Kurzbeschreibung
Das Brandenburger Tor, Unter den Linden, der Ku'Damm... - in keinem Bildband über Berlin dürfen sie fehlen, die sogenannten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Doch es gibt noch ein anderes Berlin: die Lebensräume vieler Menschen, sei es am Prenzlauer Berg oder in Friedrichshain. Zustand: heute, Zukunft: ungewiß. Bürgerhäuser und Mietskasernen, Eingänge und Durchgänge, Höfe, Friedhöfe und Hinterhöfe - Inseln einer vergehenden Zeit aus der Sicht eines "übriggebliebenen Fotografen". Die in jeder Hinsicht ungewöhnliche fotografische Bestandsafunahme findet in den einfühlsamen Texten des Schriftstellers Günther Kunert ihre Ergänzung.
Autorenportrait
Günter Kunert wurde 1929 in Berlin geboren und studierte Grafik in Ostberlin. 1948 veröffentlichte er erstmals Gedichte und Geschichten in der Zeitschrift Ulenspiegel. Anfang der fünfziger Jahre lernte er Johannes R. Becher und Bertolt Brecht kennen. Seine zunehmend kritische Auseinandersetzung mit der staatlichen Kulturpolitik in der DDR führte 1979 zu seiner Ausreise in die Bundesrepublik. Seither lebt er als freier Schriftsteller in Itzehoe. 1991 erhielt der Autor den Hölderlin-Preis für sein poetisches Werk und den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik.