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Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares
 
 

Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares (Broschiert)

von Fernando Pessoa (Autor), Frank Henseleit-Lucke (Herausgeber), Georg Rudolf Lind (Herausgeber), Inés Koebel (Übersetzer)
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 576 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2., Aufl. (17. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596172187
  • ISBN-13: 978-3596172184
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 23.294 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 1 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Klassiker des 20. Jahrhunderts > Internationale Autoren > Pessoa, Fernando

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 24.05.2003
Ausführlich erläutert Georges Güntert in seiner Besprechung die Entstehungsgeschichte dieser Neufassung des "Buches der Unruhe", das eine lose Sammlung von Fragmenten aus Fernando Pessoas literarischem Nachlass vereinigt und die 1985 erschienene Ausgabe um weitere identifizierte Texte erweitert. Für Güntert hat sich die jahrzehntelange Arbeit der Entzifferung definitiv gelohnt, erleichtere sie dem Leser doch erheblich den Zugang zu diesem "Zufallsbuch seines Nachsinnens", wie Pessoa seine erste Fassung genannt hatte. Das Bild, das sich in dieser "Autobiografie ohne Fakten" von Pessoa (in Gestalt des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares) auftut, hat Güntert dabei tief beeindruckt. Fasziniert schildert er Pessoas Weltbild aus Wolken, Nebelschwaden und Meeresgeruch - "ein sich in nichts auflösendes Traumgebilde". Dabei können sich durchaus Abgründe auftun, "wenn dieser Träumer die Welt bewusst betrachtet", versichert der Rezensent: Denn dann werden wir alle zu Buchhaltern, schließen die Bilanz, "und der unsichtbare Saldo spricht immer gegen uns".

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 31.05.2003
Vor zwanzig Jahren erschien Pessoas Hauptwerk - das, wie Joachim Sartorius einen vielleicht ein wenig übertreibenden Freund zitiert, "lebensprägend für eine Generation" wurde - erstmals in deutscher Sprache. Nun eine Neuausgabe, um 260 Seiten ergänzt, die nichts entscheidend Neues hinzufügen, aber Ergänzungen liefern, die der Rezensent nicht mehr missen möchte. Eine Dramaturgie hat die ganz nach innen gewendete Geschichte des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares ohnehin nicht, die Eintragungen des Protagonisten in sein "Buch der Unruhe" verbinden sich, so Sartorius, nach Art der "Kacheln eines portugiesischen Innenhofes", messen, nach und nach, den "inneren Raum" des Weltverhältnisses von Soares aus. Und dieses Verhältnis ist geprägt von einem düsteren Gefühl der Nichtzugehörigkeit, es geht um ein Leben, das tot scheint, einen Tod im Leben, um "nichtige Wirklichkeit". Diese Notate, zu sich selbst gesprochen, fügen sich nichtsdestoweniger, befindet Sartorius, zu einem "bewegenden, niederziehenden, großartigen Buch". In seiner neuen Form hat es nichts verloren und nur gewonnen, die alte "Magie", der "schimmernde Magnetismus", den der Rezensent erinnerte, ist geblieben und um Eintragungen gleicher Güte ergänzt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.06.2003
Für Rezensent Richard Kämmerlings rückt Portugal mit diesem, 1982 zuerst aus Pessoas Nachlass herausgegebenem Buch, vom Rand ins Zentrum der europäischen Moderne. Pessoas Lissabon sieht er "in der fiktiven Topografie" seitdem "neben dem Dublin des James Joyce, dem Prag Kafkas, dem Wien Musils, dem Triest Svevos" liegen. Der Herausgeber und Übersetzer der deutschen Erstausgabe von 1985 sei freilich mit dem Textkorpus wenig zimperlich umgegangen und habe weniger als die Hälfte des Textes darin aufgenommen, die dem Rezensenten deshalb eher als "Handorakel der Weltverachtung für die Manteltasche" erschien. Angesichts der Neuedition reibt er sich nun ungläubig die Augen und sieht den (auch durch weitere Zuordnung von Nachlassfragmenten) Pessoa-Kontinent in seiner Ausdehnung "schlichtweg verdoppelt". Es handelt sich seinem Eindruck zufolge um ein "völlig neues, umfangreiches Werk", dessen "Längen- und Breitengrade, dessen Höhenkämme und Küstenzüge" er allererstens zu vermessen findet. Als "Steinbruch, als Fundgrube von Beobachtungsfragmenten, Gedankensplittern und Aphorismen" findet der begeisterte Rezensent das Buch so unerschöpflich wie das Leben selbst.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


Kurzbeschreibung

Lissabon ist die weiße Stadt am Meer, in der sich Traum und Sehnsucht treffen. Keiner konnte ihre Melancholie und Einsamkeit besser ermessen als Fernando Pessoa. Hinter immer neuen Masken schlüpft er durch die engen Gassen, um mit jedem Blick eine neue Szene des kleinen Welttheaters zu erhaschen.

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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Was bedeutet es Mensch zu sein?, 16. Mai 2006
Von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Das Buch der Unruhe (Gebundene Ausgabe)
Fernando Pessoa, ein portugiesischer Schriftsteller, der als Buchhändler gearbeitet hat,ist 1935 mit 47 Jahren gestorben. Dieses Buch, "Das Buch der Unruhe", ist einfach hinreißend, es ist poetisch klug, melancholisch, bekümmert, heiter, elegisch, schwermütig, ja geradezu phantastisch.

