Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
60 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vielschichtiger, spannender Thriller mit unspektakulärem Ende, 13. Oktober 2008
Ich habe mit Spannung auf den dritten Thriller von Cody McFadyen gewartet. Mit "Blutlinie" und "Der Todeskünstler" hat McFadyen zwei spektakuläre und nervenzerfetzende Psychothriller vorgelegt, die aufgrund der extremen Gewalt, die McFadyen beschreibt, nicht ganz unumstritten sind und manchen Lesern trotz des tollen Spannungsaufbaus und des exzellenten Schreibstils eher abgestossen haben.
Mit "Das Böse in uns" bleibt McFadyen zwar auf dem Gebiet der psychopatischen Serienkiller, aber er verzichtet weitestgehend auf die Beschreibung brutaler Morde. Wieder steht seine Ermittlerin Smoky Barret und ihr Team im Mittelpunkt. Dieses mal werden sie von höchster Stelle zu einem mysteriösen Mord hinzugezogen. Eine junge Frau wurde unbeobachtet von allen anderen Passagieren während eines Fluges erstochen. Bei der Obduktion findet sich in der Wunde ein kleines silbernes Kreuz und die Ziffer 143. Zudem müssen die Ermittler feststellen, dass Lisa, die Tote, zum einen das Kind eines hochrangigen Politikers ist und zudem gerade eine Geschlechtumwandlung zur Frau durchmacht.
Als dann ein weiterer Mord nach dem gleichen Schema passiert, wo ebenfalls ein Kreuz in der Wunde mit dem Aufdruck 142 gefunden wird, wird Smoky Barret und ihrem Team klar, dass ein Serientäter dahintersteckt und die Ziffern auf dem Kreuz für die Anzahl seiner Todesopfer steht.
Noch während sich Smoky auf die Suche nach weiteren Opfern macht, wendet sich der Täter überraschend an die Öffentlichkeit, präsentiert alle seinen bisherigen Opfer und erklärt, dass alle diese Opfer ein schwerwiegendes Geheimnis mit sich rumgetragen haben und er als Vollstrecker Gottes sie für ihre Sünde bezahlen lässt.
Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn der "Prediger", wie er sich selbst nennt, kündigt weitere Morde an. Und lange Zeit tappt Smoky im Dunkeln, denn sie rätselt vor allen Dingen, wie der Prediger von den Geheimnissen seiner Opfer erfahren konnte und wie er es schafft, sie zu ermorden. Und Smoky hat ebenfalls ein Geheimnis, von dem niemand etwas weiß....niemand???
Cody McFadyen legt in "Das Böse in uns" deutlich mehr Wert auf die beschreibung seiner Protagonisten, als in den beiden Vorgängerromanen. Die Folge ist mehr Tiefgang, aber auch ein etwas gemächlicheres Tempo in der Handlung. Mir persönlich hat auch dieser Schreibstil gut gefallen und er tat meiner Meinung nach der hohen Spannung keinen großen Abbruch. Vor allem nimmt sich McFadyen noch mehr Zeit für seine Protagonistin Smoky Barret und ihre Beziehung zu ihrer Pflegetochter Bonnie. Aber auch die anderen Mitstreiter ihres Teams werden tiefgründiger beschrieben und enthüllen das eine oder andere überraschende Geheimnis.
MyFadyen zieht den Leser schnell ins Geschehen hinein, hält ihn fest gefangen und schafft es, eine enorme Spannung aufzubauen und bis zum Ende zu halten. "Das Böse in uns" ist wie seine Vorgänger ein echter Pageturner, der es locker mit den Werken vergleichbaren Autoren (zum Beispiel James Pattersons Alex-Cross-Reihe) aufnehmen kann. Lediglich das Ende ist überraschend unspektakulär und lässt ein wenig Enttäuschung nachhängen - daher auch nur 4 statt 5 Sterne.
Ansonsten kann ich "Das Böse in uns" jedem Thrillerfan nur wärmstens empfehlen.
Übrigens: Etwas ärgerlich finde ich die Umschlagbeschreibung seitens des Verlages in der Lisa's Tod beschrieben wird. Diese Sequenz kommt im Roman überhaupt nicht vor. Sorry, aber bei einem solch guten Autor verstehe ich die Effekthascherei und das Vorgaukeln bestimmter Inhalte seitens des verlages nicht.
|
|
|
27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Dies wird Deine letzte Beichte sein!, 5. September 2009
Ein Serienmörder, der sich dazu berufen fühlt, seine Opfer von ihrem schrecklichsten und dunkelsten Geheimnis zu erlösen. Erst zwingt er sie zur Beichte, dann tötet er seine Opfer. In ihren Körpern hinterlässt er ein kleines silbernes Kreuz. Smoky Barrett und ihr Team werden auf den Fall angesetzt. Während sie versuchen, die Beweggründe des Mörders zu erkennen, geht das Morden weiter und der Täter hinterlässt keinerlei Spuren oder Hinweise am Tatort, sodass Smoky und ihr Team anfangs im Dunklen "tappen". Doch dann nimmt der Prediger, so bezeichnet sich der Mörder selbst, Kontakt zu den FBI-Ermittlern auf und ein packendes und überaus spannendes "Katz-und-Maus-Spiel" beginnt.
