, was ihm zunächst auch gelingt, bis einige merkwürdige Morde passieren und er unter Verdacht gerät. Später stellt sich heraus, dass seine Schöpferin-Ileana-dahinter steckt und versucht sein neues Leben zu zerstören. Andràs flieht aus Wien und gelangt so nach Hamburg. Er ist von da an als "Peter von Borgo" bekannt (s.h. "Duft des Blutes" und "Feuer der Rache").
Somit ist "Das Herz der Nacht" leider keine in sich abgeschlossene Geschichte, sondern eher die Vorgeschichte zu "Duft des Blutes" und Feuer der Rache",was sehr schade ist.Daher bekommt dieses Buch von mir auch nur 4 vion 5 Sternen.
Trotzdem möchte ich dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich für Romane über Geschichte, Vampire und einer leichten Prise Kriminalität begeistert, denn das bekommt man in "Das Herz der Nacht" alles auf einmal.
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