Der Autor schreibt betrüblich über den Sinn und Unsinn der Liebe, über die Würdigkeit, Abneigung und widerwilligen Überdruss. Er reflektiert darüber, ob die Realität unsere Begierden befriedigt, über das Sein in Halbschattenprivilegien". Es geht um Morgenlicht und Abenddämmerung, es geht um die omnipräsente Natur, um Wasser und azurnes Himmelblau.

Wir haben Bücher, die beginnen vorne und enden hinten. Dieses Buch kann man hier und dort aufmachen und genussvoll lesen, das geht. Es gibt eigentlich keinen durchgehenden roten Faden. Immer wieder ist man gebannt und fasziniert, wie Fernando Pessoa, über das Menschsein schreibt, Mensch sein in den unterschiedlichsten Lebenslagen.

Es hat eine Klarheit der Sprache, die geradezu phantastisch ist, gerade auch im Zusammenhang damit, welche reiche Phantasie sie hat. Es ist sprachlich makellos, von umwerfender Klugheit getragen.

Ein "Menschseinbuch", das eigentlich auf jeden Nachtisch gehört. Ich empfehle dieses Buch mit Nachdruck aus vielen Gründen.

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50 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Autobiographie ohne Ereignisse, 20. Februar 2006
Diese Rezension stammt von: Das Buch der Unruhe (Gebundene Ausgabe)
DAS BUCH DER UNRUHE von Fernando Pessoa ist eines der berühmtesten Werke der literarischen Moderne. Pessoa selbst nennt es eine "Autobiographie ohne Ereignisse". Was er beschreibt sind Gedanken, Beobachtungen, Reflexionen und Träume. Trotzdem wendet er sich vom Leben nicht ab, selbst dann nicht, wenn er schreibt: "Die Literatur ist die angenehmste Art, das Leben zu ignorieren." Was er entdeckt ist ein anderes Leben, das Leben des Geistes. DAS BUCH DER UNRUHE ist somit nicht allein ein Ausdruck der Verzweiflung, sondern zugleich eine Beschwörung der Freude: der Freude am Denken, am Träumen, am Schreiben. Die vorliegende Ausgabe wurde herausgegeben von Richard Zenith und übersetzt und revidiert von Ines Koebel. Es handelt sich um eine vollständige Übersetzung der portugiesischen Neuausgabe aus dem Jahr 1998.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Buch der Depression, 13. Dezember 2003
Endlich ist sie da, die ungekürzte Ausgabe von Pessoas "Buch der Unruhe". Worum geht es im Buch? Es ist eine Autobiographi ohne Fakten, eine Geschichte ohne Leben, von dem Hilfsbuchhalter Bernardo Soares, hinter dem sich Pessoa versteckt, verfasst. Der Ich-Erzähler lebt ein belangloses, gewöhnliches, nichtiges Leben und empfindet es auch als solches. Er geht seiner Arbeit im Büro nach und nach Dienstende lebt er einsam, zurückgezogen in seinem Zimmer im vierten Stockwerkt, aus dem er vom Fenster aus, die mit Menschen überfüllte Straße beobachtet. Er ist traurig und niedergeschlagen und weiß nicht einmal den Grund. Das einzige was er weiß ist dass er nichts weiß. Die seelische Grundhaltung des Autors ist von der ersten Seite bis zur letzten eine zutiefst depressive und melancholische. Wie dieser Sinnlosigkeit entgehen? Die Antwort: schreiben und träumen! "Schreiben heißt vergessen. Die Literatur ist die angenehmste Art, das Leben zu ignorieren". Selten habe ich mich in einem Buch derartig wiedererkannt. Das Buch der Unruhe wäre eines der Bücher die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Es ist das traurigste Buch dass ich gelesen habe.
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Vor 1 Monat von GFRR veröffentlicht

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Vor 11 Monaten von Roosebeck Drebley veröffentlicht

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Vor 11 Monaten von R. K. veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen "Nicht an Land gehen heißt keinen Platz an Land haben. Nie ankommen, niemals irgendwo ankommen. " (Pessoa)
"Ich gehöre zu jener Art von Menschen, die immer am Rande dessen stehen, wozu sie gehören,
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Vor 18 Monaten von kpoac veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen als werfe der Zufall Worte
" sich für das Dasein rüsten." Das sagt Pessoa für sich und für andere und seine heiteren, schwermütigen, bedenklichen, lustigen Gedanken bilden ein Puzzle des menschlichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2006 von kpoac

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... diese und ähnliche immer-gültige Zeilen, die man, als Sinnspruch, in jedes Tagebuch auf die allererste noch leere Seite schreiben könnte, fallen einem ein, wenn man "Das Buch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2006 von G. Schnall

5.0 von 5 Sternen Das Einzig immergültige im Leben
Müsste ich mich für ein einziges Buch entscheiden, würde ich wohl "Das Buch der Unruhe" wählen. Nicht weil es das Beste oder Spannenste war das ich je gelesen habe, sondern weil... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juli 2006 von tima68

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Dieses Buch liegt nach Jahren erstmals ungekürzt vor und: welch ein Unterschied! Es erschien mir immer etwas zweifelhaft, ein Buch, an dem der Autor einen Grossteil seines Lebens... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2003 von Michael Forstner

4.0 von 5 Sternen Ein kompiziertes einfaches Leben
Das "Buch der Unruhe" ist eine Selbstdarstellung des Autors selbst, über 20 Jahre schrieb er daran und es liest sich wie wenn es nur eine Woche erzaehlen würde. Lesen Sie weiter...
Am 2. Juli 2001 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Bilder, Asoziationen und existentielle Traurigkeit
Dies ist keine Belletristik. Dies ist ein fiktives Tagebuch voll von Philosophie existentieller Traurigkeit. Lesen Sie weiter...
Am 24. Juli 2000 veröffentlicht

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