Bei seinem 3. Buch dient Cody McFadyen der Katholizismus und hier explizit das Thema "Beichte" als Rahmenhandlung seines Thrillers. Gegenüber den beiden Vorgängern Die Blutlinie und Der Todeskünstler steht dieses Mal mehr der psychologische Aspekt der Story im Vordergrund. Waren die ersten beiden Bücher noch sehr blutrünstig und wirklich nichts für Zartbesaitete, geht Cody McFadyen bei dem vorliegenden Thriller mehr auf die einzelnen Charaktere des Thrillers ein, im Besonderen natürlich auf dem seiner Protagonistin Smoky. Durch Rückblenden erhält der Leser Informationen aus den Vorgängerbüchern, die für den Verlauf der Geschichte wissenswert sind. Für Leser, die die beiden anderen Thriller nicht kennen, mit Sicherheit notwendig; für den Leser allerdings, der die anderen beiden Bücher kennt, teilweise etwas ermüdend.
Cody McFadyen versteht es durch seinen flüssigen und vor allem fesselnden Schreibstil auch bei "Das Böse in uns" wieder hervorragend, den Leser von Anfang an an das Buch zu binden. Die Geschichte ist sehr dicht und schlüssig umgesetzt und hat keine Längen, die Spannung baut sich von Anfang an kontinuierlich auf und hält über das komplette Buch hinweg an.
Was mir allerdings etwas negativ "aufgestoßen" ist, ist die teilweise doch sehr vulgäre Sprachwahl. Ok, zu den beschriebenen Charakteren passt dieser Stil meist, etwas weniger wäre aber auch in Ordnung gewesen. Dass dieses Mal mehr das Zwischenmenschliche im Vordergrund steht und es in dem Buch eigentlich so gut wie keine blutrünstigen Szenen gibt, empfand ich als angenehme Abwechslung. Trotz der beklemmenden Stimmung, die man mitunter beim Lesen hat, kommen die Schmunzeleffekte auch nicht zu kurz. So ist es einfach köstlich zu lesen, wie Smoky und Bonnie ihre Kochkünste ausprobieren. Natürlich sind auch wieder die nicht immer so ernst gemeinten Sprüche von Callie vertreten, wie auch die "Kabbeleien" innerhalb des Teams.
Alles in allem ein wirklich gelungener Psychothriller, der dieses Mal mehr Wert auf die leiseren Töne legt und von Cody McFadyen wirklich gut umgesetzt wurde.
|
|
|
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es wäre eine Sünde, dieses Buch nicht zu lesen, 11. Oktober 2008
Hach, was hab ich mich auf den neuen Roman von Cody McFadyen gefreut.
Nach den genialen Thriller "Die Blutlinie" und "Der Todesküsntler", war ich richtig gespannt auf den dritten Teil der Smoky Barret-Trilogie.
Anfang der Woche war es also soweit und "Das Böse in uns" erschien in Deutschlands Buchläden.
Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen und habe mir sofort ein Exemplar gesichert.
Auch "Das Böse in uns" ist wieder ein Thriller der Extraklasse. Er besitzt viel Spannung, Humor und sehr viel Gefühl. Und sämtliche Charaktere in diesem Roman sind durch die Bank weg sympathisch und gut geschrieben. Man fiebert und leidet mit ihnen. Allen voran natürlich Smoky Barret, die Hauptperson in den Büchern von McFadyen.
Wer die Vorgänger gelesen hat, dem wird auffallen, daß ein gewisses Muster zu erkennen ist. War "Die Blutlinie" ausschließlich von unvorstellbarer Gewalt gezeichnet, so kam bei "Der Todeskünstler" noch die Komponente der seelischen Graumsamkeit hinzu. Dort wurde die Waage von psychischer und physischer Grausamkeit stets im Gleichgewicht gehalten.
In "Das Böse in uns" steht nun ganz klar die psychische Graumsamkeit im Vordergrund und schraubt den Blut- und Gewaltgrad fast auf Null herunter. Doch was hier an seelischen Gewalttaten abgefackelt wird, ist wirklich starker Tobak.
Die Geschichte an sich ist originell und spannend zugleich und lässt einen manchmal nach jedem Kapitel mit offenem Mund dastehen.
Das hört sich ja jetzt alles ziemlich gelungen an (was es auch ist), aber warum denn nur vier Sterne?
Nun, die Vorgänger hatten irgendwie etwas an sich, daß mich unglaublich gefesselt hat. Es war sicher diese psychopathische Atmosphäre, die sich aufgebaut hat. Ganz so drastisch und beklemmend ist es hier nicht mehr.
Auch hatten die Vorgänger eine gewisse poetische Note, welche zwar auch im aktuellen Roman noch vorhanden ist, aber nicht mehr ganz so oft zum Einsatz kommt, wie zuvor.
Alles in allem ist "Das Böse in uns" ein sehr gutes Buch, welches sich flott und spannend liest und auch nicht langweilig wird.
An die Genialität der Vorgänger (besonders "Der Todeskünstler") kommt es leider nicht ganz heran.
Trotzdem würde ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|