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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nele "Eulenspiegel" - Ein wunderbares Kinderbuch, 14. Oktober 2008
Neles Mama wohnt in Alaska und füttert kleine Seehundbabys mit Bananen groß. - Nein, Neles Mutter starb vor zwei Jahren. Aber Nele wäre nicht Nele, wenn sie mit diesem Verlust nicht auf ihre eigene fantastische Art umgehen würde. Nele ist auch schon mit dem Regenschirm in eine Schlucht gesprungen, ist schneller gerannt als der Schulbus fuhr, kann Rehe sprechen hören, hat schon mal als Wolke gelebt und hat ihrem Wellensittich Paul beigeracht, auf einem Globus zu tanzen...
Ganz klar - die Nele spinnt! Oder doch nicht?
Nele ist ganz eindeutig ein geistiges Kind von Autor Peter Brock, der schon anderen rebellischen Charakteren wie beispielsweise dem rotzfrechen Oskar Siebenhüner ("Gestatten, Oskar") Leben einhauchte. Und der große Karl Schrader hat ihr zeichnerisch ein würdiges Denkmal gesetzt.
Zunächst einmal lebt Nele eine ganz normale DDR-Kindheit, in der neuen Wohnung im Plattenbau, in einer jungen Industriestadt, wo der Vater als Ingenieur in einem großen Kombinat arbeitet. Aber Nele ist ein weiblicher Eulenspiegel, ein Mädchen mit überschäumender Phantasie und verrückten Ideen. Und damit wirbelt sie die staubtrockenen und sozialistisch durchgeplanten Aktivitäten ihrer neuen Pioniergruppe und Schulklasse gehörig durcheinander.
Nele kann nichts anfangen mit Plus- und Minuspunkten in der Leistungsbewertung, mit geheuchelter Disziplin und Wettbewerbsdenken. Bei Nele menschelt es eben, und so gewaltig, dass sie nicht nur ihre Klasse, sondern auch Lehrer, Eltern und die Patenbrigade des Kombinats mitreißt. Nicht ohne Blessuren davonzutragen, nicht ohne missverstanden zu werden, und nicht ohne Fehler zu machen. Denn Nele ist auch zutiefst verletzlich, ein komplizierter Charakter, dem das Leben durch den Verlust der Mutter schon übel mitgespielt hat.
Nele packt an, wo andere tatenlos schweigen. Nele lacht ein spitzbübisches Lachen, wenn anderen das Grinsen schon lange vergangen ist. Nele ist Individuum, wo andere schon zum leblosen Kollektiv geworden sind. Ihr dabei zuzusehen bzw. zu lesen, ist ein ganz außerordentliches Vergnügen - für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
*** für kleine witzige Mädchen, 11. Juli 2008
Es gibt Sie wieder. Meine geliebte Nele. Die Freundin meiner Kindheit. Leider wurde vergessen, dass es nicht nur den Ottokar gab sondern auch sein Gegenstück - die Nele.
Als Kind der DDR war es mein Lieblingsbuch. Es sind die unvergesslich bleibenden Erlebnisse dieses naiven (wie ich damals), natürlich frechen und neugierigen kleinen Mädchens, die ich nicht vergessen konnte. Flüssig geschrieben, witzig und voller Energie. Kleine Mädchen von heute dürften sich auch freuen, an kleinen Mädchenabenteuern teilnehmen zu können. Einfach frech und bezaubernd.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
so schööön..., 12. Juni 2009
Eine Freundin von mir hat vor kurzem eine kleines Mädchen bekommen: die Nele. Als sie mir sagte, wie die Kleine heißen soll, hab ich sofort an das schöne Buch gedacht, was ich als Kind gelesen habe.
Also: Bücherkisten durchsucht und nochmal gelesen - so schön...
Hab das Buch dann auch gleich nochmal für die Kleine meiner Freundin bestellt. Dauert zwar noch etwas, bis sie es selbst lesen kann, aber vielleicht lesen ja Mama und Papa mal vor :-)
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