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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Thriller?, 25. November 2009
Marc Lucas verliert bei einem Autounfall seine schwangere Frau. Um der ständigen belastenden Erinnerung an das Geschehen zu entgehen, plant er, sich auf ein Experiment einzulassen, das ihm helfen soll, alles Unangenehme zu vergessen. Doch bevor es zu dieser Behandlung kommen kann, geschehen viele merkwürdige Dinge um ihn herum, die er einfach nicht einordnen kann.
Das Buch ist leicht zu lesen; die Idee dahinter ist super und könnte einen Spitzenthriller garantieren, wenn es nicht zu viele Ungereimtheiten gäbe und wenn Fitzek nicht nach einem sehr spannenden Entree wieder zuviel Haarsträubendes einflechten würde.
Den vielen positiven Beurteilungen kann ich mich leider nicht anschließen. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie habe ich immer den Eindruck, als ob der Autor seine Bücher im Eiltempo schriebe und als ob es ihm dabei nicht darauf ankommt, glaubwürdig zu sein, sondern lediglich seine Geschichten mit aberwitzigen Entwicklungen auf die Spitze zu treiben. Ein bißchen davon wäre ja o. k.; Fitzek aber tut zuviel des Guten: da kommt eine entlaufene Psychotin (und keinem fällt auf, daß sie krank ist), die Marc Lucas dabei hilft, seinen Häschern zu entgehen; da gibt es eine Klinik, die von jetzt auf gleich verschwindet und plötzlich wieder da ist, weil Marc nicht mehr in der Lage ist, Adressen auseinander zu halten; und last but not least ist da Marc Lucas, der so überdreht ist, daß er trotz seiner Intelligenz nicht real von irreal unterscheiden kann etc. etc. Der Schluß ist schließlich derart weit hergeholt, daß ich mich zwingen mußte, das Buch überhaupt zu Ende zu lesen... Ein echter Thriller ist das jedenfalls nicht für mich; ich reihe den Roman eher in den Bereich der Fantasy-Literatur ein.
Ich habe jetzt alle verfügbaren Fitzek-Bücher gelesen und kann mir nicht vorstellen, daß es für mich noch weitere vom selben Autor geben wird... es sei denn, er besinnt sich nicht nur auf seine Qualitäten, ein gutes Thema zu finden und Spannung zu erzielen, sondern auch darauf, sie glaubhaft in einer guten Story zu verweben.
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50 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"... Es kann nie richtig sein, etwas Falsches zu tun ..." - Seite 356, 13. September 2009
Wie wäre es, wenn man alle schlechten, traurigen und peinlichen Erinnerungen einfach für immer vergessen könnte? Müsste doch eigentlich fantastisch sein. Man geht unbeschwert durchs Leben, muss sich keine Gedanken über sein Verhalten machen und wäre einfach nur glücklich und zufrieden. Oder aber brauchen wir diese Erinnerungen? Formen sie nicht unser Ich? Werden wir nicht erst auch durch unsere negativen Erfahrungen zu dem, was wir heute sind? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek.
Marc Lucas ist ein gebrochener Mann. Durch einen Autounfall hat er seine Frau und sein ungeborenes Baby verloren. Er kam bei dem Unfall relativ glimpflich davon, nur ein kleiner Splitter steckt in seinem Nacken nahe an der Wirbelsäule. Um das "Wandern" dieses Splitters zu verhindern, muss er regelmäßig Tabletten nehmen. Aus lauter Verzweiflung hatte er auf eine Annonce geantwortet, in der eine Privatklinik verspricht, unangenehme Erlebnisse mit Hilfe von Tabletten, die eine Teilamnesie herbeiführen, vergessen zu lassen. In seiner Verzweiflung antwortet er auf diese Annonce und der Alptraum beginnt.
Sebastian Fitzek hat wieder einmal einen atmosphärisch sehr dichten Psychothriller abgeliefert, der einen sofort fesselt und nicht mehr loslässt. Die Geschichte beginnt mit dem Ende, ohne dies jedoch zu verraten, aber schon ahnen lässt, dass man hier in einem Alptraum hineingeraten ist. Die Handlung ist für den Leser genauso verwirrend und beängstigend wie für seinen Protagonisten Marc. Man hat zu keiner Zeit des Buches auch nur die geringste Ahnung, worauf der Thriller hinausläuft. Und das erhöht die Spannung extrem, zumal die Atmosphäre der Story zu jeder Zeit sehr beklemmend und düster ist.
Allerdings bin ich bei dem Ende etwas Hin- und Hergerissen. Zum einen wirkt die Lösung für diese rasante Story etwas zu einfach, obwohl sie absolut glaubwürdig und schlüssig erklärt wird. Auf der anderen Seite zeigt Sebastian Fitzek hier mehr als deutlich, dass eine für die Betroffenen "einfache" Lösung eines Problems total aus dem Ruder laufen kann.
Alles in allem ist Sebastian Fitzek mit "Splitter" ein überaus spannender Psychothriller gelungen, der einen auch nach Beenden des Buches so schnell nicht mehr loslässt.
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27 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Pure Spannung, 9. August 2009
Dieses Buch war mein geplantes Highlight für den Sommerurlaub.
Doch tatsächlich ist es der erste Fitzek, der mich am Schluss nicht staunend oder begeistert zurück gelassen hat, sondern mit einer richtig dicken Enttäuschung.
Mir ist da wieder einmal klar geworden, wie sehr ein Ende den Gesamteindruck eines Buches entscheidend verändern kann. Denn bis zu den letzten paar Seiten ist es so, wie ich es nicht anders erwartet habe: Eine irrsinnig spannende Story, die sich mit zahlreichen Verwirrungen, Wendungen und Rätseln ständig selbst überschlägt. Ein actionreiches Tempo, dass einem beim Lesen kaum Luft holen lässt und so aus einer geplanten Lesestunde mal locker einen kompletten Nachmittag macht. Und natürlich wieder die Hauptfigur, mit der man einfach nur mitleiden und mitfiebern kann. Also eigentlich ein typischer Thriller vom deutschen Kultautor S. Fitzek, wenn...Ja, wenn nicht dieses seltsame Ende wäre. Ich ziehe trotzdem nur einen Stern ab, denn insgesamt ist es einfach zu gut für eine durchschnittliche Bewertung. Und Durchschnitt ist dies hier ganz sicher nicht.
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