Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Trotz Leihgaben von "Dracula" ohne nachhaltigen Eindruck, 9. Januar 2010
Statt eine eingängige Erzähl- und Erzählersituation zu wählen, lässt der amerikanische Journalist und Autor John Marks verschiedene Personen erzählen und den Leser an deren Gedanken teilhaben. Und wer sich bei dieser Art des Romanaufbaus und der Geschichte an Bram Stokers Klassiker "Dracula" erinnert fühlt, der liegt damit gar nicht so verkehrt, gibt nicht zuletzt der Nachname der Protagonistin doch einen recht eindeutigen Hinweis. Tatsächlich könnte man "Der Vampir" - im Englischen lautet der Titel etwas kreativer "Fangland" - zumindest teilweise als modernes Remake des Schauerromans, der Ende des 19. Jahrhunderts erschien, auffassen, ist die Situation doch eine recht ähnliche. Erst in der zweiten Hälfte des Romans gehen die Parallelen zurück.
Der Herkunft Marks' aus dem Journalismus wurde Tribut gezollt, indem aus der Protagonistin Evangeline eine Produzentin wurde, und wenn die Handlung sich in die USA verlegt, spielt sich vieles in den Büroräumen der Nachrichtensendung ab. Tatsächlich wird durch diese Modernisierung das Vampirthema abgeschwächt, und viel zu oft bekommt man das Gefühl, einen konventionellen Thriller mit ein paar Horrorelementen in den Händen zu halten. Der Grusel hält sich entsprechend im Rahmen.
Zudem fehlt es den erzählenden Personen etwas an Profil. Bei manchen Abschnitten, besonders zu Beginn des Romans, tappt man lange im Dunkeln, wer denn da gerade erzählt und wie dieser mit den Ereignissen in Beziehung steht; und längst nicht jeder der Erzählenden hat in jedem seiner Abschnitte auch wirklich viel zu sagen. Dadurch wirkt die Erzählstruktur bisweilen ein wenig bemüht; Evangelines Berichte aus der Ich-Perspektive sind da die gelungensten, die den roten Faden der Geschichte retten und bisweilen richtig spannend werden. Wer in Anbetracht des Genres allerdings mit viel Blut und Ekelszenen rechnet, wird enttäuscht; richtig blutig wird es nur selten, das Hauptaugenmerk liegt auf dem Grauen, das sich langsam, aber sicher in den Nachrichtenbüros einnistet.
Alles in allem ist "Der Vampir" von John Marks ein Beitrag zum Vampirthema, der sich wohltuend von den vielen romantisch-verkitschten Romanen der letzten Zeit abhebt, der es dann aber doch versäumt, deutlichere Akzente zu setzen und dem Genre seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Da helfen auch keine Leihgaben vom berühmtesten Vampirroman der Literaturgeschichte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nix für Pubertiere..., 16. Dezember 2009
ich kann mich meinen Vorrednern nur bedingt anschließen.
Wenn man mit "Der Vampir" einen Roman im Stile der Bis(s)...Geschichten sucht, sollte man von diesem Werk wohl die eiskalten Fingerchen lassen.
Wenn man aber eine moderne Fassung "Draculas" lesen möchte, kann man schon zugreifen..
Es ist keine leichte Lektüre die man im Bett liest, sondern stellenweise starker Tobak der sich stark mit dem Menschen als Vampir gegenüber seiner eigenen Spezies beschäftigt. Ich möchte diesem Buch jetzt auch nicht mehr unterstellen, als es eigentlich aussagen will, aber man merkt schon, dass sich Marks mit den angesprochenen Toten näher beschäftigt hat und sie auf der Anklagebank der Geschichte Platz nehmen läßt.
Die Medien bzw. Produzenten von The Hour nehmen dabei die Rolle des Zuschauers ein, den immer weniger schockiert und der immer brutalere Stories braucht um überhaupt noch Mitleid empfinden zu können.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen, einfach weil er gute Bilder produziert und Fragen aufwirft. Ich habe für dieses Buch auch etwas länger gebraucht, es aber nicht bereut, drangeblieben zu sein.
Der Titel ist bei allem Meyers-Hype vielleicht etwas irreführend, aber letztlich muss man einen Vampir nicht immer als gutaussehenden Untoten mit einem unstillbaren Verlangen nach jungfräulichen Kehlen definieren.
Fazit: lesenswert
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Sehr wirr, 20. November 2009
Mit Vampiren hat dieses Buch so gut wie gar nichts zu tun. Dieser Torgu trinkt sein Blut aus einem Eimer und ist ansonsten nur irre.
An Anfang konnte man noch auf eine tolle Story hoffen, als Evangeline in Rumänien verschleppt wird, doch dann mit den verschiedenen Sichten kommt man total durcheinander. Dann spielt die Handlung nur noch in der Redaktion und ist mehr als langweilig. Sollte wohl auf mysteriös rauslaufen, doch leider war das nichts.
Teilweise muss man beim lesen sehr aufpassen, weil ständig die Erzähler wechseln (dabei sollen dem Leser verschiedene Schriftarten helfen) und trotzdem ist man total durcheinander und kommt nicht so recht mit.
Kann das Buch wirklich nicht empfehlen.
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